ÖHV: Tourismusorte sind reichste Gemeinden

Investitionen zahlen sich aus

Wien (TP/OTS) - Die Tourismusbetriebe brauchen die Infrastruktur
der Gemeinden, die Gemeinden profitieren umso stärker vom Tourismus.

"Die reichsten Gemeinden Österreichs sind die, die den Tourismus durch intelligente Investitionen ideal forcieren", erklärt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), zum Auftakt des Gemeindetages. "Die Infrastruktur ist für den Tourismus genauso notwendig wie für andere Betriebe und für die Bewohner selbst: Ohne Straßen und Kanäle kommt kein Betrieb. Und auch die Einwohner werden darauf nur ungern verzichten", weist Schellhorn Gemeindebundpräsident Mödlhammers Aussagen über zu hohe Investitionen in Tourismusgemeinden zurück. Noch viel stärker seien die Gebühren gestiegen, die die Unternehmer abführen.

Tourismus bringt Lebensqualität

In erster Linie profitieren die Einwohner von der Infrastruktur:
"Ohne Tourismus gibt es weder Freizeiteinrichtungen in dieser Dimension noch die Spitzengastronomie, die die Tourismusunternehmer betreiben. In einem Ort zu wohnen, wo andere Urlaub machen: Das ist Lebensqualität." Die Steuern und Abgaben der Gäste und Betriebe halten die Gemeinden finanziell über Wasser: "So gut wie die Tourismusorte stehen nur ein paar andere Gemeinden da. Und die dürfen sich über riesige Industriebetriebe freuen", verweist Schellhorn auf eine Studie der Kommunalkredit.

Schellhorn fordert Kostenwahrheit

Mit dem neuen Finanzausgleich seien gute Zeiten für Bürgermeister angebrochen: "555 Mio. Euro mehr sind nicht zu verachten. Das Geld muss gut investiert werden", fordert Schellhorn. Weitere Steigerungen der horrenden Gebühren für Kanal, Wasser oder Müll kämen nicht in Frage: "Da holen sich die Gemeinden heute um 160% mehr ab als 1990. Die Leistungen sind nicht in dem Ausmaß gestiegen. Hier brauchen wir Kostenwahrheit", so Schellhorn. Die Gebühren seien in einzelnen Gemeinden um 300 % höher als in anderen. "Mit dieser Wettbewerbsverzerrung muss Schluss sein."

Am Ende des Tages profitieren die Gemeinden

Kein Verständnis hat Schellhorn für Mödlhammers Beschwerde über die Infrastrukturausgaben der Tourismusgemeinden: "Die Bürgermeister tun das, weil es sich auszahlt", erklärt Schellhorn. Die Gemeinden profitieren von der Grundsteuer und von der EU-weit einzigartigen Kommunalabgabe: "Die Tourismuswirtschaft ist ein Arbeitsplatzmotor, unsere Betriebe bringen den Gemeinden Geld, das sie sonst nie hätten", verweist Schellhorn auf das, was am Ende des Tages herausschaut: nämlich ein satter Gewinn für die Gemeinden.

Gemeinden profitieren von Investitionen in Infrastruktur

Es sei im Interesse beider Seiten, den Tourismus weiterzuentwickeln: "Wir kümmern uns um das Service, um die Werbung und um die Beschäftigung, die Gemeinden brauchen sich nur mehr um die Infrastruktur zu kümmern. An dieser bewährten Aufgabenteilung ist nicht zu rütteln", hält Schellhorn fest. Die Einnahmen aus Gebühren und Abgaben seien stark gestiegen, die Infrastrukturausgaben dagegen gesunken: "Es müsste eine Investitionsoffensive gestartet werden, damit noch mehr Gemeinden so stark vom Tourismus profitieren wie Tweng, Lech, Fuschl und Ischgl."

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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