Gebührenskandal: Kreditkartenabrechner behalten zu viel gezahlte Gebühren ein

ÖHV setzt rechtliche Schritte

Wien (TP/OTS) - Die EU-Wettbewerbskommission hat
Interbankenentgelte verboten, doch Kreditkartenabrechner behalten ungerechtfertigte Gebühren ein. Betroffen ist ein Viertel des Umsatzes. Die ÖHV setzt rechtliche Schritte.

"Die Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission hat ungerechtfertigte Aufschläge im zwischenstaatlichen bargeldlosen Zahlungsverkehr im Europäischen Wirtschaftsraum vor einem Jahr verboten. Dass einige Kreditkartenabrechner die zu viel kassierten Gelder immer noch einbehalten, ist ein Skandal. Alleine in der Hotellerie geht es da um Millionenbeträge. Das lassen wir uns nicht gefallen", hält Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), fest. Die zuviel eingehobenen "Multilateral interchange fees" (MIF) machten rund 1 % der bezahlten Summe aus. Bei einem EU-weiten Transaktionsvolumen von 1,35 Billionen Euro pro Jahr über Zahlungskarten ist das mehr als ein Körberlgeld. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes beziffert das Einsparungsvolumen bei transnationalen Gebühren mit 50 bis 100 Mrd. Euro.

Ein Viertel des Kreditkartenumsatzes betroffen

MasterCard International hat rückwirkend mit 21. Juni keine Interbankenentgelte für grenzüberschreitende Umsätze mit MasterCard und Maestro Card mehr eingehoben. Der Spruch der EU-Kommission betrifft ca. ein Viertel des Kreditkartenumsatzes. Zahlungen mit Business- und Corporate Cards und Zahlungen aus der Schweiz sind ausgenommen.

Unterschiedliche Behandlung

"Deutsche Kreditkartenabrechner, die in Österreich tätig sind, haben uns darüber informiert, dass sie zuviel eingehobene Interbankenentgelte bereits retourniert oder gar keine überhöhten Gebühren eingehoben haben", so Reisenzahn. Hotels, die mit anderen Abrechnern unter Vertrag stehen, sollten Auskünfte über Transaktionen einfordern und die Rückerstattung zu viel bezahlter Beträge verlangen.

ÖHV bei Bundeswettbewerbsbehörde und EU-Wettbewerbskommission

Die ÖHV hat in dieser Angelegenheit bereits zahlreiche Rückmeldungen von Mitgliedern erhalten. Um sicherzustellen, dass zu Unrecht in Rechnung gestellte und bereits überwiesene Summen retourniert werden und derartige Vorgangsweisen künftig unterbleiben, hat die ÖHV bei der Bundeswettbewerbsbehörde urgiert und bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerden gegen zwei Kreditkartenabrechner eingelegt. Dort spricht man wiederum von einem "einmaligen Fall aus der Alpenrepublik".

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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