ÖHV: Zimmerpreise bleiben stabil

Überdurchschnittlicher Kostenanstieg bei Energie, Mitarbeitern und Wareneinsatz wird nicht an Gäste weitergegeben

Wien (TP/OTS) - Eine durchwachsene Saison steht der Hotellerie bevor: Starke Preissteigerungen dürften die Buchungserfolge zunichte machen, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Österreichischen Hoteliervereinigung.

Erfreulich fiel das Ergebnis einer Umfrage unter den Mitgliedern der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) aus: Fast zwei Drittel der Hoteliers erwarten mehr Nächtigungen als im Vorjahr. Für Jubelmeldungen, so ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn, sei es aber zu früh: "Der Ausblick ist erfreulich, Bilanz wird aber erst nach Saisonende gezogen, denn die Zimmerpreise werden mit den laufenden Betriebskosten nicht Schritt halten können: Die Hoteliers wollen nämlich den bevorstehenden Anstieg beim Aufwand nicht an ihre Gäste weitergeben", so Reisenzahn.

Zimmerpreise bleiben stabil

Nach der schneearmen Vorsaison seien die Hoteliers mit ihren Erwartungen in Sachen Preisdurchsetzung vorsichtig: Die klare Mehrheit der Hoteliers sieht keinen Spielraum für Preiserhöhungen, 60 % belassen ihre Zimmerpreise auf Vorjahresniveau: "In vielen Fällen ist da nicht einmal Platz für eine Inflationsanpassung. 40 Prozent sehen zumindest eine bessere Ausgangslage, was die Preisdurchsetzung angeht", so Reisenzahn. Die Reiseveranstalter hätten ihre Kontingente heuer zu denselben Konditionen eingekauft wie im vergangenen Winter. Die Steigerungen beim Aufwand müsse in diesen Fällen der Hotelier tragen - und diese fallen, so ein weiteres Ergebnis der Befragung, heuer überdurchschnittlich aus.

Branche erwartet starke Steigerungen bei Betriebskosten

Bei den Kosten für Wareneinsatz und Speisen dürfte der Anstieg im Bereich von 3 % oder darüber liegen, so der einhellige Tenor der Branche. Mehr als drei Viertel der Hoteliers rechnen auch mit steigenden Mitarbeiterkosten: Jeder dritte davon erwartet eine Zunahme um über 3 %. Die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge trage dazu genauso bei wie der spürbare Fachkräftemangel in Kombination mit der guten Buchungslage, was steigende Überstunden zur Folge haben wird. "Der Fachkräfte-Verordnung zufolge können Mitarbeiter aus den neuen EU-Mitgliedstaaten ab Beginn nächsten Jahres angestellt werden. Für die erste Saisonhälfte ist das zu spät", erklärt Reisenzahn, der zudem die Beschränkung auf Gaststättenköche als praxisfremd kritisiert: "Die Hoteliers brauchen auch Mitarbeiter im Service und ungeschultes Personal. Diese Stellen sind noch schwerer zu besetzen sind als in den vergangenen Jahren." Nicht zuletzt deshalb habe die ÖHV hier das Heft in die Hand genommen und in Kooperation mit dem Integrationsfonds eine Ausbildungsoffensive für Asylberechtigte gestartet.

Chaos bei Fachkräften befürchtet

Darüber hinaus werden Anlaufschwierigkeiten bei der Akquisition von Mitarbeitern aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten befürchtet: "In einem Monat sollen die ersten Mitarbeiter aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten in unseren Betrieben arbeiten. Aber bis heute weiß kein Hotelier, welchen Kriterien ein Gaststättenkoch aus diesen Ländern entsprechen muss, um Zutritt zum österreichischen Arbeitsmarkt zu bekommen, geschweige denn, wie er zu diesen Arbeitskräften kommt. Hier herrscht Aufklärungsbedarf", so Reisenzahn. Zudem würden die Hoteliers dringend Mitarbeiter im Service suchen: Jeder dritte Hotelier braucht personelle Verstärkung in diesem Bereich, Fachkräfte genauso wie Hilfskräfte.

Immenser Anstieg bei Energiekosten

Den höchsten Kostenanstieg erwartet die Branche bei den Energiekosten: "hier wird ein Anstieg von etwa 5 % erwartet - und das, obwohl der Energieaufwand laut Österreichischer Hotel- und Tourismusbank seit dem Jahr 2000 für Vier- bzw. Fünf-Sterne-Hotels bereits um 15 %, für Drei-Sterne-Häuser sogar um 25 % gestiegen ist. Da geht jede weitere Preissteigerung ins Eingemachte", so Reisenzahn. Nicht zuletzt deshalb nimmt sich der ÖHV-Hotelierkongress von 14. bis 16. Jänner in Innsbruck dieser Thematik an.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 führenden Betrieben der Ferien-, Konzern-, und Stadthotellerie (höchster Mitgliederstand seit der Gründung). Die ÖHV will den Tourismusstandort Österreich stärken.

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