Wiens Gästenächtigungen 2008: 10 Millionen-Grenze gesprengt

+ 5,8 % brachten sechstes Rekordjahr in Folge

Wien (TP/OTS) - Ein historisches Ergebnis für Wiens Tourismuswirtschaft konnten Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Mag.a. Renate Brauner bei der Bürgermeister-Pressekonferenz am Dienstag verkünden, in der sie gemeinsam mit Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin KommR.in Brigitte Jank und Tourismusdirektor Norbert Kettner die Wiener Tourismusbilanz 2008 präsentierten. Wie Brauner berichtete, "hat Wien 2008 mit 10,2 Millionen Nächtigungen nicht nur den sechsten Jahresrekord en suite hingelegt, sondern auch das im Projekt 2010 angestrebte Ziel zwei Jahre früher erreicht. Zur Nächtigungssteigerung von 5,8 % gegenüber 2007 kommt noch ein fast doppelt so hoher Zuwachs beim Netto-Nächtigungsumsatz der Hotellerie. Es fehlen zwar noch die Dezember-Zahlen, doch von Jänner bis November 2008 wurden 447 Millionen Euro umgesetzt, was einem Plus von 10,4 % entspricht."

Zum laufenden Jahr betone die Vizebürgermeisterin: "Auch im Tourismus gilt, dass die schwierige wirtschaftliche Situation nur mit Optimismus zu bewältigen ist, und das Ergebnis 2008 gibt uns dazu auch allen Grund. Natürlich gibt es viele externe Faktoren, die wir nur schwer beeinflussen können, deswegen haben wir ein wohlüberlegtes und zielorientiertes Paket geschnürt. Wir werden, trotz widriger Rahmenbedingungen, alles daran setzen, uns von der Weltwirtschaftskrise unseren 'historischen Erfolg' nicht wieder abjagen zu lassen. Unser Ziel ist es, die Arbeitplätze im Tourismus und allen mit ihm verbundenen Wirtschaftszweigen sicherzustellen, sowie die Auslastung und das Preisniveau der Wiener Hotels zu halten. Allen Beteiligten am Projekt 2010 - und dazu gehören neben vielen Repräsentanten der Wiener Tourismuswirtschaft, auch Experten aus Kultur, Wirtschaftsförderung und -forschung, der Stadtverwaltung und der Wirtschaftskammer Wien - gratuliere ich noch sehr herzlich zu der beachtlichen 'Plansollüberschreitung' mit dem Ergebnis 2008 und danke ihnen für ihr Engagement. Die in diesem Projekt so erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit aller den Tourismus unserer Stadt beeinflussenden Kräfte ist ein großer Wettbewerbsvorteil der Destination Wien, der sich auch im heurigen Jahr bewähren wird."

Wiens Tourismuswirtschaft gibt mehr als 70.000 Menschen Arbeit

Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, sagte: "Für die erfreuliche Tourismusbilanz 2008 ist neben dem hervorragenden Ruf Wiens als Kulturmetropole auch die Top-Qualität der Wiener Tourismusbetriebe verantwortlich. Ein breites Kunst- und Kulturangebot und gute Marketingideen alleine können ohne das Engagement und die Investitionen der Wiener Hoteliers nicht erfolgreich sein. Diese Qualitätsoffensive zeigt sich im deutlich angestiegenen Anteil der Hotels der 4 und 5-Sternekategorie. Mittlerweile zählen 45 Prozent der Wiener Hotels dazu. Ebenso gestiegen ist die Zahl der Gäste in den obersten Stern-Kategorien. Die hohe Innovationskraft der Wiener Unternehmer zeigt sich auch in neuen Hotelkonzepten: vom energiesparenden Passiv-Hotel über Paketlösungen für Gäste, die neben dem Hotel auch Kulturange¬bote buchen wollen, bis zu den Angeboten für junge Touristen. Die Wiener Tourismuswirtschaft leistet einen großen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg Wiens. Sie erwirtschaftet insgesamt über 4 Milliarden Euro und beschäftigt über 70.000 Mitarbeiter".

Mehr Vertrauen in Destination Wien angebracht

Auf Details des Nächtigungsergebnisses 2008 ging Tourismusdirektor Kettner folgendermaßen ein: "Zunächst sei hiermit festgehalten, dass Wien 2008 bei keinem einzelnen Monatsergebnis unter dem Vergleichswert 2007 gelegen ist. Das zeigt nämlich, wie verfehlt die vorschnellen Horrorszenarien waren, die in den letzten Monaten verbreitet worden sind. Die Dynamik der Nächtigungsentwicklung hat sich gegen Jahresende zwar verlangsamt, doch das 2007 erreichte hohe Dezember-Niveau wurde 2008 trotz Wirtschaftskrise nicht nur gehalten, sondern noch übertroffen - sei es auch nur um 0,2 %, so war es dennoch Wiens bester Dezember, und 'Einbrüche', wie sie immer wieder angedroht wurden, sehen anders aus. Auch dass wir 2008 die 10 Millionen Nächtigungen nicht nur zwei Jahre früher als angepeilt erreicht, sondern sogar sehr deutlich überschritten haben, sollte allen Unheilspropheten Anlass sein, mehr Vertrauen in die Destination Wien zu setzen."

