Kaske: Steuerfreiheit der Trinkgelder muss erhalten bleiben

Besteuerung wäre Schlag ins Gesicht der kleinen ArbeitnehmerInnen

Wien (TP/OTS) - Auch nach der heutigen öffentlichen Verhandlung
des Verfassungsgerichtshofs zur Frage, ob die Steuerfreiheit von Trinkgeldern verfassungswidrig sei, hält vida-Vorsitzender Rudolf Kaske an seiner Position fest. "Die Steuerfreiheit der Trinkgelder muss erhalten bleiben. Eine Steuerpflicht für Trinkgelder käme einer "Strafsteuer" für Freundlichkeit gleich", sagt Kaske. Angesichts der Tatsache, dass bei den Schenkungen die Steuerpflicht mit August ausläuft, wäre die Besteuerung der Trinkgelder auch im Gesamtzusammenhang des Steuersystems nicht nachvollziehbar, argumentiert der Gewerkschafter.++++

2005 wurde die Besteuerung von Trinkgeldern auch aufgrund des massiven Einsatzes der Gewerkschaft abgeschafft. "Dabei geht es immer um ortsübliche Trinkgelder, unverhältnismäßig hohe Einnahmen sind ohnedies zu versteuern", so der vida-Vorsitzende. Kaske weiter: "Die Löhne im Gastgewerbe sind alles andere als üppig. Dasselbe gilt für die übrigen Branchen, die von einer etwaigen Aufhebung der Steuerbefreiung der Trinkgelder betroffen wären: FriseurInnen und TaxilenkerInnen sind Niedriglohnberufe", so der vida-Vorsitzende. Viele ArbeitnehmerInnen aus diesen Branchen kämen nur dank des Trinkgeldes über die Runden.

Trinkgelder seien zudem kein klassisches Einkommen, auf das ein Rechtsanspruch bestehe. Vielmehr handle es sich um eine finanzielle Zuwendung des Gastes bzw. der KundInnen für die Freundlichkeit und Dienstleistungsbereitschaft der ArbeitnehmerInnen. Auch von der Einführung von Pauschalierungsregelungen bei der Erfassung von Trinkgeldbezügen hält Kaske nichts. "Wie viel Trinkgeld jemand bekommt, hängt von der Branche und der Position im Betrieb ab, aber auch von der Region und vielen anderen Faktoren. In manchen Betrieben wird das Trinkgeld auf alle MitarbeiterInnen aufgeteilt, in anderen wieder nicht", so Kaske. Und abschließend: "Mit August werden Schenkungen auch von sehr großen Vermögen steuerfrei gestellt. Eine Besteuerung der Trinkgelder wäre angesichts des Auslaufens der Schenkungssteuer ein Schlag ins Gesicht der kleinen ArbeitnehmerInnen."

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