Optimismus für die Wintersaison - Schenner: "Alles im weißen Bereich"

Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent erwartet - Neue Rekorde im touristischen Arbeitsmarkt - Image-Aufwertung für die Stubenmädchen - Kritik an der Barbewegungsverordnung

Wien (TP/OTS) - Nach der erfolgreichen Sommersaison (Zuwächse bei Nächtigungen, Ankünften, Umsätzen und Beschäftigung) beginnt dank der frühen Schneefälle auch die Wintersaison vielversprechend. "Alles im weißen Bereich", freute sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Komm.Rat Hans Schenner, am Mittwoch im Gespräch mit Wirtschafspublizisten. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei ein sehr gutes Jahr für den heimischen Wintertourismus zu erwarten. Die Gründe dafür sind neben dem Wintereinbruch die hohen Investitionen der Branche, die jetzt ihre Früchte tragen, sowie der frühe Ostertermin, was kostenseitig zu einer "sehr kompakten Saison" führen dürfte.

Viele Hotels, insbesondere jene der gehobenen Kategorien, investierten in höhere Qualität und neue Angebotsbereiche. Auch die Seilbahnen bauten die Beschneiungsanlagen und andere Infrastruktureinrichtungen massiv aus, wodurch das Publikum zusätzliches Vertrauen in die Schneesicherheit bekommt, was sich wiederum positiv auf die Buchungslage auswirkt, berichtete Schenner. Für den kommenden Winter rechne er mit einem Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent.

Mit 188.247 Personen im Gastgewerbe wurde im Juli 07 ein neuer Beschäftigungsrekord erzielt. Seit Juli 2005 wurden knapp 12.000 Arbeitsplätze geschaffen, seit dem Jahr 2000 sogar mehr als 19.000. Dies unterstreicht, so Schenner, die Rolle des Tourismus als verlässlicher Jobmotor: "Der touristische Arbeitsmarkt wächst mehr als doppelt so stark wie die gesamte Wirtschaft."

Da der saisonale Mehrbedarf nicht allein durch Inländer abgedeckt werden kann, ist die Branche weiterhin auch auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Mit insgesamt 7.855 Plätzen ist heuer die Zahl der Saisonniers konstant geblieben, die Branchenwünsche wurden im wesentlichen erfüllt, zeigte sich Schenner zufrieden. Die Höhe künftiger Kontingente werde stark von der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in den Nachbarländern abhängen.

Beonders erfreulich, so Schenner weiter, ist die Situation bei den Lehrberufen. In den vergangenen zehn Jahren erhöhte sich die Gesamtzahl der Tourismuslehrlinge um 2.685 (plus 22 Prozent). Mit neu geschaffenen Lehrberufen - vom "Fitnessbetreuer" bis zum "Systemgastronom" - wird den neuen Trends und Bedürfnissen der Freizeitgesellschaft Rechnung getragen. Anschaulich zeigt dies auch der von der Bundessparte und den Fachverbänden Gastronomie und Hotellerie eingesetzte Lehrlingsfilm "Karriere mal Acht", der deutlich macht, wie breit und abwechslungsreich das Betätigungsfeld in acht Lehrberufen dieser Branche ist.

Wie Schenner weiters berichtete, plant die Bundessparte eine Qualifizierungsoffensive für Stubenmädchen ("Housekeeping"). Als weiterer Schritt ist an die Einführung eines zweijährigen Lehrberufs (Housekeeping-Management im Hotel) mit entsprechender Imagekampagne gedacht.

Wenig Freude hat die Branche mit der neuen "Barbewegungsverordnung". Ab kommendem Jahr müssen demnach alle Bareinnahmen dauerhaft elektronisch gespeichert werden, was es notwendig macht, rund 30.000 bestehende Kassen elektronisch aufzurüsten. Die Kosten dafür betragen pro Kassa zwischen 3.000 und 10.000 Euro. "In Summe wird damit den Betrieben ein Betrag von mindesten 90 Millionen Euro entzogen", ärgert sich Schenner. Noch dazu kommen die genannten Investitionen nicht der österreichischen Wirtschaft zugute, da alle Systemanbieter nur Kassenkomponenten aus dem Ausland verkaufen können. Österreichische Hersteller, die davon direkt profitieren könnten, gibt es nicht. "Wir fordern daher die Aussetzung dieser Schikane oder zumindest entsprechende Förderungen seitens des Finanzministeriums", deponierte der Sprecher der österreichischen Tourismuswirtschaft.

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