Alpbach bleibt das Dorf der Denker

Die Tradition wissenschaftlicher Tagungen inmitten unzerstörter alpiner Kultur und Natur weist dem jungen Thema Green Meetings mit Alpbach den idealtypischen Platz zu.

Alpbach (TP/OTS) - Wo anders als hier werden heile Welt und wissenschaftliche Konferenz eins? Typische Holzhäuser des Alpbachtals kontrastieren die saftigen Wiesen und Weiden unterhalb dem grauen Fels, verdichten sich nur ein wenig zum Dorfzentrum hin, ehe sie um die Kirche zwei Reihen bilden. In vielen der Bauernhäuser ringsum bewegt bis heute die Viehzucht den Alltag. Im Zentrum aber sind aus den Häusern schmucke Hotels gezimmert worden, deren Innenleben am neuesten Stand des Komforts ist, die an qualitätsvollen Zimmern nicht geizen, großen Wellnessanlagen Platz bieten und Speisen vom Feinsten auffahren.

Noch fast im Ortszentrum und doch schon auf der "grünen Wiese" -das geht nur in Alpbach - steht das wenige Jahre junge Kongresszentrum. Falsch: Eigentlich steht hier gar nichts, denn je nach Perspektive ist manchmal nur der gläserne, spiralförmige Tageslichtkegel im Grün zu sehen. Doch darunter bietet mit einer Gesamtnutzfläche von 1.585 m2 das Congress Centrum Alpbach einen Plenarsaal mit fix integrierten Dolmetschkabinen und einem Fassungsvermögen von bis zu 500 Personen, zwei helle Foyers und fünf Seminarräume für 35 bis 195 Personen.

Durch die spezielle, mehrfach ausgezeichnete Bauweise, bei der das Tageslicht keineswegs zu kurz kommt, sondern in jedem Saal vorhanden ist, werden Energievorteile deutlich spürbar. "Es ist ja unglaublich, dass es uns gelingt, in dieser Höhenlage von 1000 Meter ein derartiges Kongresszentrum mit unter 8000 Euro pro Jahr zu beheizen", nennt der Geschäftsführer des Congress Centrum Alpbach Georg Hechenblaikner eine konkrete Zahl. Andererseits sei die notwendige Air Condition für den Sommer zwar für den Gast, aber klimatechnisch noch nicht optimiert. "Da ist sicher noch einiges drinnen", ergänzt Hechenblaikner.

Denn beim für das Congress Centrum Alpbach optimal passenden Thema Green Meetings stecke man erst mitten in der umfassenden Aufarbeitung aller Möglichkeiten. "Gemeinsam mit dem Österreichischen Ökologie Institut arbeiten wir an der Feinjustierung", verrät der Congress-Chef, denn bei Green Meetings will man keine Mogelpackung verkaufen und sich nicht auf die Kombination von perfektioniertem Energiehaushalt, Design, Ambiente, Funktionalität und hochwertiger Konferenztechnologie inmitten einer heilen Bergwelt verlassen. Für die Kunden sei dieses Thema ohnehin noch ein "Nice to have", aber nicht entscheidend für die Wahl des Konferenzstandortes. Andererseits werde der Grundgedanke auch vom "Europäischen Forum" gerne aufgenommen. "Etwa in der Form, dass die OMV den Klimawandel und die Ökologie bei ihrem Business Form besonders thematisiert hat oder BMW sein Hybridmotor-Modell im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach präsentiert".

Mit der Gründung des Europäischen Forums unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg begann der ruhige Aufstieg des Hochtals zum gesuchten Kongressplatz. Die mediale Wirkung dieses allsommerlichen Treffens von Wissenschaft und Politik, wo auch die Spitzen der Wirtschaft nicht fehlen dürfen, ist besonders am österreichischen Markt sagenhaft. Auch nach Südtirol, in die Schweiz und Deutschland strahlt das mehrwöchige Treffen aus. Selbstverständlich vor allem in den Momenten, wo bekannte Vortragende aus den jeweiligen Herkunftsländern das Wort ergreifen. In Wahrheit ist das Forum selbst wesentlich internationaler. Im vergangenen August waren 89 Staaten in Alpbach zu Gast. Alljährlich wächst die Zahl der Teilnehmer um zehn Prozent. Zuletzt war das Europäische Forum Alpbach bereits auf 3500 Teilnehmern angewachsen. "Wir stoßen hier allmählich an unsere Kapazitätsgrenzen, obwohl nicht nur die beiden Schulen im Ort, sondern auch die zahlreichen kleineren Seminarräume der Hotels voll ins Kongressgeschehen integriert sind", sagt Hechenblaikner. Außerdem ist durch die lange Dauer immer nur ein Bruchteil der Teilnehmer zeitgleich vor Ort.

