"Geschichte trifft Zukunft" im Gedenkjahr 2009

LH Günther Platter, LHStv Hannes Gschwentner, LRin Beate Palfrader und LRin Kasslatter Mur stellten Aktivitäten im Gedenkjahr vor:

Innsbruck (TP/OTS) - LH Günther Platter und LHStv Hannes Gschwentner informierten heute gemeinsam mit den für das Gedenkjahr zuständigen Kulturreferentinnen in Tirol Beate Palfrader und in Südtirol Sabina Kasslatter Mur über den aktuellen Stand der geplanten Maßnahmen im Gedenkjahr 2009.

Für LH Günther Platter bietet das Gedenkjahr eine Gelegenheit für einen Rückblick in die Geschichte, eine aktuelle Standortbestimmung sowie einen Ausblick in die Zukunft. Das dazu geplante Programm ist vielseitig und umfangreich: "Die gemeinsam mit Südtirol geplanten Aktivitäten im Gedenkjahr starten mit einer Auftaktveranstaltung am 20. Feber 2009 am Bergisel mit Messe, Kranzniederlegung und einer gemeinsamen Ehrenzeichenverleihung und Regierungssitzung", erläutert der Landeshauptmann den Start. In weiterer Folge wird sich die Europaregion Tirol am 13. und14. Juni am Wiener Rathausplatz unter dem Motto "Tirol grüßt Wien" vorstellen. Die Präsentation soll dem Imageaufbau und der Imagepflege sowie der Information über die Region Tirol dienen und eine schlüssige Verknüpfung von Tradition und Moderne bieten. Organisiert wird "Tirol grüßt Wien" von der Tirol-Werbung unter Einbindung der Wirtschaft und des Tourismus. Die Lebensbereiche Bildung-Forschung-Tradition sollen gleichermaßen zur Geltung kommen.

Traditioneller Höhepunkt des Gedenkjahres wird der Festumzug am 20. September 2009. LH Günther Platter: "Diese überparteiliche Veranstaltung für die BürgerInnen und Gäste unsere Landes soll zugleich Abschluss des Gedenkjahres sein. Beim Festumzug werden rund 23.000 Teilnehmer aus Nord- und Südtirol sowie Vorarlberg, Bayern und Sachsen erwartet."

Für LHStv Hannes Gschwentner ist wichtig, dass das Gedenkjahr in all seiner Vielseitigkeit eine positive Weiterentwicklung des Traditionsverständnisses zeige. "Vor allem ein engagiertes Jugendprogramm und der Auftritt in Wien zeigen eine spannende Auseinandersetzung mit Tirol zwischen gestern und morgen!" freut sich LHStv Gschwentner über den gemeinsamen kommunikativen Prozess.
LRin Beate Palfrader stellte das Jugendprogramm im Detail vor: "Es umfasst ein Konzert am Bergisel, einen tirolweiten Jugendwettbewerb sowie einen Jugendtag am 19. September im Congress Innsbruck. SchülerInnen und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren werden ab Mitte November über die Schulen, aber auch im außerschulischen Bereich dazu aufgerufen, bei diesem Wettbewerb mitzumachen und sich mit der Geschichte und/oder der Zukunft Tirols kreativ auseinanderzusetzen", gibt die Landesrätin dazu bekannt. Bis Juni 2009 können Beiträge aus einer der fünf Kreativkategorien eingereicht werden. Die besten Ideen werden im Rahmen des Jugendtages im Congress Innsbruck prämiert.

In ganz Tirol finden zudem rund 90 Kulturprojekte und Veranstaltungen unter dem Motto "Geschichte trifft Zukunft" statt. Sie wurden in das Kultur- und Wissenschaftsprogramm aufgenommen und werden auf der Homepage www.1809-2009.eu beschrieben. Details zu den einzelnen Veranstaltungen werden in den kommenden Wochen vorgestellt.

Für die Südtiroler Kultur-Landesrätin Sabina Kasslatter Mur steht bei allen Aktivitäten rund um das Gedenkjahr 2009 ein zentraler Anspruch im Vordergrund: "Weniger Festkultur und Heldenverehrung, dafür mehr produktive Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit - das ist unsere Maxime!" Sie verwies in diesem Zusammenhang besonders auf den Umbau des Museums Passeier und seiner Erweiterung und damit verbundenen "Europäisierung". Innerhalb der Südtiroler Landesverwaltung seien derzeit bereits 30 kulturelle Projekte in Vorbereitung, dies unter Berücksichtigung aller drei Sprachgruppen. "Wesentliche Kriterien aller Projekte sind die historische Bedeutung, die Nachhaltigkeit, die Ausgewogenheit zwischen Tradition und Innovation sowie Bildung und Unterhaltung ebenso wie die Nutzung unterschiedlicher Medien als Ausdruckform", fasst LRin Kasslatter Mur zusammen.

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