Kettner zur internationalen Kongress-Entwicklung

Kongresse als zeitlich begrenzte und örtlich ausgelagerte Unis

Wien (TP/OTS) - Bei der heute, Donnerstag, vom Austrian Convention Bureau (ACB) anlässlich der Verleihung des Austrian Congress Award abgehalten Pressekonferenz entwarf Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner ein positives Zukunfts-Szenario für die Kongressstadt Wien:
Die international hoch geschätzte Professionalität des Vienna Convention Bureau im WienTourismus und die langjährige enge Kooperation mit Wissenschaftsinstitutionen sind eine hervorragende Basis dafür, Wiens Rang als Top Global Player im Kongressgeschäft trotz massiv wachsender Konkurrenz aus Asien auch weiterhin zu erhalten.

Asiens Vormarsch bei den Marktanteilen im internationalen Kongressgeschäft und die Entstehung zahlreicher, modernst ausgestatteter Kongress- und Messezentren in asiatischen Ländern (80 allein in China) war Hauptthema der Pressekonferenz, bei der als Redner auch KR Rudolf Kadanka, Präsident des ACB, Mag. Michel Maier, Direktor der FH Modul, und KR. Dr. Martin Schick, Schick-Hotels, auftraten. Kann dieser Boom Wiens Erfolge als Kongressdestination gefährden? Immerhin rangiert etwa Singapur in den bei internationalen Kongressen maßgeblichen Statistiken der ICCA (International Congress and Convention Association), wo Wien den ersten Platz einnimmt, und der UIA (Union of International Associations), die Wien am 2. Platz führt, bereits an 3. Stelle. Kommt Wien unter Konkurrenzdruck?

"Nicht wirklich", meint Kettner, "denn beide Statistiken sind zwar durchaus als Trendbarometer zu sehen, reflektieren aber nicht den Gesamtmarkt der Tagungsindustrie, weil sie nur internationale Kongresse berücksichtigen und die für Wiens Nächtigungs- und Umsatz-Performance nicht weniger wichtigen nationalen Kongresse und Firmentagungen nicht mitzählen. Uns geht es ja darum, den Beitrag des gesamten Kongresstourismus zu Wiens Nächtigungen und damit zum wirtschaftlichen Erfolg der Stadt laufend zu erhöhen, dabei darf man sich nicht bloß auf ein Segment der Tagungsindustrie beschränken. Selbstverständlich ist aber die Reihung in diesen Statistiken ein starker Image-Faktor, und wir sind sehr stolz darauf, dass Wien da seit Jahrzehnten einen Spitzenplatz einnimmt."

Ab 2012: Kongresszentrum neben Wirtschaftsuni - einzigartiger Wettbewerbsvorteil

Kettner ist auch zuversichtlich, dass Wien seine Top-Positionierung, trotz Asiens starken Engagements im Kongresswesen, behalten wird, und verweist darauf, dass die damit bewirkte Dynamik auch positive Auswirkungen auf Europa bzw. Wien haben kann: Das generelle Interesse asiatischer Wissenschaftler und Vereinigungen, Kongresse zu besuchen bzw. selbst abzuhalten, wird dadurch gesteigert, und damit werden auch bald Destinationen außerhalb Asiens zum Zug kommen.

Wien hat dabei laut Kettner beste Chancen: "Neben der - sich in den Statistiken widerspiegelnden - internationalen Wertschätzung der Effizienz der Wiener Kongressindustrie und Professionalität des Vienna Convention Bureau kommt uns auch folgender Trend zugute:", so der Tourismusdirektor, "Kongresse werden immer stärker als zeitlich begrenzte und örtlich ausgelagerte Universitäten gesehen. Die Zusammenarbeit mit den Wissenschaftsinstitutionen hat in Wiens Kongresswirtschaft eine lange Tradition und ist daher bestens eingespielt. Außerdem können wir ab 2012 noch mit einer einzigartigen Kombination punkten: Durch die Ansiedlung der neuen Wirtschaftsuniversität bei der Messe Wien, wird Wien, soweit wir es überblicken können, zur einzigen Hauptstadt Europas, wo eine der bedeutendsten Universitäten quasi Rückenwand an Rückenwand mit einem Messe- und Kongresszentrum steht. Die daraus resultierenden Synergien sind nicht zu unterschätzen, und das Vienna Convention Bureau wird sie auch entsprechend nützen."

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