Wie "gesund" ist der österreichische Gesundheitstourismus?

Marktanalyse - Studie "6 Thermen-Destinationen"

Wien (TP/OTS) - Bei einer Veranstaltung des "Wellbeing-Clusters-Niederösterreich" analysierten die Autoren Mag. Manuel Wipfler und Dr. Otmar Pregetter
A.) den Markt für Gesundheitstourismus und präsentierten
B.) die Ergebnisse ihrer Studie: "6 Thermen-Destinationen"
- die umfangreichste Studie in Österreich
- sie umfasst 6 Thermen, 63 Hotels und 25 Gemeinden
- 34.000 Daten wurden erhoben und ausgewertet!

A.) Marktanalyse: Gesundheitstourismus
Obwohl die neuesten Ergebnisse der Marktforschung (z.B. Institut für Freizeitforschung, München) eine Steigerung des "latenten Interessenpotenzials" für Gesundheits-Urlaube ausweisen, stagnieren die Buchungen in Deutschland (FUR-Reiseanalyse 2007) und die Nächtigungen für Kur-(Gesundheits-)Tourismus in Österreich (ÖSTAT:
18,0 MIO Nächtigungen: - 1 % zu 2001).
Nachfrageseitig sind folgende Gründe maßgebend:
- hohe Arbeitslosigkeit und Sparquote (2004: 12 %),
- kaum gestiegene Real-Einkommen,
- erhöhte Preissensibilität.
Die starke Ausweitung des Thermen-Angebotes um 20-25 % führt zu einer Mehrfach-Kannibalisierung zwischen Thermen, Kurbetrieben und Wellness-Hotels und in weiterer Folge zu massiven Preiskämpfen!

Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank wies darauf hin, dass trotz eines um ca. 25%igen höheren Umsatzes/Zimmer (im Vergleich zu normalen 5/4 * Hotels), der ROI auf 4,9 % (5,4 %) bei Wellness-Hotels sank.
Als wichtigste Investitions-Fallen nannten die Autoren:
- Baukostenüberschreitungen,
- Zu groß: Nass-Bereiche,
- Zu klein: SPA-(Ruhe)Bereiche,
- geringes "Inhouse-Selling".
Kritisch äußerste sich Dr. Pregetter zum Online-Bench-Marking im Hinblick auf
- Probleme des Datenschutzes,
- den anonymen Vergleich von Durchschnittswerten und
- von-bis Angaben mit geringer Aussagekraft.
Besser sind individuelle Bench-Marks von Wellness-Hotels, die
- auf das Marktumfeld und die
- Hardware (Investitionen) abgestimmt sind
- und einen Vergleich auf Profit-Center-Ebene ermöglichen!

Neben der
- Hardware (Strukturqualität) und
- der Software (Prozessqualität) wird
- die Drive-Ware (Erlebnis-Qualität) für die Festigung
einer nachhaltigen Marktstellung entscheidend sein!

B.) Studie: "6 Thermen-Destinationen"
Die repräsentative, quantitative Angebots- und Mitbewerberanalyse umfasst 6 Thermen (von 28 in Österreich) des "Steirischen-Thermenlandes", eine der TOP-Regionen Österreichs bezogen auf die Auslastung.
Es wurden je 200 Hardware- und Software-Merkmale in den 4 Analysefeldern
- Infrastruktur (medizinische Versorgung u.a.m.)
- touristisches Umfeld (touristisches, gastronomisches Angebot der Region)
- Thermen (100% Response)
- Hotelbetriebe (Mindestgröße: 20 Zimmer, 97 % Response) umfangreich erhoben und die Ergebnisse in einer Matrix grafisch dargestellt.

Von ca. 3.000 (!) Mitarbeitern wurde das Ausbildungsniveau, die Fluktuation und Weiterbildungsmaßnahmen in einer Primärerhebung hinterfragt - die Ergebnisse flossen in die Software der Betriebe ein.
Die Ergebnisse zeigen wichtige Unterschiede der Positionierung auf, wie z.B.
Infrastruktur - nur 2 von 6 Regionen verfügen über ein breites medizinisches Angebot,
tour. Umfeld - größere Vermarktungsschwächen sind z.B.
bei "Sport&Bewegung" und in der Gastronomie festzustellen (großer Unterschied HW - SW), Thermen - Thermenfläche je Gast in m2 bei maximaler Kapazität: Unterschiede im Verhältnis 1:3 wurden festgestellt (Erholung?)
- austauschbares Angebot bei Gesichts- und Körperbehandlungen,
- große Unterschiede im Therapie-Bereich.
Hotels - Wellness: Top-Hotels kannibalisieren Thermen,
- Business und Wellness verträgt sich nicht (geringes Seminarangebot)
- nur 60 % sind echte Wellness-Hotels.
Mitarbeiter - geringer Anteil von Akademikern (ca. 2,5 %),
- hoher Anteil von "Spezial-Ausbildungen" im Bereich Gesundheit.

Nutzen der Studie:
- Basierend auf einer fundierten Mitbewerberanalyse ist sie ein
- flexibles Werkzeug für eine Neu-Positionierung des Angebotes
- für jeden Manager im Gesundheitstourismus!

Conclusio:
Der Gesundheitstourismus zeigt Merkmale von gesättigten Märkten:
- Käufermarkt (Multi-Optionen),
- Preiskampf,
- sinkende Kundenloyalität,
- Strukturbereinigung (Well-Nepp).

Lösung: Professionelles Marketing ist entscheidend!
- Basis: profunde Angebots-Mitbewerber-Analyse
- Entwicklung der (Neu)-Positionierung
(Investitionsfallen - Bench-Marking)
- nachhaltige Festigung der Marktstellung
Erfolg!

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110745 Jun 07

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