ÖHV: Wenn Arbeitslosenzahlen steigen, sucht Tourismus Mitarbeiter

Wien (TP/OTS) - Österreichs florierende Tourismusbetriebe brauchen dringend Mitarbeiter. Den Arbeitsmarkt weiter abzuschotten wäre gerade in Krisenzeiten kontraproduktiv, denn Österreichs Tourismusbetriebe schaffen auch dann Arbeitsplätze, wenn andere schon die Produktion stilllegen.

Die Zahl der Mitarbeiter im Tourismus erreichte im Vorjahr mit 168.924 einen neuen Höchststand, die Zahl der Lehrstellen mit 14.818 ebenfalls: "So unattraktiv kann die Branche nicht sein. Unsere Betriebe geben damit um 18,5 % mehr Menschen einen Arbeitsplatz als noch vor zehn Jahren und bilden um 22 % mehr Lehrlinge aus", so Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Und die erfolgreichen Unternehmer wollen noch mehr Mitarbeiter einstellen: "Unsere Branche floriert, wenn andere Arbeitsplätze abbauen. Kündigungswellen gibt es nicht. Die vida beklagt sich, worüber sich andere Gewerkschaften freuen würden."

Arbeitsbedingungen verbessert

Der Tourismus erweise sich immer wieder als äußerst krisenresistente Branche. Das zeigt die Entwicklung der Nächtigungen trotz 09/11, SARS und Vogelgrippe (siehe Grafik): "Der Tourismus wird sich auch in der kommenden Wintersaison als Hort der Stabilität erweisen und Mitarbeiter suchen, wenn in anderen Branchen Entlassungen und Werksschließungen anstehen", so Reisenzahn. Die Arbeitsbedingungen haben sich verbessert: Eine repräsentative Untersuchung von Kohl & Partner zeigt einen Rückgang der Wochenarbeitszeit, längere Saison-Beschäftigungsdauern und höhere Verdienste besonders in Service, Rezeption und Wellness.

14,7 % mehr offene Stellen im Tourismus

Bedauerlich sei, dass die Gewerkschaft gegen die Interessen ihrer Klientel arbeitet, so Reisenzahn: "Die Gewerkschaft tut niemandem einen Gefallen, wenn sie die Branche schlecht redet." Gefragt sei eine Lösung für die Tausenden offenen Stellen in Österreichs Tourismusbetrieben zu finden: "Zum Teil geht es hier um zentrale Positionen, ohne die ganze Unternehmen stillstehen. Hoteliers müssen aufgrund Mitarbeitermangel ihr Angebot reduzieren. Das kann nicht im Interesse der Gewerkschaft sein. Hier brauchen wir dringend eine Lösung. Nein sagen reicht da nicht", so Reisenzahn. Die Zahl der offenen Stellen stieg im Tourismus binnen Jahres um 14,7 Prozent:
"Der steigende Mitarbeiterbedarf unserer erfolgreichen Betriebe kann so nicht mehr gedeckt werden", so Reisenzahn. Die Zahl der Saisoniers, der Grenzgänger und der Fachkräfte aus dem Ausland sei beschränkt: Fast 80 Prozent der Mitarbeiter im Tourismus unterliegen nicht diesen Regelungen, sie sind also entweder Inländer oder diesen auf dem Arbeitsmarkt gleichgestellt. Gefordert sei eine rasche Öffnung des Arbeitsmarktes.

Bildmaterial:
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Grafik 1) Parallel zur Auslastung steigt auch der Personalbedarf in der Hotellerie stark an.

Grafik 2) Die Nächtigungen in Österreich stiegen allen kleineren und größeren Krisen zum Trotz konstant.

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151428 Okt 08

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