Gastronomie und Hotellerie von Wirtschaftskrise wenig betroffen

Schenner präsentiert aktuelle market-Umfrage - Forderung der Branche nach Arbeitsmarktöffnung - Ja zum Tourismusausschuss im Parlament

Wien (TP/OTS) - Gastronomie und Hotellerie sind von der Finanz-
und Wirtschaftskrise wenig betroffen. Am ehesten mit Umsatzrückgängen gerechnet wird in der Gastronomie. Das Urlaubsverhalten selbst bleibt für die Mehrheit der Österreicher zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverändert. Dies geht aus einer vom market Institut im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich durchgeführten topaktuellen Umfrage hervor, deren Ergebnisse der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner, am Donnerstag im Gespräch mit Wirtschaftspublizisten präsentierte.

"Die Finanz- und Wirtschaftskrise stellt für drei Viertel der Bevölkerung aus heutiger Sicht keinen Grund dar, die Urlaubspläne zu ändern. Nur jeder zehnte Österreicher plant, in diesem Winter sein Urlaubsverhalten im Vergleich zum Vorjahr einzuschränken", führte Schenner aus. Am größten ist die Bereitschaft, beim Urlaub zu sparen, in der jüngeren Bevölkerungsschicht. 17 Prozent der 18- bis 29-jährigen wollen in diesem Winter weniger Urlaub machen als im Vorjahr.

Änderungen im geplanten Urlaubsverhalten kommen beispielsweise in der Wahl eines günstigeren Quartiers am Urlaubsort zum Ausdruck. Jeder vierte Befragte plant, auf eine Auslands- bzw. Fernreise zu verzichten.

Ein Viertel der befragten Österreicher gibt an, im Heimatort weniger oft in ein Wirtshaus zu gehen. Dies betrifft vor allem die älteren Bevölkerungsgruppen. Umgekehrt dazu zeigen sich die Jüngeren von der Entwicklung vergleichsweise unbeeindruckt. Nur 14 Prozent der 18- bis 29-jährigen gehen seltener ins Gasthaus. Was die Umsatzerwartungen betrifft, so erwartet ein Drittel der Gastonomen Umsatzrückgänge und nur jeder zehnte einen Umsatzzuwachs. Umgekehrt verhält es sich bei den Hotelbetrieben: hier rechnet ein Viertel der Betriebe mit einer Umsatzsteigerung, allerdings auch jeder fünfte mit Einbußen.

Der kommenden Wintersaison sehen drei Viertel der Tourismusunternehmer positiv entgegen. "Damit liegt die Zukunftserwartung auf dem hohen Niveau von 2007", hob Schenner hervor. Drei Viertel der befragten Unternehmer haben bisher kaum oder gar keine negativen Effekte verspüren können, die Entwicklung wird jedoch aufmerksam verfolgt. Lediglich jeder vierte Betriebsinhaber macht sich Sorgen, dass Kredite teurer werden. Nur einer von fünf rechnet damit, schwerer einen Kredit zu bekommen.

Mit 198.730 Beschäftigten (plus 5,6 Prozent) gab es im Juli 2008 einen neuen Beschäftigungsrekord. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit im Juli um fast sieben Prozent gesunken. "Der kommende Winter wird für uns zur Nagelprobe. Sollte das Angebot an Arbeitskräften nicht ausreichen, wird man den Arbeitsmarkt im Jahr 2009 sowohl für Fach- als auch für Hilfskräfte öffnen müssen. Wir wollen uns frei bewegen können. Jede weitere Verzögerung einer Öffnung behindert die Leistungsfähigkeit der Betriebe. Eine positive Entwicklung ist nur dann gewährleistet, wenn auch die Dienstleistung garantiert ist", stellte der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft fest.

Wie Schenner weiter ausführte, erhebe die Branche keine Forderung nach einem Tourismus-Staatssekretär. Zum Tourismus-Ausschuss im Parlament gebe es ein klares Ja, doch sollte dieser mehr Themen aufgreifen, von denen die Betriebe direkt betroffen sind. Als Beispiele nannte Schenner die Gewerbeordnung, die Öfffnungszeiten für Schanigärten oder auch Themen wie Schulschikurse. Zum Thema Betriebsübergaben in der Branche deponierte Schenner abschließend die Forderung, dass diese vor allem innerhalb der Familie nichts kosten dürfe.

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231459 Okt 08

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