ÖHV an Politik: Jobmotor Tourismus in der Krise am Laufen halten

ÖHV-Vorschläge für das Regierungsprogramm einarbeiten

Wien (TP/OTS) - Noch läuft der Jobmotor Tourismus auf Hochtouren. Die Forderungen der Branche zu negieren wäre ein Hasardspiel: Die Betriebe brauchen Mitarbeiter, Investitionsmittel und effizientes Destinationsmarketing.

"Dass sich die Regierungsverhandler auf die Steuerreform und das Konjunkturpaket geeinigt haben, war wichtig: Das bringt die Branchen wieder auf Trab, in denen schon ein Beschäftigungsrückgang zu bemerken ist. Ich warne aber davor, auf den Tourismus zu vergessen:
Unsere Betriebe suchen als einzige noch viele Mitarbeiter. Das darf man nicht aufs Spiel setzen", so das erste Fazit von Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), zu den Regierungsverhandlungen. Die ÖHV hat nach mehreren Gesprächen mit maßgeblich Beteiligten Vorschläge für das Regierungsprogramm übergeben.

Investitionsblockaden lösen

Die Tourismusbetriebe haben ihre Hausaufgaben erledigt: Die Investitionen der vergangenen Jahre haben die Spitzenposition Österreichs als Urlaubsland gefestigt. Aber politische Maßnahmen, die die Folgen der Bankenpleiten für den Tourismus abfedern, fehlen:
Geldinstitute blockieren zugesagte Kreditmittel und erhöhen die Gebühren: "Da ist die Politik gefragt", verweist Reisenzahn auf die ÖHV-Forderung nach einer Bundeshaftung und einer Kreditmittelgarantie für die Österreichische Hotel- und Tourismusbank: "Langfristig geplante Investitionen müssen durchgeführt werden können. Wer davor die Augen verschließt, spielt mit dem Schicksal von Arbeitsplätzen und Betrieben", warnt Reisenzahn. Die angekündigte degressive Abschreibung sei ein Schritt in die richtige Richtung, für den Tourismus wären Investitionsfreibeträge oder funktionale Abschreibungen sinnvoller: "Unsere Branche ist ein Sonderfall: Unsere Investitionen in die Bausubstanz nützen sich weit schneller ab als bei anderen. Niemand will in seinem Hotel ein 30 Jahre altes Badezimmer!"

Beschäftigungsrückgang im Tourismus wäre fatal

Auf die Wintersaison 08/09 wird sich die Konjunkturabschwächung noch nicht auswirken: "Aber wir müssen schon jetzt alles gegen Buchungsrückgange tun. Denn es wäre fatal, wenn auch im Tourismus die Beschäftigung sinkt. In manchen Regionen gibt es außerhalb unserer Branche kaum größere Arbeitgeber", so Reisenzahn. Dringend notwendig wären die Erhöhung des ÖW-Budgets, Kombilöhne zur Saisonausweitung und die Reduktion der Lohnkosten. "Wir brauchen dringend Mitarbeiter, aber die Arbeitsmarktsperre, verspätete Saisonier-Kontingente und die Blockade neuer Lehrberufe blockieren unsere Arbeit", so Reisenzahn. Das könnte sich jetzt rächen, wenn die Arbeitslosigkeit steigt und die Zahl der Lehrstellen sinkt.

Link: ÖHV-Vorschläge für das Regierungsprogramm
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Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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