Hinterleitner distanziert sich von wichtigtuerischen Denunzianten

"Den mühevoll erzielten politischen Kompromiss nicht sofort wieder in Frage stellen - Entwicklung bis Ende der Übergangsfrist im Juni 2010 abwarten"

Wien (TP/OTS) - "Die österreichische Gastronomie braucht keine selbst ernannten Raucher-Sheriffs. Die Gastronomiebetriebe nehmen den mit Anfang 2009 bestehenden Gesetzesauftrag zum Schutz der Nichtraucher ernst und setzen die dazu notwendigen Schritte. Aktuelle Umfragen zeigen deutlich eine überwiegende Zustimmung der Bevölkerung zu den beschlossenen Maßnahmen. Wichtigtuerische Vernaderer und Denunzianten sind bei niemand willkommen", reagiert der Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Helmut Hinterleitner, auf das "Sperrfeuer" einzelner Personen gegen die Umsetzung der "österreichischen Lösung" in der Frage des Nichtrauchens bzw. Rauchens in den heimischen Gaststätten.

Wie Hinterleitner hervorhebt, haben mehr als 5.000 Betriebe noch vor Jahresbeginn rechtzeitig Anträge auf Umbaumaßnahmen zur Schaffung getrennter Raucherräume gestellt. Für sie gilt die Übergangsfrist bis Juni 2010. Es mache daher wenig Sinn, wenn nun private Initiativen ("Schutzgemeinschaft der Nichtraucher" u.ä.) Betriebe aufsuchen und "kontrollieren". Dies führe nur zu unnötiger Verunsicherung bei Gastwirten und Gästen und fördere das verpönte Denunziantentum.

"Die Tabakgesetznovelle ist ein politischer Kompromiss, mit dem naturgemäß nicht alle zufrieden sind. Tatsache ist aber, dass Umfragen zufolge 58 Prozent der Bevölkerung kein totales Rauchverbot im Gastgewerbe wünschen und 61 Prozent der Gastronomen die jetzige Lösung jedenfalls einem totalen Rauchverbot vorziehen (aktuelle Umfrage des Fachverbandes vom Dezember 2008)", hält Hinterleitner fest: "Wir treten dafür ein, den mühevoll erzielten politischen Kompromiss nicht sofort wieder in Frage zu stellen, sondern die Entwicklung bis Juni 2010 abzuwarten. Dann kann beurteilt werden, wieweit die Regelung zu einer Verbesserung des Nichtraucherschutzes im Gastgewerbe geführt hat".

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