Entstanden ist das Treffen, um in den Zeiten des Kalten Krieges der Wissenschaft in entspannter Atmosphäre einen Platz zum geistigen Austausch zu geben. Anfangs fand manches Treffen nur unter einem Baum im Hotelgarten statt. Wer sich mit dem Kongressleben vergangener Zeit auseinandersetzen will, der wird bei Arthur Koestlers satirischem Roman "Die Herren Call-Girls" fündig. Den Autor hatte - wie manch andere Intellektuelle auch - das Forum später zum temporären Einheimischen gemacht. Das bekannteste Beispiel dafür ist Physik-Nobelpreisträger Erwin Schrödinger, der schließlich mit einer Ausnahmegenehmigung als Atheist seine letzt Ruhestätte am Friedhof an der Kirche gefunden hat.

Mit 63 Jahren ist das Forum ein Musterbeispiel für Kontinuität. Und das ganze "Prinzip Alpbach" ist auf Kontinuität und Nachhaltigkeit aufgebaut. Wenn Agenturen zum "Pitch" für qualitativ besonders hochwertige Kongresse antreten, führen sie häufig Alpbach als DAS Modell für "Tagen in der heilen Welt" im Gepäck. Als Kontrast zu Großstadt oder Fernweh. "Es hat schon Fälle gegeben, da hatten gleich mehrere Agenturen unabhängig voneinander Alpbach vorgeschlagen", lächelt Hechenblaikner. Vor allem seit die professionelle Arbeit der Alpbach Tourismus GmbH erfolgreich vermitteln konnte, dass man die Bergidylle in kaum mehr als einer Stunde von München aus erreichen kann.

Als Folge davon haben sich die Umsätze der Alpbach Tourismus GmbH innerhalb der vergangenen drei Jahre auf 1,4 Millionen Euro verdoppelt. "Dieser Firmenumsatz könnte noch in die Höhe getrieben werden, aber wir wollen das Dorf der Denker bleiben", hebt Hechenblaikner wissenschaftliche Kongresse als Kern des Alpbacher MICE-Geschäfts hervor. Selbst wenn mache Science-Veranstalter ein wenig genauer auf den Euro sehen müssen.

Natürlich ist die Gesellschaft, an der auch der touristische Regionalverband mit einem Drittel beteiligt ist, profitorientiert, wobei die Überschüsse stets reinvestiert werden. Da im Unternehmensergebnis zumeist nur die Margen aus Vermittlungsgeschäften (z. B. für 25.000 gebuchte Übernachtungen) abgebildet werden, beläuft sich der in der Region über die Alpbach Tourismus GmbH generierte Umsatz auf mehr als 4 Millionen Euro.

Negative Wirkungen aus der aktuellen Finanzkrise sind bisher kaum spürbar. Zwei Stornos wurden bisher registriert. "Ein US-Pharmakonzern hat sein Osteuropa-Meeting im Jänner gecancelt, das war schmerzhaft", bestätigt der Alpbach-Geschäftsführer. Der Nachfragedruck sei 2008 so hoch gewesen, dass der Plafond noch nicht erreicht sei: "Wer einmal bei uns die Location besichtigt, der bleibt so gut wie immer hängen". Für Kongresse mit rund 500 Teilnehmern in alpiner Idylle ist das "Schönste Blumendorf Europas" ideal.

"Wir wirken nach außen nicht so protzig, das könnte gerade in der jetzigen Situation noch mehr Unternehmen auf uns aufmerksam machen", ist Hechenblaikner überzeugt. Er denkt da an das Topmeeting der Carl Zeiss-Bosse 2007, das im Herbst noch eine weitere Tagung der zweiten Führungsebene nach sich zog. Entgegen internationaler Gepflogenheiten werden hier durchaus auch die schmucken, bestens ausgestatteten Pensionen gebucht. Aufgrund des kompakten Ortskerns und der kurzen Gehdistanzen bietet sich für Veranstalter auch die Möglichkeit, das gesamte Bergdorf unter dem Motto "Rent a Village" in die Veranstaltung einzubeziehen. Neben verschiedene Branding Möglichkeiten sowie der Benennung von Straßennamen nach Produkten kann auch das Standesamt als Tagungslocation verwendet werden. "Alpbach kommt seinen Kunden hier mit großer Kooperationsbereitschaft und Kreativität entgegen, wenngleich auch darauf geachtet wird, dass mit der Veranstaltung das harmonische Erscheinungsbild des Ortes erhalten bleibt", berichtet Georg Hechenblaikner, der Geschäftsführer des Congress Centrums Alpbach. Dadurch gehören zahlreiche international agierende Konzerne zu den Referenzkunden des Tiroler Bergdorfs Alpbach. Sie schätzen die landschaftliche Schönheit, die hohe Qualität der Tagungsinfrastruktur sowie die sehr gute Erreichbarkeit über die Flughäfen München und Innsbruck.

Quelle: ACB-Magazin

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