Tourismus gegen höhere Mindestgrenze bei "Tax Free"-Einkäufen

Schenner: "Dem Städtetourismus sicher nicht förderlich" - Volles Verständnis für Kritik des Handels - Keine Beschränkungen in Deutschland

Wien (TP/OTS) - Ebenso wie der Handel kritisiert auch die Tourismuswirtschaft die von der Regierung geplante Erhöhung der Untergrenze bei "Tax Free"-Einkäufen. Den Plänen zufolge soll die Grenze zur Erlangung der Mehrwertsteuer-Rückerstattung von 75 auf 175 Euro hinaufgesetzt und damit mehr als verdoppelt werden.

"Für viele unserer Gäste aus Nicht-EU-Ländern ist die Mehrwertsteuerrückerstattung ein Anreiz zum Shopping. Wenn wir das verwässern, leiden nicht nur die Geschäfte, auch dem Image Österreichs als Städtereisen-Destination ist das sicher nicht förderlich", sorgt sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Hans Schenner. Gerade für den zunehmend wichtigen Tagungs- und Kongresstourismus könnte sich die Maßnahme als Bumerang erweisen. Mit 360 Euro sind die Tagesausgaben der Kongresstouristen etwa doppelt so hoch wie die Vergleichswerte aller Besucher.

Schenner verweist in diesem Zusammenhang auf die liberaleren "Tax Free"-Regelungen anderer Länder, mit denen Österreich im touristischen Wettbewerb steht. So kennt man in Deutschland überhaupt keine Untergrenze für Mehrwertsteuerrückerstattungen, was Shopping-interessierten Gästen aus Russland, der Ukraine oder Besuchern aus anderen Nicht-EU-Staaten sicherlich gefallen dürfte.

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