ÖHV: Erfolg der Destination Wien langfristig sichern

Fehlende dritte Piste nicht zur Achillesferse machen

Wien (TP/OTS) - Die rasche Abfolge an Nächtigungsrekorden, das überdurchschnittliche Passagierwachstum am Vienna International Airport, die Erfolge des Vienna Convention Bureau und die stärkere Anbindung von Low-Cost-Carriern stärken die Spitzenposition der Destination Wien. Als Achillesferse für die weitere Entwicklung könnte sich das Fehlen der lange geforderten dritten Piste herausstellen.

"Es wird vielleicht gar nicht bis 2010 dauern, bis Wien die Zehn-Millionen-Gäste-Grenze erreicht. Der momentane Run auf die Destination Wien ist unvergleichlich", freut sich Michaela Reitterer, Wiener Landesvorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Sie sieht ein ganzes Bündel an Ursachen dafür: "Diese Rekorde sind das Ergebnis einer langjährigen Kooperation professioneller Partner auf höchstem Niveau", bedankt sich Reitterer für das Engagement im WienTourismus, im Vienna International Airport, bei den Carriern, dem Vienna Convention Bureau, in der Stadt Wien sowie bei allen anderen beteiligten. Sie alle hätten einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, dass die Zahl der Nächtigungen in Wien allein von 2001 bis 2006 um 22 Prozent gestiegen sei.

Der Dreh- und Angelpunkt: Vienna International Airport

Nicht zuletzt sei das Nächtigungswachstum der vergangenen Jahre auf die hervorragenden Leistungen im Vienna International Airport zurückzuführen: Monat für Monat werden von dort steigende Abfertigungszahlen, zuletzt immer um die 10 Prozent, gemeldet. Die Prognose für das Gesamtpassagieraufkommen 2007 war erst unlängst von + 5,0 % auf + 8,0 % revidiert worden. Der Vienna International Airport wurde zum pünktlichsten Hub und zum Flughafen mit dem besten Handling weltweit gekürt. Vor diesem Hintergrund fordert die ÖHV-Landesvorsitzende, beim Bau der lange geforderten dritten Landebahn endlich die weiteren Schritte zu setzen.

Dritte Piste notwendig

Reitterer warnt davor, den exzellenten Ruf des Flughafens und damit auch der Destination in Mitleidenschaft zu ziehen: "Wien hat das Glück, eine der interessantesten und erfolgreichsten Destinationen der Welt zu sein. Die dritte Piste nicht zu realisieren, wird die weitere Zunahme des weltweiten Flugverkehrs zum prognostizierte 20 % bis 2015 nicht aufhalten. Das führt lediglich dazu, dass die Flugzeuge über unseren Köpfen in Warteschleifen kreisen oder anderswo landen und die Nächtigungszahlen dort steigen statt bei uns. Mit Umweltschutz hat das nichts zu tun", so Reitterer. Dass der Flughafen schon jetzt zu Spitzenzeiten an seine Kapazitätsgrenzen stoße, sei bekannt. "Und das kann zumindest ungemütlich werden", warnt Reitterer vor gefährlichen Engpässen.

Jobmotor Hotellerie auf Hochtouren

"Unsere Gäste können in den kommenden Jahren einen Zuwachs von über 9.000 Hotelbetten erwarten - Betten, die auch mit Gästen gefüllt werden wollen. Um die Auslastung und damit auch die Arbeitsplätze halten zu können, benötigt die Hotellerie 12 Mio. Nächtigungen pro Jahr. Und dieses Ziel werden wir nur erreichen können, wenn die Anreise dieser Gäste gesichert ist", erinnert Reitterer daran, dass die Hotellerie 0,2 Arbeitsplätze je Hotelbett direkt sichert und indirekt einen weiteren Arbeitsplatz je belegtes Bett.

Fliegen heißt umweltschonend Reisen

"Tourismus ist untrennbar mit Verkehr verbunden: Urlaub heißt nun einmal wegfahren und entspannen - und das Bedürfnis nach Entspannung einerseits und Horizonterweiterung andererseits wird sich auch durch noch so irrationale Forderungen wie etwa der nach einem Fernreiseverbot nicht verbieten lassen", erklärt Reitterer. Insgesamt betrachtet sei der Tourismus ein Ressourcen schonender Wirtschaftszweig, erinnert Reitterer: "Abgesehen von der Anreise provoziert der Tourismus keine größeren Abgasvolumen - egal, ob Gäste zum Sightseeing in die Innenstadt kommen oder zur Entspannung in die freie Natur. Und gerade diese beiden Urlaubssegmente haben in den vergangenen Jahren einen deutlichen Boom erfahren." Außerdem verweist Reitterer auf die technologischen Errungenschaften der jüngsten Zeit:
"Der Ruf nach mehr Umweltbewusstsein ist hier sehr hilfreich, nicht zuletzt deswegen präsentiert die Industrie ständig weiter Verbesserungen gerade im Treibstoffverbrauch - das Drei-Liter-Auto wird in Kürze Realität sein!" Aktuell bestätige eine Studie des Deutschen Umweltbundesamtes, dass Flugreisen nicht nur günstiger sind als Autofahrten, sondern noch dazu auch umweltfreundlicher: "Der neue Boeing Dreamliner verbraucht pro Passagier drei Liter je 100 Flugkilometer - davon sind wir im Autoverkehr noch weit entfernt", so Reitterer. Realistische Alternative zur touristischen Nutzung wirtschaftlich unterentwickelter Regionen wären lediglich die Etablierung von Industriebetrieben oder die Arbeitslosigkeit: "Die erste Option ist irrealistisch, und die zweite will ich gar nicht kommentieren.

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) vertritt die Interessen über 1.100 führenden Betrieben der Ferien-, Konzern-, und Stadthotellerie (höchster Mitgliederstand seit der Gründung). In Wien hat die ÖHV 162 Mitglieder.

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