KORRIGIERTE NEUFASSUNG der OTS0114 von heute: Helm - auch auf Skitouren

Innsbruck (TP/OTS) - Im 5. Absatz muss es wie folgt richtig lauten:

Einer gesetzlichen Regelung steht der Alpenverein eindeutig ablehnend gegenüber und auch gegenüber seinen 350 000 (NICHT:
250.000) Mitgliedern bleibt der Helm für den OeAV eine "Empfehlung" kein "Standard":

KORRIGIERTE NEUFASSUNG:
Titel: Helm - auch auf Skitouren

Innsbruck (OTS) - Nicht nur auf Pisten, auch im freien Skiraum kann der Helm schwere Kopfverletzungen verhindern. Der Alpenverein empfiehlt bereits seit mehreren Jahren das Tragen eines Skihelms. Eine gesetzliche Regelung oder das Helmtragen zum "Standard" zu erheben, lehnt der Alpenverein klar ab.

Alpenverein empfiehlt einen Helm zu tragen

Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit eines Skihelms wird in diesem Winter intensiver als je zuvor geführt. Im Blickpunkt steht dabei immer der Pisten-Skilauf. Mit der Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Helms auf Skitouren beschäftigt sich der Alpenverein seit mehreren Jahren: "Der Helm auf Skitouren - genauer gesagt auf Skitouren-Abfahrten - wird von uns seit ca. drei Jahren klar empfohlen", so Michael Larcher, Bergführer und Leiter der Bergsportabteilung im OeAV.

Sturzfolgen können schwerwiegend sein

Die Gründe für diese Empfehlung sind naheliegend: Im sogenannten "freien Skiraum" gibt es keinerlei präparierte Abfahrtsbereiche und die Schneedecke ist häufig unverspurt. Steine und Felsen knapp unterhalb der Schneedecke bleiben unsichtbar - die Folgen eines Sturzes können durchaus schwere Kopfverletzungen sein. Dazu kommt, dass sich das Abfahrtsverhalten besonders der jungen Generation im freien Skiraum verändert hat und heute deutlich schneller gefahren wird, was zwangsläufig zu mehr Stürzen führt. "Bei uns ist nicht die Kollision zweier Skifahrer das Problem - wie auf den Pisten - bei uns sind es Stürze im Tiefschnee, die besonders bei dünner Schneedecke, immer das Risiko von Kopfverletzungen mit sich bringen", so Larcher.

Die Hälfte der Notfälle auf Touren sind Stürze

Bei seiner Empfehlung verweist der Alpenverein auf die Statistik:
Knapp 50% der Notfälle auf Skitouren und Variantenabfahrten sind auf "Stürze" zurückzuführen, "nur" 10% auf Lawinen. Dieser Umstand ist den meisten Wintersportlern nicht bekannt, da die Lawinengefahr aufgrund ihrer häufig tödlichen Wirkung alle anderen Risiken überstrahlt.

Alpenverein lehnt eine gesetzliche Helmtragepflicht ab

Einer gesetzlichen Regelung steht der Alpenverein eindeutig ablehnend gegenüber und auch gegenüber seinen 350 000 Mitgliedern bleibt der Helm für den OeAV eine "Empfehlung" kein "Standard": "Wir unterscheiden hier klar: Das LVS-Gerät, Schaufel und Sonde sind für uns Standard - d.h. diese Notfallausrüstung soll immer mit dabei sein. Der Helm ist eine Empfehlung und Teilnehmern an Alpenvereinstouren ist es völlig freigestellt, ob sie sich für oder gegen einen Helm entscheiden", hält Larcher fest.

Vor überschnellen Regelungen warnt der Alpenverein: "Was wir vor allem stärken müssen ist die Eigenverantwortung und was wir erhalten müssen ist die freie Entscheidungsmöglichkeit für oder gegen ein Sicherheitssystem. Das ist - gerade im Freizeitbereich - wichtiger als vorschnelle Unfallverhütungsaktionen", so Larcher.

Der richtige Helm

Beim Kauf eines Helms für Skitouren liegt die Herausforderung darin, aus der Vielfalt der Skihelme jene zu auszuwählen, die skitourentauglich sind. Perfekte Passform - nicht zu locker aber auch keine Druckstellen, sind die ersten Merkmale, auf die zu achten ist. Der Alpenverein rät, beim Kauf eines Skitourenhelms ähnlich vorzugehen wie beim Kauf eines Bergschuhs: Im Fachgeschäft ausprobieren und sich dafür genügend Zeit nehmen." Weiters sind Gewicht und Volumen entscheidend: 500 Gramm - wesentlich mehr sollte ein solcher Helm nicht wiegen, und bezüglich Volumen ist wichtig, dass die Ohrenbereiche flexibel sind. Besonders wichtig ist auch, seine Skibrille zu überprüfen, ob sie "helmtauglich" ist! Der Trend zum Helm, der auch im Skitourenbereich klar zu erkennen ist, wurde auch von den meisten Rucksackherstellern erkannt. So bieten einige Modelle bereits spezielle Helmhalterungen für all jene, die den Helm beim Aufstieg lieber außen mittragen.

Multifunktionshelm "Xenon" von Salewa zum Mitgliederpreis

Alpenverein, Bergrettung Tirol und Rodelverband haben mit dem Bergsportspezialisten SALEWA einen Multifunktionshelm entwickelt, der die Normen für Sportklettern, Bergsteigen, Mountainbiken, Ski Fahren, Snowboarden und Rodeln erfüllt. Zusätzlich ist in den Helm eine Recco-Sonde integriert ist, durch die Lawinenverschüttete von Rettungsmannschaften geortet werden können (Achtung: Kein Ersatz für das LVS-Gerät!). Der Helm kostet im Handel Euro 159,- und für Alpenvereinsmitglieder gegen Vorlage des Mitgliedsausweise Euro 119,98.

Facts

- Der Alpenverein ist mit 350.000 Mitgliedern der größte Bergsportverein Österreichs und hinter dem Deutschen Alpenverein der zweitgrößte Alpinverband weltweit:

  • 22.000 Mitarbeiter und Funktionäre
  • 1,3 Millionen ehrenamtlichen Arbeitsstunden pro Jahr;
  • 16.000 Veranstaltungen österreichweit in 197 Sektionen
  • 241 Schutzhütten, 14.000 Schlafplätze
  • jährlich 1 Million Besucher, größter Beherbergungsbetrieb Österreich
  • Betreuung von 40.000 km Wanderwegen.

- Damit leistet der Alpenverein einen wesentlichen Teil zum Sommer-und Alpintourismus, aus dem die Tourismuswirtschaft jährlich ca. 1 Mrd. Euro lukriert.

- Klettersportler des Alpenvereins sind Weltspitze. Zuletzt gab es zweimal Gold bei der Kletterweltmeisterschaft 2007 in Spanien für Angela Eiter (Vorstieg) und Anna Stöhr (Boulder) und eine Bronzemedaille im Kombibewerb (Vorstieg/Speed/Boulder) für Katharina Saurwein.

- Mit dem Magazin bergundsteigen schuf der Alpenverein eine einzigartige und inzwischen international anerkannte Fachzeitschrift für Risikomanagement im Bergsport. Soeben erschienen: bergundsteigen 4/08

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