Massive Proteste gegen den Entwurf eines Tiroler Schneesportunterrichtsgesetzes 2009

Wien (TP/OTS) - Der Wintersport hat bei den Naturfreunden, als
eine der größten Freizeit- und Umweltorganisationen Österreichs, bereits eine über 100-jährige Geschichte. Jährlich sind es österreichweit rund 100.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die bei den Naturfreunden einen Skikurs besuchen und von rund 1.800 staatlich geprüften, hochqualifizierten Instruktoren betreut werden. Diese Tätigkeit ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Ehrenamt, sondern spielt auch eine wesentliche finanzielle Rolle im Österreichischen Wintertourismus.

Mit dem vorliegenden Entwurf für ein Tiroler Schneesportgesetz soll diese im öffentlichen Interesse liegende Vereinstätigkeit durch bürokratische Hürden und Kontrollvorschriften massiv erschwert und teilweise unmöglich gemacht werden! Dagegen protestieren die Naturfreunde Österreich massiv und fordern, die ersatzlose Streichung des § 4, Absatz (3) a bis f.

Begründung: Die geforderten Meldepflichten an einen Berufsverband sind unzumutbar und stellen eine unnötige Erschwernis der ohnehin nur mit großem Aufwand bewältigbaren ehrenamtlichen Vereinsarbeit dar. Es ist nicht nachvollziehbar, wozu jede einzelne Unterrichtsmaßnahme (Beginn und Ende, Gemeindegebiet, Gruppen- und Teilnehmeranzahl) samt den persönlichen Daten von Lehrkräften (Name, gültige Mitgliedschaft, Nachweis fachlicher Eignung) und TeilnehmerInnen (Namen, aufrechte Mitgliedschaft) einem Berufsverband zu melden sind! Andere Skiverbände werden hingegen im § 4 Absatz 4 von der Meldepflicht ausgenommen. Das ist ein grober Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. Zudem ist nicht geklärt, dass die weiter zu gebenden persönlichen Daten von Lehrkräften und TeilnehmerInnen ausreichend geschützt sind!

"Für die Naturfreunde Österreich muss in einem zukünftigen Tiroler Schneesportunterrichtsgesetz gewährleistet sein, dass die von fachlich bestens ausgebildeten Ski- und Schneesportinstruktoren über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren durchgeführte ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich des Schneesportunterrichts von Vereinsmitgliedern keine wie immer geartete Einschränkung erfährt und im bisherigen Umfang erhalten bleibt", stellt der Bundesvorsitzende der Naturfreunde Österreich, Dr. Karl Frais, empört fest.

Die Naturfreunde haben sich mit der Bitte um Unterstützung bereits an die Tiroler Landesregierung gewandt. "Würde dieses Gesetz in der vorliegenden Form beschlossen werden, so wäre ein Flächenbrand in ganz Österreich die Folge, der die ehrenamtliche Breitensportarbeit im Wintersportbereich unmöglich machen würde", stellen die Naturfreunde Österreich abschließend fest.

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