Kaske: Steuerentlastung der ArbeitnehmerInnen nötig

Viele Beschäftigte aus vida-Branchen gehen bei Gewinnbeteiligung leer aus

Wien (TP/OTS) - Skeptisch reagiert der Vorsitzende der
Verkehrs-und Dienstleistungsgewerkschaft vida, Rudolf Kaske, auf die Forderung der ÖVP, steuerliche Anreize für Gewinn- und Mitarbeiterbeteiligungen zu schaffen. Kaske: "Für uns ist die Steuerentlastung aller BezieherInnen kleiner und mittlerer Einkommen vorrangig. Sowohl bei der Gewinnbeteiligung als auch der Mitarbeiterbeteiligung ginge ein großer Teil der Beschäftigten, die unsere Gewerkschaft vertritt, leer aus. Aber auch atypische Beschäftigte, Leiharbeitskräfte und Saisonarbeitskräfte hätten nichts davon."++++

MitarbeiterInnen von Non-Profit-Organisationen, Vereinen, öffentliche Unternehmen und Krankenhäuser sind von der Gewinnbeteiligung im Vorhinein ausgeschlossen. "Das trifft beispielsweise auf die Beschäftigten im Bereich der sozialen Dienste, im Gesundheits- und Betreuungsbereich, die wir vertreten, zu", sagt Kaske. Bei der Mitarbeiterbeteiligung sieht es nicht besser aus, nur bei börsenotierten Aktiengesellschaften sind Mitarbeiterbeteiligungsmodelle leicht umsetzbar. "Faktisch ausgeschlossen sind da Saisonarbeitskräfte, die im Tourismus beispielsweise die Mehrheit ausmachen. Auch Beschäftigte von Unternehmen mit ausgeprägtem gemeinwirtschaftlichem Auftrag, wie die Wiener Linien oder die ÖBB, haben von beiden Modellen nichts", erklärt der vida-Vorsitzende.
Und bei den Austrian Airlines, wo es eine Mitarbeiterbeteiligung gibt, liegt der Aktienkurs weit unter dem - reduzierten - Preis, den die MitarbeiterInnen 1999 für die Aktien zu zahlen hatten.

Kaske abschließend: "Ordentliche Kollektivvertragserhöhungen sind besser als Modelle der Gewinn- und der MitarbeiterInnenbeteiligung. Und wenn Minister Bartenstein meint, die Mitarbeiterbeteiligung solle die "Butter aufs Brot" sein, so antworten wir: Eine Steuerentlastung für alle BezieherInnen kleiner und mittlerer Einkommen ist das "Brot", über das wir zuerst reden müssten. Wenn es darüber eine Einigung gibt, dann können wir darüber reden, was wir denn oben drauf tun wollen."

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