ÖHV: Hotellerie ist kein Preistreiber

Kostensteigerung können nicht an Gäste weitergegeben werden!

Wien (TP/OTS) - Die österreichischen Zimmerpreise liegen international im unteren Drittel.

"Wer die Schuld für die Rekord-Inflation der vergangenen Monate jetzt der Hotellerie zuschieben zu will, lenkt von den wahren Preistreibern ab", hält Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) anlässlich der Aussagen zu den aktuell veröffentlichten Inflationsdaten. "Jeder spürt die steigenden Sprit-, Lebensmittel- und Energiekosten im eigenen Börsel. Dass dafür jetzt wegen einmaliger Spitzenpreise während der EM die Hotellerie herhalten muss, soll wohl von den wahren Preistreibern ablenken! Die Gewichtung der Beherbergungsbetriebe im Verbraucherpreisindex liegt bei gerade einmal 1,3%." Die Zimmer in den Host Cities seien nur an wenigen Spieltagen gut belegt gewesen, dazwischen wären viele Zimmer nicht einmal zu Dumping-Preisen zu vermieten gewesen. In die Berechnung der Inflationsrate sind aber ganz offensichtlich nur vereinzelte Höchstpreise eingeflossen", so Reisenzahn. Selbst in den Host Cities sei die Auslastung zurückgegangen, insgesamt wird mit einem Rückgang von bis zu 20 % im Juni gerechnet. "Wären die Preise tatsächlich so gestiegen, wären mehr Zimmer leer gestanden", so Reisenzahn.

Zu überdenken sei die Gewichtung der Hotellerie bei der Berechnung der Inflationsrate. Gezahlt hätten die Spitzenpreise nämlich in erster Linie ausländische Gäste: "Mit dem für jeden Österreicher spürbaren Inflationsanstieg hat das nicht zu tun", hält Reisenzahn unmissverständlich fest. Die Annahme, dass die Zimmerpreise nach der EM auf einem höheren Niveau bleiben, entbehre jeder Grundlage. Im internationalen Vergleich liege Wien im Jahr 2007 mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 130,- Euro und einer Steigerung von 6 % im Jahresvergleich hotels.com zufolge weit abgeschlagen:
Moskau verzeichnete bei einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 283,- Euro ein Plus von 22 % gegenüber dem Vorjahr, London bei 168,-Euro ein Plus von 15 %, Paris bei 144,- Euro ein Plus von 9 %. Österreichs Hotellerie sei nicht Schuldiger, sondern vielmehr Opfer der Preisanstiege: "Österreichs Hoteliers wollen die Preissteigerungen trotz massiver Belastungen bei Energie, Lebensmittel und Mitarbeitern nicht an die Gäste weitergeben. Vor dem Hintergrund des starken internationalen Wettbewerbsdrucks können sie das gar nicht", hält Reisenzahn fest.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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