Schwammerllizenz-Unsinn durch Gesetz beenden

Wien (TP/OTS) - 45 Euro im Kärtner Lavanttal, 15 Euro in Salzburg und beim Überschreiten der Grundgrenzen zweier Forstreviere wird gleich wieder abkassiert - solch un-genierte Geschäftemacherei beim Schwammerl-Suchen lehnt Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais entschieden ab. "Wir sind als Naturfreunde-Organisation bereits an die Parlamentsklubs herangetreten, weil wir für eine einheitliche, gesetzliche Regelung in ganz Österreich eintreten. Maßvolles Schwammerl-Suchen bis zu 2 Kilo soll für jede Waldbesucherin und jeden Waldbesucher kostenlos erlaubt sein. Hingegen soll kommerzielles Abgrasen der Schwammerlbestände im großen Stil durch entsprechende Strafen und Kontrollen verhindert werden", so Frais.

Ob eine Regelung gut oder schlecht ist, zeigt sich regelmäßig in ihrer Wirkung auf die Bevölkerung. Allein daran ist erkennbar, wie unsinnig kostenpflichtige Schwammerl-Lizenzen sind: Denn am meisten würden dabei jene Menschen draufzahlen, die am sorgsamsten mit der Natur umgehen. Wenn man auch nur beim Waldspaziergang ein paar Pilze fürs Abendessen sammeln möchte oder wenn die Kinder einige Waldbeeren pflücken, dann müsste auch dafür teuer bezahlt werden. Das bedeutet, dass die selbst gesammelten Schwammerl noch viel teurer kämen, als wenn sie am Wochenmarkt gekauft würden.

"Wir Naturfreunde lehnen Eintrittsgelder in die Natur grundsätzlich ab, weil die freie Natur für alle Menschen da sein muss. Schwammerllizenzen sind nichts anderes als Geschäftemacherei, ohne positive Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht. Denn am meisten unter den teuren Lizenzen würden jene leiden, die am wenigsten sammeln. Wer hingegen dem kommerziellen Schwammerl-Tourismus das Handwerk legen will, der muss gemeinsam mit dem Gesetzgeber eine Lösung suchen und nicht wahllos die Naturbesucher abkassieren. Der von den Naturfreunden eingeschlagene Weg - auf den Bundesgesetzgeber zu-zugehen - kann hierbei als Vorbild dienen", betont der Bundesvorsitzende der Na-turfreunde. Bis 29. August 2008 werden die Antworten der Nationalratsklubs auf das schriftliche Ersuchen der Naturfreunde erwartet.

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