AutomatenWelten: 24. Oktober 2007 - 2.März 2008 im Zeughaus, Zeughausgasse, Innsbruck

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr zu sehen. http://www.tiroler-landesmuseen.at

Innsbruck (TP/OTS) - AUTOMATENWELTEN - die Ausstellung

Die Schau beschäftigt sich einerseits mit der historischen Entwicklung der Automaten und präsentiert ihre Vielfalt, stellt sie aber andererseits auch in einen kultur- und sozialgeschichtlichen Kontext. Damit ist eine Anknüpfung an die in den vergangenen Jahren im Zeughaus gezeigten Ausstellungen zur Alltagskultur gegeben. Spielautomaten, Geldautomaten, Kaffeeautomaten etc. gehören heute zum Alltag. Die Ursprünge der Automaten, d. h. "sich selbst bewegender" Maschinen, gehen bis in die Antike zurück, wo bereits erste Münzautomaten nachweisbar sind. Auch mittelalterliche Räderuhren, die als Zeitmesser "automatisch" und regelmäßig laufen, zählen schon zu sich selbst bewegenden Apparaten. In der frühen Neuzeit spielen Puppen, die sich durch eingebaute Mechanismen selbst bewegen können, eine wichtige Rolle in den Kunst- und Wunderkammern der Fürstenhöfe. Später dienen Wandertheater mit solchen Puppen der
Unterhaltung. Um 1900 entstehen Warenautomaten, die als Verkaufsstellen fungieren. In der Freizeit vergnügt man sich immer mehr mit Geschicklichkeits- und Glücksspielgeräten. Ab den 50er-Jahren erobern Automaten schließlich alle Bereiche des Lebens.

AUTOMATENWELTEN - ein historischer Abriss

Spielautomaten, Geldautomaten, Zigarettenautomaten, Kaffeeautomaten und viele andere gehören heute zu unserem Alltag. Erste Automaten, also "sich selbst bewegende" Maschinen, werden bereits in der Antike hergestellt, wo zum Beispiel Münzautomaten nachweisbar sind. So beschreibt Heron von Alexandria, vermutlich im 1. Jahrhundert nach Christus, ein Gerät, das nach Einwurf eines Geldstücks Weihwasser ausgibt. Es ist als Nachbau in der Ausstellung zu sehen. Auch bei den mittelalterlichen Räderuhren, die als Zeitmesser über einen längeren Zeitraum selbsttätig und regelmäßig laufen, handelt es sich um sich selbst bewegende Apparate. Glockenspiele bei Turmuhren bereiten neben ihrem praktischen Nutzen auch akustisches Vergnügen.

In der frühen Neuzeit spielen Puppen, die sich durch eingebaute Mechanismen selbst bewegen können, eine wichtige Rolle in den Kunst-und Wunderkammern der Fürstenhöfe. Kostbare Tischautomaten und Automatenuhren in verschiedenartigen Erscheinungsformen, von hervorragenden Uhrmachern, Gold- und Silberschmieden angefertigt, sollen die Gäste erfreuen.

Später dienen Wandertheater mit Automaten-Puppen der Unterhaltung und Erbauung. So konstruiert etwa der aus Wenns stammende Tiroler Christian Josef Tschuggmall Anfang des 19. Jahrhunderts ein "Mechanisches Kunsttheater", mit welchem er in ganz Europa, unter anderem an den Fürstenhöfen, auftritt.

Die Münzautomaten, die um 1900 zum Warenverkauf aufgestellt werden, dienen auch der Bewerbung der neuen Markenprodukte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entstehen solche Verkaufsautomaten für alle Bereiche des täglichen Lebens. Ihre Form und Mechanik bleiben unverändert, lediglich die optische Gestaltung passt sich dem jeweils aktuellen Design der Firmen an.

In der Freizeit vergnügt man sich etwa mit Geschicklichkeits- und Glücksspielgeräten. So werden "Flipper" in den 1930er-Jahren in Form von Nadelspielen ("pinballs") in Geschäften und Lokalen aufgestellt und entwickeln sich bald zu beliebten Unterhaltungsautomaten. "Musikautomaten" oder "mechanische Musikinstrumente", die gespeicherte Melodien mittels einer Vorrichtung "lesen" und in Töne umsetzen können, sind bereits im 19. Jahrhundert weit verbreitet. Die Schau beschäftigt sich einerseits mit der historischen Entwicklung der Automaten und präsentiert ihre Vielfalt, stellt sie aber andererseits auch in einen kultur- und sozialgeschichtlichen Kontext. Damit ist eine Anknüpfung an die in den vergangenen Jahren im Zeughaus gezeigten Ausstellungen zur Alltagskultur gegeben.

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