ÖHV kritisiert Vorschlag zur Arbeitsmarktöffnung

Ausschluss der Tourismuswirtschaft nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - Auf Unverständnis stößt die Ankündigung von Sozialminister und AMS-Chef, den Tourismus aus der Arbeitsmarktöffnung 2009 auszunehmen.

"Der Tourismus ist der Jobmotor auf dem österreichischen Arbeitsmarkt schlechthin. Das ist auch in der Beschäftigtenstatistik des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger von Juni 2007 nachzulesen: Dieser zufolge ist der Großteil der neuen Arbeitsplätze bundesweit im Beherbergungs- und Gaststättenwesen entstanden. Und gleichzeitig finden die Hoteliers weder genug ausgebildete Fachkräfte noch Hilfskräfte. Zum Jahreswechsel - also mitten in der Hochsaison -gab es in der Branche fast 7.000 offene Stellen mit steigender Tendenz im Jahresvergleich", erklärt der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Thomas Reisenzahn, und verweist auf eine WIFO-Studie, die besagt, dass nur zehn Prozent der Arbeitslosen tatsächlich vermittelbar sind. Vor diesem Hintergrund stößt die Ankündigung von Sozialminister Erwin Buchinger und AMS-Chef Herbert Buchinger, gerade den personalintensiven Tourismus von der Arbeitsmarktöffnung auszuschließen, bei der ÖHV auf Unverständnis.

ÖHV-Ausbildungsoffensive für inländische Fachkräfte

Zustimmung findet Herbert Buchingers Ankündigung, in die Ausbildung ungelernter Hilfskräfte investieren zu wollen: "Das ist ganz unsere Linie: Die ÖHV betreibt mit der Lehrlingsakademie, der Abteilungsleiterakademie und der Unternehmerakademie Ausbildungseinrichtungen, an denen sich andere Branchen ein Beispiel nehmen können", so Reisenzahn. Die Hoteliers bräuchten aber in allen Positionen Mitarbeiter mit den dafür notwendigen Kenntnissen: "Ein Hotelier, der einen Abwäscher sucht, sucht in erster Linie einen Abwäscher - und nicht einen Inländer oder einen Ausländer. Jeder, der die Arbeit macht, ist willkommen. Nicht umsonst ist die Zahl der inländischen Beschäftigten im Beherbergungs- und Gaststättenwesen zuletzt von 123.000 auf fast 126.000 gestiegen", so Reisenzahn. Man solle die Augen nicht vor der Realität verschließen: "Wir brauchen auch Mitarbeiter für Bereiche, die vielen Österreichern nicht attraktiv erscheinen. Wer arbeitslos ist, meldet sich noch lange nicht für eine Aushilfstätigkeit." Die ÖHV fordert eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen: "Besonders im Bereich der Mobilität könnte Arbeitssuchenden mehr abverlangt werden - hier sehen wir Potential", so Reisenzahn.

Hohe Qualität der Hotellerie nur mit genügend Personal zu halten

Letztendlich gehe es der Hotellerie vor allem darum, die bekannt hohen Qualitätsstandards zu halten: "Wir brauchen diese Qualität im Wettbewerb um den Gast. Aber um sie halten zu können, benötigen wir ausreichend Mitarbeiter", so Reisenzahns Appell an Buchinger. Es sei Aufgabe der Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen für die Unternehmen zu schaffen.

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