Volle Kraft für die Konjunktur-Lok Tourismus

ÖHV, T.A.I. und Casinos Austria überreichen Tourismusausschuss 12-Punkte-Programm, das als roter Faden für die Ausschussarbeit dienen soll

Wien (TP/OTS) - Die Initiative "Konjunkturmotor Tourismus",
getragen von den Casinos Austria, T.A.I. - Österreichs größter Fachzeitung für Tourismuswirtschaft, und der ÖHV (Österreichische Hoteliervereinigung), hat in Abstimmung mit maßgeblichen Vertretern des Tourismus zwölf Punkte ausgearbeitet, die künftig vorrangig vom Tourismusausschuss behandelt werden sollen. Das 12-Punkte-Programm wurde am Montag, den 2. März 2009, den Tourismussprechern der fünf im Nationalrat vertretenen Parteien, Heidrun Silhavy (SPÖ, sie ist Obmannstellvertreterin im Ausschuss), Franz Hörl (VP), Roman Haider (FPÖ, Obmannstellvertreter im Ausschuss), Maximilian Linder (BZÖ, er ist Ausschuss-Vorsitzender) und Gabriela Moser (Grüne, Schriftführerin im Ausschuss), überreicht.

Der Grund für diese Aktion: am 25. März findet die 2. Sitzung des Tourismusausschusses im Nationalrat statt. Nachdem in der 1. Sitzung Mitte Dezember die personellen Angelegenheiten geklärt wurden (Vorsitz, Stellvertreter etc.), geht es bei dem kommenden Termin um die Festlegung jener Themen, die im Ausschuss behandelt werden sollen. Von jeder Partei werden dazu vier Themen vorgeschlagen, mit dem Ziel, diese auf sechs bis sieben Punkte zu verdichten, denen sich der Ausschuss intensiv widmen wird. Das 12-Punkte-Programm der Initiative "Konjunkturmotor Tourismus" soll bei der Themenauswahl als roter Faden dienen.

Darüber hinaus werden die drei Partner der Initiative "Konjunkturmotor Tourismus" die Ausschuss-Mitglieder, allen voran die Tourismussprecher, zu "Polit-Talks" mit der Praxis in allen neun Bundesländern einladen. Die Auftaktveranstaltung dazu ist für Mitte April vorgesehen. Die zwölf Punkte im Detail:

Hotellerie

1) Sicherstellung eines ausreichenden Mitarbeiterpotentials

Der Mitarbeiterbedarf im österreichischen Tourismus wird nach einer Phase der Stagnation bereits 2011 wieder stark zunehmen. Aufgrund des Geburtenrückgangs in Österreich in den vergangenen Jahren wird sich der Fachkräftemangel noch verstärken. Der Wettbewerbsnachteil für Österreichs Tourismus im Wettlauf um die besten Mitarbeiter muss abgeschafft werden.

2) Finanzierungsoffensive für investitionswillige Unternehmen

An den 15,8 Mrd. Euro, die Österreichs Tourismus zur Wertschöpfung beiträgt, lässt sich der hohe Stellenwert der Brancheninvestitionen für die heimische Wirtschaft ablesen. Teils unannehmbare Konditionen bei der Kreditvergabe und prognostizierte Nächtigungsrückgänge erschweren Investitionen. Eine Unterstützung seitens der Regierung würde nicht nur Tourismusbetriebe, sondern ganze Regionen wirtschaftlich sichern. Zahlreiche Unternehmen leben von den Aufträgen der Hotellerie, die 80 % der Investitionsaufträge an Betriebe im Umkreis von 90 km vergibt.