Zur vorzeitigen Realisierung des Ziels im Projekt 2010 meinte der Tourismusdirektor: "Weil dieser Erfolg dazu verleiten mag, das Erreichte geringzuschätzen, sei der Ausgangspunkt des Projekts in Erinnerung gerufen: Nach einem leicht rückläufigen Jahr 2001 mit 7,69 Millionen Nächtigungen hat die Strategiegruppe begonnen, das Projekt 2010 zu erarbeiten, in einem Jahr für das ein weiterer Rückgang bereits absehbar war, der 2002 mit 7,66 Mio. Nächtigungen auch eintrat. Sich aus dieser Position eine Steigerung auf 10 Millionen in den folgenden acht Jahren vorzunehmen, war ein reichlich ambitioniertes Unterfangen, an dessen Gelingen selbst die am Projekt Beteiligten Zweifel hatten. Mut, beharrlicher Einsatz und vor allem die gemeinschaftliche Vorgangsweise haben sich gelohnt, doch auch die Kooperationsbereitschaft vieler in die Strategiegruppe nicht direkt eingebundener Mitgestalter der Destination Wien möchte ich hier dankend erwähnen. Die Region Greater Vienna, die in internationalen Vergleichen, wo auch die Nächtigungszahlen in Umlandgemeinden der Städte mitgezählt werden, von Bedeutung ist, brachte es 2008 schon auf rund 11 Millionen Nächtigungen, womit Wien seinen Platz unter Europas Top-Destinationen erfolgreich verteidigt. Wien hat in den letzten sechs Jahren gute Vorsorge getroffen, gehen wir das sperrige 2009er Jahr beherzt an, indem wir gemeinsam an einem Strang ziehen. "

Auswirkungen der Fußball-EM nicht zu unterschätzen

Das Jahresergebnis 2008 war laut Kettner "bei den Hauptmärkten besonders den Gästen aus Deutschland, Russland und Rumänien zu verdanken, aber die CEE-Märkte haben auch kräftig mitgewirkt. So liegen etwa die Nächtigungssteigerungen aus Tschechien, Polen und der GUS ohne Russland alle um die 30 % über den Zahlen 2008, aus der Ukraine sogar über 40 %. Hervorragend entwickelt haben sich auch Zentral- und Südamerika mit plus 14 % sowie Indien mit plus 31 %. Und wer übrigens der Fußball-EM positive Auswirkungen auf den Tourismus abspricht, möge mir bitte die 33 % Zuwachs aus der Türkei und die 44 % bei Kroatien erklären; auch die 11 % plus aus Deutschland halte ich für einen souverän verwerteten Elfmeter."

Bei Wiens Hauptmärkten stiegen 2008 die Nächtigungen aus Deutschland (+ 11 %), Italien (+ 1 %), Spanien (+ 1 %), Russland (+ 41 %), Rumänien (+ 36 %), der Schweiz (+ 8 %) und Frankreich (+ 3 %). Unverändert bleib die Anzahl aus Österreich, und Rückgänge gab es aus den USA (- 21 %) und Großbritannien (- 3 %). In Wiens Hotellerie profitierten vom Rekordergebnis 2008 alle Kategorien bis auf die Luxushäuser, die um 5 % weniger Nächtigungen zu verzeichnen hatten als 2007. Wiens Beherbergungskapazität erhöhte sich von 2007 auf 2008 besonders stark, nämlich um rund 3.300 Betten auf insgesamt 50.200 (+ 7,1 %). Die Zimmer waren 2008 durchschnittlich zu rund 70 % ausgelastet (2007: rund 71,0 %), die erhobene durchschnittliche Bettenauslastung betrug 55,9 % (2007: 58,2 %). Der Netto-Nächtigungsumsatz der Hotellerie liegt erst für Jänner bis November 2008 vor, und schlug in diesem Zeitraum mit 446.836.000 Euro (+ 10,4 %) zu Buche.

Die Ergebnisse im Detail:

Herkunftsland Nächtigungen Nächtigungen Nächtigungsumsatz netto Jänner-Dezember Dezember Jänner-November 2008 2008 Deutschland 2.110.000 +11% 145.000 +4% 86.459.000 Euro +15% Österreich 2.002.000 +/-0% 170.000 -7% 80.618.000 Euro +4% Italien 576.000 + 1% 81.000 +5% 20.416.000 Euro +6% USA 518.000 -21% 31.000 -18% 29.771.000 Euro -18% GB 400.000 -3% 33.000 -19% 21.202.000 Euro +2% Spanien 364.000 +1% 21.000 -11% 15.495.000 Euro +4% Russland 321.000 +41% 26.000 +6% 16.527.000 Euro +54% Rumänien 313.000 +36% 48.000 +24% 10.513.000 Euro +44% Schweiz 304.000 +8% 25.000 +/-0% 14.573.000 Euro +15% Frankreich 286.000 +3% 27.000 -1% 11.741.000 Euro +9% Übrige 3.037.000 276.000 139.523.000 Euro alle Länder 10.232.000 +5,8% 884.000 +0,2% 446.836.000 Euro +10,4% *) ohne Frühstück, Heizungszuschlag, Umsatzsteuer

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