Investitionseinbruch im Tourismus: Ganze Regionen gefährdet

ÖHV: Investitionen fördern statt verhindern

Wien (TP/OTS) - Ganze Regionen leiden unter massiven Investitionsrückgängen. Die vom Gemeindebund geforderte Konjunkturmilliarde soll dort eingesetzt werden, wo sie am effizientesten wirkt: in den Betrieben.

Eine Kreditklemme ungeahnten Ausmaßes verhindert Investitionen von Tourismusbetrieben im großen Stil: "Nicht einmal absolute Spitzenbetriebe können zu den momentanen Konditionen Mittel aufnehmen. Bauvorhaben werden auf die lange Bank geschoben. Das wird sich auf ganze Regionen fatal auswirken", erklären die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Peter Peer und Sepp Schellhorn. Österreichs Tourismus sichert 15,8 Mrd. Euro an direkter Wertschöpfung pro Jahr. "80 Prozent der Aufträge gehen an Betriebe im Umkreis von 90 km. Das hängt momentan alles in der Luft", verdeutlichen Peer und Schellhorn. Die Umwegrentabilität der Branche ist beachtlich: Jeder Arbeitsplatz in der Branche schafft zwei Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft.

Steuergeld effizient einsetzen

"Wie der Gemeindebund bestätigt, geht die größte Gefahr für die Gemeinden und Regionen vom Investitionseinbruch im Tourismus aus. Hier muss punktgenau, rasch und effizient angesetzt werden. Eine Konjunkturmilliarde sollte dort eingesetzt werden, wo Investitionen angekurbelt werden können - in den Betrieben", so Peer.

Lokaler Wirtschaftsmotor Tourismus

Aktive Gemeinden würden - zusätzlich zu den stark gestiegenen Einnahmen aus dem Finanzausgleich - vom Tourismus profitieren:
"Gemeindeübergreifendes Destinationsmanagement würde zusätzliche Wertschöpfung sichern. Schließlich leben viele Gemeinden fast ausschließlich von unserer Branche, von den Arbeitsplätzen, von den Steuern und Abgaben", so Schellhorn. Weitere Maßnahmen zur Förderung der Branche wie die einheitliche Regelung von Tourismusabgaben würden beiden Seiten helfen. Unterstützung vom Gemeindebund fordert Schellhorn bei der Abschaffung der Kreditvertragsgebühr: "Das würde Arbeitsplätze in den Gemeinden sichern. Denn damit hält die Bundesregierung Betriebe von Investitionen ab, anstatt sie dabei zu unterstützen. Dass dieser Wettbewerbsnachteil noch nicht abgeschafft ist, versteht in der momentanen Situation wirklich niemand mehr."

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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