Klimawandel am Beispiel der Wintersportregion Schladming

Lokale Fakten statt pauschaler Panikmache

Wien/Schladming (TP/OTS) - Alleine der massive Schneefall der vergangenen Tage lässt die Klimawandel-Diskussion der letzten Wintersaison in Vergessenheit geraten. Aber auch die aktuelle Studie "STRATEGE" der Universität für Bodenkultur mit kompetenten Partnern aus der Seilbahnwirtschaft in der Region Schladming zeigt auf, dass Panikmache und Pauschalurteile nicht angebracht sind.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wintersportregion Schladming und daraus abzuleitende Handlungsstrategien sind die Forschungsschwerpunkte des vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung finanzierten proVision-Projektes "STRATEGE". Seit November 2005 erarbeitet Univ. Prof. Dr. Ulrike Pröbstl von der Universität für Bodenkultur gemeinsam mit einem interdisziplinären Forschungsteam und Partnern aus der Seilbahnwirtschaft (Planai-Hochwurzen-Bahnen Schladming, Fachverband der Seilbahnen) Klimamodelle, Regionalanalysen und Marktuntersuchungen für die Region Schladming.

Schneehöhe ist unabhängig von Seehöhe

Pröbstl kritisiert vor allem pauschale Urteile: "Niedrig gelegenen Skigebieten wurde in der Klimadiskussion verbal bereits das "Aus" erklärt - dabei wurden aber lokale Fakten, wie das Kleinklima, Relief und Exposition nicht betrachtet. So sind in Schladming die Voraussetzungen für die Beschneiung durch den engen Talraum in tiefen Lagen oft besser als über 1000 m Höhe." Das Temperatur-Szenario für den Raum Schladming zeigt auf, dass bis 2030 Zeit besteht, um Anpassungen der touristischen Strukturen und Angebote vorzunehmen. "Wenn die Beschneiungstechnologie noch weiter verbessert wird und schon bei - 1 Grad Celsius effizient beschneit werden kann, könnte in Zukunft sogar mehr Schnee produziert werden als bisher," so Pröbstl.

Klimawandel - nichts Neues für die Seilbahnwirtschaft

Die österreichische Seilbahnwirtschaft beschäftigt sich schon lange mit dem Thema Klimawandel, es gab seit jeher natürlich klimatische Schwankungen, schneereiche und schneearme Winter. "Unsere Branche setzt sich seit Jahren damit auseinander und hat bereits in den frühen Achtzigern nicht nur reagiert, sondern auch agiert und in Beschneiung, Zusatzangebote und Komfort investiert," betont Wolf, Geschäftsführer des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs. Von den rund 523 Mio. Euro Investitionen für die aktuelle Saison 2007/2008 entfielen alleine 127. Mio. Euro auf die Beschneiung. "Fakt ist, dass 70 % der österreichischen Wintersportler wegen dem Skifahren kommen," sagt Wolf. "93 % des Branchenumsatzes werden im Winter erzielt. Rein ökonomisch betrachtet gibt es aus unserer Sicht mittelfristig keine Alternative zum alpinen Wintersport."

Recourssenschonendes Schneemanagement

Zum Thema Beschneiung führt Albert Baier, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen, aus, "dass es nicht nur mehr um die Beschneiung an sich geht, sondern um recourssenschonendes Schneemanagement. Das beginnt schon beim Pistenbau, bei der Pistenbegrünung und endet bei der Automatisierung der Schneeanlage." Baier weiter: "Wir sehen die Diskussion um den Klimawandel als Chance und nicht als Belastung. Sie ist ein Anreiz, das touristische Produkt kreativ weiterzuentwickeln. Schade, dass nur die schrillsten Propheten, die jetzt erst die Veränderungen erkennen, von Politik und Medien besonders gehört und beachtet werden. Diese schaden dem Thema mehr, als sie nützen."

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TPT0012 2007-11-14/15:29

141529 Nov 07

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