Tourismus 2020 - Weltmeister ohne Team?

Alpbacher Tourismusdiskussion im Zeichen des Arbeitsmarktes - Experten diskutieren demografischen Wandel und Beschäftigungsformen der Zukunft

Wien (TP/OTS) - Die anhaltend positive Entwicklung des heimischen Tourismus führt zu immer neuen Höchstständen bei Beschäftigten und Lehrlingen. Ende Juni 2007 waren in der Tourismus-Branche 175.267 unselbständig Beschäftigte tätig, um 1.287 Personen oder plus 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Lehrlinge im Tourismus zog weiter an, und zwar um 2,2 Prozent oder 315 auf 14.756 Jugendliche. Die sofort verfügbaren offenen Lehrstellen, die sogar um 14,5 Prozent auf 1.606 zunahmen, und 6.176 gemeldete offene Stellen (plus 1.074 bzw. plus 20,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) verdeutlichen die Situation nochmals.

Trotz der insgesamt positiven Ausgangslage blicken die Tourismusexperten keinesfalls sorgenfrei in die Zukunft. Die demografische Entwicklung wird auch in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft deutliche Spuren hinterlassen. Prognosen zufolge ist mittel- bis langfristig, vor allem bei jüngeren Arbeitskräften, mit einer zunehmenden Personalknappheit zu rechnen. "Sollte es uns nicht gelingen, dem ständig steigenden Personalbedarf gerecht zu werden, wird dem Tourismusweltmeister Österreich früher als später die Mannschaft zu klein werden," weist Tourismussprecher Hans Schenner auf den Arbeitskräfteengpass im Tourismus hin.

Im Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche (29. bis 31.8.), die unter dem provokativen Titel "Nie wieder Vollbeschäftigung? -Perspektiven 2020" stehen, setzt die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in ihrem Arbeitskreis am Donnerstag, 30.8. (Beginn 15h), bewusst einen interessanten Kontrapunkt: Nicht die Furcht vor Arbeitslosigkeit, sondern, im Gegenteil, die Besorgnis vor Personalengpässen steht im Vordergrund der Diskussion.

Ältere Arbeitnehmer gewinnen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung immer mehr an Bedeutung, ebenso wie die Instrumente der "flexiblen Arbeitszeitgestaltung". Aber können die gesetzlichen Regulative hinsichtlich flexibler Arbeitzeiten der dynamischen Entwicklung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Zukunft überhaupt noch folgen? Wie viel Flexibilität braucht der Unternehmer bzw. wie viel Flexibilität kann den Beschäftigten zugemutet werden? Welche Beschäftigungsformen braucht die Branche bis zum Jahre 2020?

Diese und weitere brisante Fragen zur "touristischen Arbeitswelt" werden von namhaften Experten in einer Gesprächsrunde erörtert. Nach der Eröffnung durch den Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner, und einem Impulsreferat von Prof. Egon Smeral, WIFO, diskutieren AMS-Vorstand Herbert Buchinger, Gastronomie-Sprecher Helmut Hinterleitner, VIDA-Vorsitzender Rudolf Kaske und der Obmann des Fachverbandes der Freizeitbetriebe, Gerhard Span. Die Moderation der Podiumsdiskussion hat die bekannte Tourismus-Journalistin Verena Volgger (Südtirol Panorama) übernommen. (hp)

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