ÖHV: Mehr Rückenwind für Hotellerie

Tourismusexperte Prof. Dr. Haber: ÖHV-Forderungen umsetzen!

Wien (TP/OTS) - Der wirtschaftliche Stellenwert der österreichischen Hotellerie ist enorm. Umso wichtiger sind optimale Rahmenbedingungen, so die ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn.

"12.270 Betriebe, 90.801 Mitarbeiter und 2,9 Mrd. Euro direkter Wertschöpfung: Der wirtschaftliche Stellenwert der österreichischen Hotellerie ist enorm", erklärt Ao. Univ.-Prof. Dr. Gottfried Haber, Wirtschafts- und Tourismusexperte der Universität Klagenfurt bei der Präsentation des Positionspapiers der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Bemerkenswert seien die gesamtwirtschaftlichen Effekte, so Haber: "Jeder Beschäftigte in der Hotellerie schafft zwei weitere Arbeitsplätze in Österreich. Der Wertschöpfungseffekt pro Betrieb beträgt 310.799 Euro: Damit belegt die Hotellerie Platz drei in der österreichischen Wertschöpfungsrangliste."

ÖHV-Forderung: Mehr Budget für die ÖW

Jeder Euro, der in dieser Schlüsselbranche erwirtschaftet wird, zieht einen Wertschöpfungseffekt von 2,41 Euro nach sich, so die Analyse des METIS Instituts für ökonomische und politische Forschung. Umso wichtiger sind optimale Rahmenbedingungen für die Hotellerie. Die Erhöhung des ÖW-Budgets um 10 Mio. Euro pro Jahr ist aber immer noch nicht beschlossen - obwohl sich alle Parteien dafür ausgesprochen haben. Das muss noch heuer passieren, erinnern die ÖHV-Präsidenten rechtzeitig vor der politischen Sommerpause. "Wir sollten die gute Stimmung und die professionelle Arbeit im Tourismusausschuss nützen und über die Parteigrenzen hinweg eine Lösung finden", so Peer.

ÖHV-Erfolg: Erste Schritte zur Harmonisierung des Werbeauftritts

Besser funktioniere die Umsetzung der Österreichischen Tourismusstrategie, die die ÖHV im Vorjahr gefordert hatte: Binnen Jahresfrist gaben die ÖW und die Landestourismusorganisationen bekannt, ihren Auftritt auf den wichtigsten Herkunfts- und Hoffnungsmärkten zu harmonisieren: "Das ist effizienter Mitteleinsatz, wie wir ihn uns wünschen! Wer jetzt noch die Erhöhung des ÖW-Budgets blockiert, tut dies auf dem Rücken der Tourismusbetriebe und ihrer Mitarbeiter", so Schellhorn.

ÖHV warnt vor akutem Fachkräftemangel

Ein weiterer Schwerpunkt der ÖHV ist der Arbeitsmarkt: Die ÖHV engagiert sich seit Jahrzehnten intensiv auf dem Gebiet. Gemeinsam mit der Gewerkschaft wurden bei der Ausbildung und bei den Mindestlöhnen Standards geschaffen, von denen sich andere noch viel abschauen können. "Der Mitarbeiterbedarf wird weiter steigen. Um den decken zu können, müssen wir neue Wege beschreiten. Die ÖHV hat daher eine internationale Anwerbeoffensive für Köche gestartet. Denn wir brauchen Köche - sonst stehen unsere Gäste ohne Essen da", erklärt Schellhorn.

Rechtzeitig Fachkräfte für Hotellerie ermöglichen

Zu überdenken sei jedoch der Zeitpunkt, zu dem die für 2009 angekündigte Ausweitung der Fachkräfteverordnung in Kraft treten soll: "Der Jahresbeginn ist ungünstig, der liegt mitten in der Saison. Die Hoteliers müssen ihre Mitarbeiter schon früher anstellen, da braucht es eine Ausnahme. Dieser Beruf müsste ja schon längst auf der Liste der Mangelberufe stehen: Kellner sind dringend gesuchte Fachkräfte!"

Für jeden Fußball-Fan ein Zimmer: ÖHV-Werbeoffensive für Host Cities

Erstmals präsentierten Peer und Schellhorn die Ergebnisse einer Umfrage in der Wiener Hotellerie zur EM: Fast 90 % bemerken im Juni Rückgänge bei Kongress-, Business- und Stammgästen: "Freilich: Den Hoteliers, deren Zimmer mit Fußball-Fans belegt sind, macht das nichts aus. Aber andere haben noch freie Kapazitäten. Das muss kommuniziert werden! Aber wir wissen, dass Public-Viewing-Gäste sehr kurzfristig buchen. Aber dazu müssen sie wissen, dass es noch freie Zimmer gibt. Also sagen wir es ihnen", so Peer. Die ÖHV hat für Fußball-Fans eine Hotline eingerichtet: Unter 0512/ 535 1992 bekommt jeder Fan ein Zimmer nach seinem Geschmack. Über Inserate und eine PR-Offensive werden Fans in den Teilnehmerländern auf die Hotline aufmerksam gemacht.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

Das ÖHV-Positionspapier 2008 und Bildmaterial von der Präsentation finden Sie hier zum Download:
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Rückfragen & Kontakt:

Peter Peer, ÖHV-Präsident (Stadthotellerie)
Novotel, Mercure und Suitehotel Österreich, Wien
Tel.: 01 / 599 01-550

Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident (Ferienhotellerie)
Hotel "Der Seehof", Goldegg
Tel.: 06415 / 8137
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