ÖHV-Umfrage: 3,1 % mehr Nächtigungen im Sommer

Kostensteigerung setzt Hotels unter Druck

Wien (TP/OTS) - Ein deutliches Nächtigungsplus für den Sommer verspricht die derzeitige Buchungslage, obwohl die steigende Zahl an Spontanurlauben noch nicht eingerechnet ist! Deutlich gestiegen sind allerdings auch die Kosten für die Hoteliers. Ein Ende der Belastungen ist nicht in Sicht, an die Gäste weitergeben wollen die Hoteliers die Kostensteigerungen aber nicht.

Äußerst erfreulich ist das Ergebnis der jüngste Umfrage unter den mittlerweile über 1.100 Mitgliedern der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV): 3,1 Prozent mehr Nächtigungen als im Vorjahr stehen bereits jetzt in den Reservierungsprogrammen der gehobenen Hotellerie. Dazu kommen von Jahr zu Jahr mehr kurzfristige Buchungen, so ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn: "Während ein Urlaub früher mehrere Monate im Voraus gebucht wurde, fällt die Entscheidung heute sehr kurzfristig. In vielen Betrieben machen die Spontanbuchungen schon mehr als die Hälfte der Nächtigungen aus. Das sind die Auswirkungen eines neuen, spontanen Lebens- und Arbeitsstils genauso wie der Restplatzbörsen: Wer später bucht, zahlt oft weniger."

Erfolgreiche Euro-Nachbearbeitung mit koordiniertem Tourismusmarketing

Die genannten Umsatzsteigerungen von bis zu 5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs scheinen durchaus realistisch. Voraussetzung dafür sei die optimale Nachbereitung der Fußball-EM:
"Die zugesagten Sondermittel sind so bestens eingesetzt. Die koordinierte Vorgangsweise von Österreich Werbung und Landestourismusorganisationen wird Früchte tragen", ist Reisenzahn überzeugt, dass mit der Harmonisierung des professionellen Tourismusmarketings der bisherige Erfolgsweg fortgesetzt werden. Dies sei umso wichtiger, als die Preissteigerungen der vergangenen Zeit an den Erträgen des Jobmotors Hotellerie nagen. Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht.

Kostensteigerungen bedrohen Ertragssituation

Die Mindestlöhne stiegen um 3,4 Prozent, die Energiekosten drücken auf die Erträge. Wenn auch der weitere Kurs des Ölpreises schwer zu prognostizieren ist: Die Energiekosten machen in der 4- bzw. 5-Sterne-Hotellerie mittlerweile bis zu 6,5 Prozent der Betriebserlöse aus. "2006 lag dieser Wert noch bei 4 Prozent -dazwischen liegen Welten", so Reisenzahn. Experten gehen von einem weiteren Anstieg sowohl des Öl- als auch des Strom- und Gaspreises aus. Der für Kredite maßgebliche Euribor-Zinssatz stieg in den vergangenen 5 Jahren um über 18 Prozent. Das ließ die Betriebsaufwendungen im Durchschnitt um 0,5 Prozent steigen.

Erfolgsrezept Preis-Leistungs-Verhältnis: Gäste würde bis zu 12 % mehr zahlen

An die Gäste sollen diese Kostensteigerungen, so der Tenor in der Branche, aber nicht weitergegeben werden. Gesucht werden in erster Linie Wege zur Kostensenkung, zu stark ist der internationale Preisdruck. Dabei sei diese Furcht unbegründet, so Reisenzahn: "Einer Umfrage zufolge wären unsere Gäste bereit, für diese hohe Qualität um bis zu 12 Prozent mehr zu zahlen." Die österreichischen Zimmerpreise liegen im internationalen Vergleich im hinteren Drittel. "Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Geheimnis unseres Erfolges", so Reisenzahn.

ÖHV-Tipp: Attraktive Vertriebswege erschließen

Primär suchen Hoteliers Mittel und Wege, ihre Betriebe kostenseitig besser aufzustellen: "Die ÖHV merkt das am steigenden Interesse an günstigen Kreditkartenabrechnungen, an Einsparungen beim Energie-Management oder bei der Energieabgaben-Rückvergütung. Gleichzeitig suchen die Hoteliers nach Möglichkeiten, die Auslastung zu steigern, etwa über den ÖHV-Hotelguide oder die Buchungsplattform www.first-austrian-hotels.com. "Von unseren Erfolgen als Interessenvertretung profitiert der ganze Tourismus. Diese spezielle Service bleibt aber für Mitglieder reserviert", so Reisenzahn.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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Volle Bücher: Die Mehrheit der gehobenen Hotellerie geht von einem deutlichen Nächtigungsplus im Sommer aus. Zusätzliche Spontanbuchungen dürften die Reservierungslisten noch deutlich füllen.

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041259 Jul 08

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