Schenner bei actb-Eröffnung: Sommer wird zur Herausforderung

"Gemeinsam rudern, damit der Tourismus auf Kurs bleibt"

Wien (TP/OTS) - Österreichs Tourismus freut sich über das beste Dezember-Ergebnis aller Zeiten. Mit 10,24 Millionen (plus 9,3 Prozent) wurde erstmals in einem Monat die 10-Millionen-Nächtigungsgrenze überschritten. Im gesamten Kalenderjahr 2008 wurden 126,6 Millionen Übernachtungen gezählt, um 4,2 Prozent mehr als im Jahr 2007.

"Dieses sensationelle Ergebnis haben wir vor allem unseren tausenden Familienbetrieben zu verdanken", erklärte der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Hans Schenner, am Montag vor in- und ausländischen Journalisten anlässlich der Eröffnung der Tourismusfachmesse actb in der Wiener Messe. Denn Tourismus werde vor allem von den Wirtinnen und Wirten vor Ort gemacht, die auch von einem guten Stammgästepotenzial profitieren würden.

Das erfreuliche Dezember-Ergebnis sorgt im Tourismus, vor allem in den Wintersportgebieten, für gute Stimmung. In Hinblick auf die folgenden Wintermonate und den Sommer 2009 macht sich unter den mehr als 60.000 heimischen Hotel- und Gastronomiebetrieben allerdings eine gewisse Unsicherheit breit. "Hier reicht die Stimmung von optimistisch bis besorgt", erklärte Schenner. "Deshalb müssen wir jetzt alle gemeinsam rudern, damit der Tourismus auf Kurs bleibt." Das Sonderbudget für die Österreich Werbung sei wichtig und richtig, um jetzt zusätzlich in Werbung investieren zu können.

"Dass der Großteil unserer Gäste weiterhin Urlaub machen wird, steht außer Zweifel. Die Frage ist nur, wie oft, wie lange und wie viel sie bereit sind, auszugeben", beschreibt Schenner die Skepsis vieler Unternehmer. "Aus Umfragen wissen wir, dass bei den Österreichern der Urlaub in diesem Jahr sowohl beim Sparen als auch bei den geplanten Mehrausgaben ganz oben auf der Liste steht. Dies bringt gleichermaßen Risiken und Chancen mit sich." Der kommende Sommer werde damit zweifelsohne zur Herausforderung werden.

Im Jänner 2009 sei eine "gewisse Delle" zu erwarten. "Aber wir werden mit ein paar Kratzern davonkommen. Rückblickend können wir sagen, dass wir zuletzt ein wahrlich gutes Tourismusjahr hatten. Es geht uns besser, als man erwarten konnte. Und wir bewegen uns weiter auf hohem Niveau."

"Die Krise findet im Kopf statt. Wir dürfen uns daher vom verbreiteten Krisengejammere nicht anstecken lassen. Der Tourismus ist eine Stimmungsbranche! Es ist wichtig, dass am Morgen das ganze Hotel gut aufwacht. Nicht nur die Gäste, sondern auch die Hoteliers und die Mitarbeiter", erklärt Hotelier und Spartenobmann Schenner.

Als konkrete Maßnahme zugunsten der Branche regte Schenner einmal mehr die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr an. Diese in der EU einzigartige Steuer (Einmalbetrag von 0,8 Prozent) verteuere Kreditfinanzierungen sowie Umschuldungen und damit nicht nur Investitionen sondern auch Firmenfortführungen.

"Das einzige, was wirklich gegen die Krise hilft, ist Urlaub in Österreich zu machen", betonte Schenner abschließend mit einem Augenzwinkern.

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