Sommer 2008: Trend zu kurzfristigen Buchungen macht Tourismusbranche nervös

Aktuelle "market"- Untersuchung zur Stimmungslage im Tourismus - Bilanz zur EURO 08 fällt zwiespältig aus - Schenner: Branche durch Steigerung der Vorkosten unter Druck

Wien (TP/OTS) - Nach weitaus überwiegender Zufriedenheit mit einer "tollen Wintersaison" ist die Stimmungslage in der Tourismuswirtschaft rund um die aktuelle Sommersaison zurückhaltend. Knapp die Hälfte der Tourismusbetriebe zeigt sich, was den Sommer 2008 betrifft, vorsichtig bis skeptisch. Rund ein Drittel fürchtet sogar sinkende Umsätze. Dies ergibt eine im Auftrag der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft unter den heimischen Hotel- und Gastronomiebetriebe durchgeführte aktuelle Studie zur Winter- und Sommersaison sowie zur EURO 08. Die Studie wurde heute, Mittwoch, vom Vorstand des beauftragten "market"-Meinungsforschungsinstituts, David Pfarrhofer, gemeinsam mit Spartenobmann Hans Schenner und Sparten-Geschäftsführer Rainer Ribing präsentiert.

Mehrheitlich unzufrieden zeigten sich die knapp 1.700 an der Umfrage beteiligten Hotelbetriebe mit der Buchungslage, die im Umfragezeitraum (8. bis 16. Juli) unter dem Niveau des Sommers 2007 lag. Kritisch äußerten sich bei der Umfrage vor allem die Salzburger und Tiroler Betriebe. Obwohl die Buchungslage besser sein könnte, befindet sich immerhin die Hälfte dieser Betriebe noch immer auf Personalsuche.

Zwiespältig fällt der Untersuchung zufolge die Bilanz zur EURO 08 aus. "Viele Betriebe haben im eigenen Geldbörsel nichts gespürt. Wenn man jedoch über den einzelnen Betrieb hinausblickt, dann war die EURO für das Gesamtland ein voller Erfolg. Vor allem das Image Österreichs als Tourismusland und Veranstalter von Großereignissen hat profitiert", fasst Studienautor Pfarrhofer zusammen.

Sorgen machen der Branche die extremen Verteuerungen der Vorleistungen, wie beispielsweise der Energie- und Transportkosten. "Wir werden diese Verteuerungen sicher nicht voll weitergeben können, was zu Ertragseinbußen bei den Betrieben führt. Die Preise für den kommenden Winter werden marginal um ein bis zwei Prozent angehoben werden. Höhere Steigerungen sind nicht drinnen, da die Leute gegenüber Preissteigerungen extrem empfindlich geworden sind", erklärt Obmann Schenner.

Die Buchungslage, so Schenner weiter, sei sehr kurzfristig geworden. "Das Fehlen der Vorbuchungen macht uns nervös". Am Ende werde es mit der Sommersaison aber schon passen, zeigte sich der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft dann doch optimistisch. Damit sei zu hoffen, dass die Betriebe den auf Rekordniveau liegenden hohen Beschäftigungsstand weiter halten können. Was den Gastronomie-Sektor betrifft, werde man noch über den zur Diskussion stehenden "Anfütterungsparagraphen" reden müssen. Dieser sieht strenge Richtlinien bzw. eine drastische Beschränkung bei Einladungen öffentlich Bediensteter (100 Euro pro Person und Jahr) vor.

Bei der zum zweiten Mal durchgeführten "market"-Onlineumfrage wurden mehr als 20.000 Hotellerie- und Gastronomiebetriebe hinsichtlich ihrer persönlichen Erfahrungen, Zufriedenheit und Erwartungshaltungen befragt. Dabei wurde mit fast 20 Prozent oder 3.615 ausgefüllten Fragebögen ein sensationeller Rücklauf erreicht. Die nächste Onlineumfrage ist für Winter 2008 geplant.

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061325 Aug 08

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