Kann die Alpenrepublik von der Hansestadt lernen?

Wien (TP/OTS) - Unter diesem Motto suchte ein 10-köpfiges Team der con.os tourismus.consulting gmbh im Rahmen einer Fact-Finding-Mission in Hamburg interessante und aufschlussreiche touristische Ansätze für die heimische Freizeitwirtschaft.

In einer intensiven 4-tägigen Fachexkursion besuchte das Team der con.os tourismus.consulting gmbh eine der sich am dynamischsten entwickelnden Tourismusstädte im deutschen Sprachraum - Hamburg. In Einzelgesprächen mit Unternehmern und touristischen Verantwortlichen sowie ausgedehnten Führungen mit Blick hinter die Kulissen wurden dabei die dortigen Trends und Entwicklungen in der Hotellerie, Gastronomie, touristischen Infrastruktur und Attraktionen sowie der Regional- und Stadtentwicklung unter die Lupe genommen. Einige der spannendsten Erkenntnisse und Eindrücke aus den einzelnen Bereichen sind nachfolgend kurz zusammengefasst:

Hotellerie - Authentisches Design bei Jung und Alt

Das dynamische Wachstum der touristischen Nachfrage in der Hansestadt, aber auch die parallel dazu steigende Anzahl an neuen aufenthaltstouristischen Anbietern lässt auch in Hamburg den Druck nach einer eigenständigen Profilierung der Betriebe spürbar werden. Design und Trend ist zwar auch hier als Profilierungsansatz oftmals erkennbar - immer öfter jedoch mit einer äußerst authentischen und originellen Herkunft. So wurden beispielsweise beim "Gastwerk" -einem 4-Stern-Top-Hotel - die historische Backsteinstruktur sowie die mittlerweile funktionslosen Maschinen und Geräte als Kulisse und Rahmen für ein modernes Design Hotel verwendet, dessen historische Wurzeln man auf Schritt und Tritt spürt.

Aber auch im "Le Royal Méridien", ein Haus das sich als Kunsthotel bezeichnet, finden sich nicht irgendwelche Bilder und Objekte sondern Kunstwerke einer etablierten Hamburger Innenstadtgalerie. Und nicht zuletzt im traditionsreichsten Haus am Platz - dem "Atlantic Kampinski" - zieren in den meisten öffentlichen Bereichen die Bilder des Popstars Udo Lindenberg, der sich im Hotel als Dauergast eingemietet hat, die Wände. Wie man sehen konnte langt es eben nicht mehr nur modern und trendig zu sein. Um interessant zu werden und sich von den Mitbewerbern abzugrenzen ist es auch wichtig eine möglichst authentische und interessante Geschichte erzählen zu können.

Wintertourismus - Effiziente Prozesse und professionelles Packaging

Kaum zu glauben, dass wir in den Alpen zum Wintersport tatsächlich noch etwas von den norddeutschen Flachländern lernen können. Aber die Effizienz und Einfachheit des Prozederes in den neuen Skihallen, wie zum Beispiel dem "Snowfunpark Wittenburg", räumt viele Bedenken und Hindernisse auf dem Weg zum ersten Kontakt mit dem Schnee überzeugend beiseite. In einfachster Form werden einem beim Eingang die "vier Schritte auf die Brettln" erklärt und nur wenige Minuten später findet sich der Alpin-Novize bei der Bergstation des 4er-Sessellifts. Nach den sportlichen Anstrengungen eine Pause gefällig? Bei jeder Pause in einer der urigen und gemütlichen Hütten und Bars werden einem dezent aber trotzdem unübersehbar attraktive Pakete und Angebote - vom bodenständigen Jausenpackage über Familienskitage inklusive Kinderbetreuung bis hin zum Wochenendpaket inklusive Skipass, Kletterpark und Go-Kart-Rennen - angeboten. Fazit, wer da nicht Lust bekommt einen weiteren Besuch zu starten ist Marketing resistent.

Ausflugsziele - Wartezeiten-Management

Zwar sind Wartezeiten aus Sicht des Betreibers ein Zeichen für Erfolg, aus Sicht der Kunden jedoch oftmals eine ärgerliche Nebenerscheinung. Die Kundenorientierung der Hamburger Einrichtungen wie zum Beispiel der "Eisenbahn-Miniaturwelt" oder des "Hamburg Dungeons" sind diesbezüglich Musterbeispiele der Kundenorientierung. In der "Eisenbahn-Miniaturwelt" - übrigens Europas größte dieser Art - wird über eine sehr simple, manuell betreute Übersichtstafel dem Gast nicht nur erklärt, wie lange er aktuell warten muss, sondern auch zu welcher Uhrzeit er an diesem Tag mit keinen bzw. den kürzesten Wartezeiten rechnen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch direkt vor Ort für fixe Zeiten einen Eintritt kaufen und sich zur angegebenen Zeit ohne Wartezeiten in die "Eisenbahn-Miniaturwelt" stürzen und Deutschland, Skandinavien oder die USA näher entdecken. Im "Hamburg Dungeon" wiederum verkürzen professionelle Schauspieler bzw. Charaktere - aus der in dieser Form einmalig gemachten Reise durch die dunkle Geschichte der Stadt - die Wartezeiten.

Stadt- und Regionalentwicklung - Identität durch Landmarks und Freizeitqualität

Das größte europäische Stadtentwicklungs-Projekt in der Hamburger Speicherstadt ist zweifellos von einer unglaublichen Dimension. Beeindruckend aber auch die Konzeption, mit der bereits in einer sehr frühen Planungs- und Entwicklungsphase versucht wird sowohl für künftige Bewohner und Unternehmen als auch für Besucher und Touristen diesen Stadtteil attraktiv zu positionieren. Die Vorfreude und Neugier auf geplante architektonische Attraktionen wie die "Elbphilharmonie" oder das "Science Center" und Freizeit- und Vergnügungsangebote wie den Yachthafen, die Aussichts- und Gastronomieterrasse auf die Elbphilharmonie, etc. ziehen schon heute die Einheimischen und Besucherströme in die Hafenstadt-Baustelle und lassen mit großer Spannung die weiteren zukünftigen Entwicklungen erwarten.

Dieser kurze Auszug aus den Eindrücken der dynamischen Entwicklung von Hamburg zeigt, dass man oft gerade von jenen am meisten lernen kann, von denen man es am wenigsten vermuten würde. In diesem Sinne kann jedem aufmerksamen österreichischen Touristiker nur eines empfohlen werden: "Behalten Sie Hamburg im Auge!"

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