Schenner: Neue Studie belegt überwiegende Arbeitszufriedenheit im Tourismus

Gut besuchte Podiumsdiskussion zum Thema "Wer will im Tourismus arbeiten?" - Tourismus-Obmann kündigt zweiten Arbeitsmarktgipfel am 25. November in Wien an

Alpbach (TP/OTS) - "Der Kampf um den letzten Lehrling hat bereits begonnen. Gefragt ist die Vermittlung eines positiven Images der Tourismusbranche, sonst drohen, infolge Mitarbeitermangels, kürzere Öffnungszeiten, weniger Angebote und letztlich weniger Wertschöpfung im Tourismus. Der verlässliche Wachstumsmotor Tourismus würde ins Stottern kommen", warnte Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, zum Auftakt des diesjährigen Tourismus-Workshops in Alpbach, das dem Thema "Wer will im Tourismus arbeiten?" gewidmet war.

Angesichts der Bedeutung dieser Frage hat die Bundessparte bei der Universität Linz eine Studie über "Bildung und Beschäftigung in der österreichischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2008" in Auftrag gegeben. Ausgewählte Zwischenergebnisse daraus wurden Mittwoch Nachmittag den in Alpbach anwesenden Branchenexperten vorgestellt. Neben Schenner am Podium diskutierten Alexander Fankhauser, Koch des Jahres 2005 (Hochfügen, Tirol), Gerhard Ortner, "fit for future"-Preisträger und Hotelier aus Bad Kleinkirchheim (Kärnten), Andreas Salcher, Unternehmensberater und Buchautor im Bildungsbereich, Henri Schreiber, Bundes-Jugendsekretär der Gewerkschaft vida sowie Moderator Matthias Strolz, ic2 consulting (Wien).

Die vom Institut für Kulturwirtschaft, AG Bildung und Tourismus, ausgearbeitete Studie untersucht u. a. Fragen der Motivation für den Berufseinstieg, die Ausbildung der Berufseinsteiger, die Erwartungen der Mitarbeiter und die Bewertung der derzeitigen Arbeitssituation. Zusammenfassend zeigt sich eine eher hohe Berufszufriedenheit. So geben beispielsweise in Tirol 81,3 Prozent der Befragten an, dass sie wieder eine Tätigkeit im Tourismus wählen würden. In Wien wären 74,6 Prozent wieder dabei. Untersucht wurden in weiterer Folge auch, welche Faktoren zu einer gewissen Unzufriedenheit mit der Tätigkeit führen. An der Spitze der Gründe für einen Branchenausstieg stehen, der Studie zufolge, der Wunsch nach persönlicher Veränderung und problematische Arbeitszeiten.

Überraschend hoch, so die Untersuchung, ist die Bereitschaft zur Rückkehr in den Tourismus bei Personen, die derzeit in einer anderen Branche tätig sind und bereits einmal im Tourismus waren. Dieser Wert liegt beispielsweise in Wien bei über 50 Prozent. Das Finden von qualifizierten Mitarbeitern wird allerdings von mehr als der Hälfte der befragten Unternehmer als "sehr schwierig" eingeschätzt, 40 Prozent finden sogar, dass es "viel schwieriger geworden" ist.

"Glückliche und zufriedene Mitarbeiter sind die Basis der Erfolge in unserer Branche. Wir bemühen uns daher, die Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter attraktiv und sicher zu gestalten. Berechtigte Kritik von Jugendlichen nehmen wir ernst und versuchen, die Fälle gemeinsam mit den Betroffenen zu lösen. Was wir aber vermeiden sollten, ist, Einzelfälle medial gleich an die große Glocke zu hängen, da dies der Öffentlichkeit ein verzerrtes Bild der Branche vermittelt", appellierte Schenner an den Sozialpartner, von derartigen Aktionen und einem einseitigen "Schlechtreden der Branche" Abstand zu nehmen.

Die rege Beteiligung und die zahlreichen Diskussionsbeiträge bei diesem größten Arbeitskreis im Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche zeigt, dass dieses Thema unter den Nägeln brennt, stellte Moderator Strolz fest. Um die hier geführten, notwendigen Diskussionen fortzuführen und im Bereich der Arbeitsmarktfragen sichtbare Akzente zu setzen, lädt die Bundessparte Tourismus für den 25. November d. J. in Wien wieder zu einem Arbeitsmarkt-Gipfel ein, kündigte Schenner abschließend an. Bei dieser zweiten, ebenfalls von der Bundessparte initiierten Gesprächsrunde werden, wie bereits bei der ersten Veranstaltung im Mai, hochrangige Vertreter der Sozialpartner, des AMS sowie Tourismus- und Arbeitsmarktexperten über Maßnahmen und weitere Initiativen beraten.

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281031 Aug 08

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