Arbeitsmarktoffensive von ÖHV und Integrationsfonds für Asylberechtigte

Bessere Jobchancen durch Qualifikation zur gefragten Fachkraft

Wien (TP/OTS) - Während in der Hotellerie zahlreiche offene
Stellen nicht besetzt werden können, finden viele Asylberechtigte keinen Arbeitsplatz - obwohl sie Österreichern auf dem Arbeitsmarkt völlig gleichgestellt sind. Eine Richtung weisende Initiative von ÖHV und Integrationsfonds soll allen Beteiligten helfen.

Zahlreiche Unternehmer beklagen einen Mangel an geeigneten Arbeitskräften: "Davon ist auch die Hotellerie betroffen", erklärt Peter Peer, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Gleichzeitig werden in Österreich 3.000 bis 5.000 Asylverfahren pro Jahr positiv abgeschlossen - womit die Antragsteller beim Zutritt auf den Arbeitsmarkt Österreichern völlig gleichgestellt sind. Dennoch haben sie Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Hier setzt die Richtung weisende Zusammenarbeit zwischen der ÖHV und dem Österreichischen Integrationsfonds an: 18 Asylberechtigte werden in einem Kurs zu Etagen-Fachkräften ausgebildet. "Die Teilnehmer wurden von uns sorgfältig ausgewählt: Sie haben kein Problem mit dem Verständnis der deutschen Sprache und starkes Interesse daran, einer geordneten Beschäftigung nachzugehen", erklärt der Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds, Dr. Alexander Janda.

Umfassende Ausbildung

Auf dem von der renommierten Housekeeping-Expertin, Buchautorin und Trainerin Gabriele Perklitsch ausgearbeiteten und vermittelten Schulungsplan stehen effiziente Arbeitsabläufe und die Anwendung unterschiedlicher Reinigungsmethoden genauso wie Reinigungspläne, Checklisten, Arbeitshilfsmittel und Geräte, Etagenoffice, Wäsche-Handling, Hygiene-Vorschriften, der "Wohlfühlfaktor Zimmer" und vieles anderes mehr. "Wir haben sichergestellt, dass die Ausbildung genau den Anforderungen der Hotellerie entspricht", erklärt Peer. Dies sei ebenso Voraussetzung für den Erfolg des Projekts wie die Leistbarkeit des Angebots: "Für die Teilnehmern fallen keine Kosten an", hält Janda fest.

Starkes Interesse der Hotellerie

Der theoretische Teil der Ausbildung fand in den Seminarräumen des Österreichischen Integrationsfonds statt, der praktische im "Erzherzog Rainer", einem Hotel der Schick-Gruppe, die das Projekt unterstützt. Direktor Peter Buocz konnte sich von der Qualität der Schulung überzeugen: "Wir legen besonderen Wert auf Service und Sauberkeit. Die Absolventen der Schulung haben bei uns den besten Eindruck hinterlassen - wir würden sie jederzeit mit Handkuss übernehmen!" Das Training würde die Arbeitsmarktchancen der Teilnehmer stark steigern, betont Peer den sozialen Aspekt der Kooperation: "Bisher hatten sie es auf dem Arbeitsmarkt schwer - mit dieser Ausbildung sind sie gefragte Leute. Damit leistet die ÖHV auch ganz bewusst einen Beitrag dazu, dass die Teilnehmer ihre Pläne für ihre persönliche Zukunft und die ihrer Familie auf neue Beine stellen können", so Peer. Eine aktuelle Mitglieder-Umfrage der ÖHV bestätigt die guten Erfolgschancen: 20 Prozent der Hoteliers suchen Mitarbeiter im Bereich der Etage. Hoteliers, die die Absolventen einstellen wollen, können diese über das Online-Jobportal hogastjob.com kontaktieren.

Aktiver Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen
Marijam Yusupova hat an dem Training teilgenommen und lebt seit ihrer Flucht aus Tschetschenien 2004 in Österreich. Seit ihr Asylverfahren positiv abgeschlossen wurde, lebt sie in einer vom Integrationsfonds zugewiesenen Wohnung in Wien und besucht einen Kurs zur Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse. "Mit dem Kurs konnte ich meine Chance auf einen dauerhaften Arbeitsplatz stark verbessern", erklärt Yusupova, die damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur besseren Integration leisten wollte. Janda bestätigt, dass dem Interesse der Asylberechtigten zufolge mehr Plätze hätten vergeben werden können. "Auch wenn die Integration von Asylberechtigten am Arbeitsmarkt nicht immer einfach ist: Damit schaffen der Österreichische Integrationsfonds und die ÖHV eine Möglichkeit, von der sowohl Unternehmen, die Mitarbeiter suchen, als auch unsere Klienten profitieren. Denn Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und fehlende Qualifikation oder die Nicht-Anerkennung der Ausbildung aus dem Heimatland führen dazu, dass sie oft nur schwer einen Arbeitsplatz finden", erklärt Janda.

Fortsetzung folgt

Aufgrund der hohen Nachfrage der Hotellerie nach Mitarbeitern jeglichen Qualifikationsniveaus hat die ÖHV erreicht, dass die für 2011 angesetzte Öffnung des Arbeitsmarktes vorgezogen wurde. Die Fachkräfteverordnung (zurzeit in Begutachtung) wird prinzipiell begrüßt, wenn auch die zwingend vorgesehene Einzelbewilligung als zu bürokratisch abgelehnt wird. Um den hohen Arbeitskräftebedarf decken zu können, seien weitere Schritte notwendig: "Die Hotellerie braucht auch Hilfskräfte. Die Kooperation zwischen ÖHV und Integrationsfonds setzt genau hier an", so Peer. Im Jahresdurchschnitt konnten im Vorjahr alleine in der Hotellerie beinahe 5.000 offene Stellen nicht besetzt werden. "Wir können vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass die Absolventen dieses Trainings einen Arbeitsplatz finden und wir können uns aus momentaner Sicht durchaus auch vorstellen, dass wir die Kooperation weiterführen und Kurse in anderen Arbeitsbereichen wie etwa der Küche anbieten", erklären Peer und Janda. Dort, so das Ergebnis der ÖHV-Mitgliederbefragung, ist die Nachfrage der Hoteliers nach Arbeitskräften noch höher.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 führenden Betrieben der Ferien-, Konzern-, und Stadthotellerie (höchster Mitgliederstand seit der Gründung).

Der Österreichische Integrationsfonds unterstützt an sechs Standorten in ganz Österreich Asylberechtigte und Migrant/innen bei ihrer sprachlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration in Österreich.

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