3) Marketingoffensive: Erhöhung des ÖW-Budgets, Nahmarktoffensive

Der hohe Stellenwert des Tourismus als Arbeitsplatz- und Investitionsmotor erfordert ein rasches Gleichziehen mit anderen Ländern, die ihre Werbebudgets massiv erhöhen. So hat etwa die Schweiz erst unlängst mehr als 10 Mio. Euro zusätzlich für antizyklische Tourismuswerbung zur Verfügung gestellt. Österreich hat durch die Nichtanpassung des ÖW-Budgets seit dem Jahr 2000 einen Kaufkraftverlust von etwa 20 Prozent erfahren. Das sind etwa 10 Mio. Euro, die der Tourismuswerbung Jahr für Jahr fehlen. Ein einmaliges Sonderbudget von 4 Mio. Euro ist hier nicht ausreichend.

Verkehr

4) Vernetzung der Verkehrssysteme

Eine stärkere Verknüpfung von Individualverkehr und Öffentlichem Verkehr in Österreich - wie bei Flughäfen im Ausland üblich - würde die Anreise für in- und ausländische Gäste erleichtern und einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt leisten.

5) Förderung des Flugverkehrs

Der Flugverkehr hat, nicht zuletzt infolge der stark gesunkenen Flugpreise, in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Insbesondere ausgabefreudige Ferngäste und Businessgäste bevorzugen das Flugzeug. Parallel dazu wurden und werden von der Luftfahrtindustrie intensive Anstrengungen zur Senkung des CO2 Ausstoßes unternommen. Eine Kürzung der Flugverbindungen von und nach Österreich würde der internationalen Konkurrenz im Wettlauf um den Gast in die Hände spielen.

6) Kooperationsoffensive zwischen ÖBB und Tourismusbetrieben

Während in der Schweiz ein Drittel der internationalen Gäste per Bahn anreist, sind es in Österreich gerade einmal 7 Prozent. Hier bedarf es vermehrter Anstrengungen, um diesen Anteil zu heben. Eine engere Kooperation zwischen den ÖBB und Tourismusbetrieben (Packages) wäre hier hilfreich.

(Incoming)Reisebüros

7) Anhebung des ÖW-Budgets um 10 Mio. Euro

Für den Erfolg der Incoming-Reisebüros ist die optimale Bewerbung des Urlaubslandes Österreich unabdingbar. Die Erhöhung des ÖW-Budgets um 10 Mio. Euro pro Jahr würde die notwendige mediale Präsenz im Ausland und damit die Präsenz in den Köpfen der Urlauber aus aller Welt erhöhen.

8) Weiterentwicklung von AMS-Instrumenten zur Aus- und Weiterbildung sowie für den Fall notwendiger Personalanpassungen

Die mitarbeiterintensive Reisebürobranche ist auf Ausbildung auf höchstem Niveau und ständige Weiterbildung angewiesen. Um diese ihren Mitarbeitern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewähren zu können und gleichzeitig für den Fall notwendiger Reduktionen des Personalstands gewappnet zu sein, wäre die Weiterentwicklung bereits bestehender AMS-Instrumente dringend notwendig.

9) Kundengeldabsicherung für Airline-Konkurse

Analog zur Regelung für Reiseveranstalter sollte im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation zahlreicher Airlines für Reisebüros eine entsprechende Regelung eingeführt werden. Damit soll die Branche vor Regressansprüchen der Kunden bewahrt werden, die infolge geleisteter Zahlungen für Flüge mit insolvent gegangenen Airlines eintreten könnten.

Seilbahnen

10) UVP-Gesetz - Novelle

Änderung des Grenzwertes bei der Kumulation von Seilbahnprojekten von 5 ha Geländeinanspruchnahme auf 20 ha Geländeveränderung.

11) Schulskikursförderung

Wintersportwochen haben ganze Generationen von Österreichern geprägt und zu leidenschaftlichen Skifahrern gemacht. Maßnahmen auf nationaler Ebene zur Forcierung von Wintersportwochen in den Schulen, um dem Rückgang dieses Angebots entgegenzuwirken, wären gesundheits-wie auch wirtschaftspolitisch wertvoll.

12) Sicherung der klimaverträglichen Entwicklung des Wintertourismus

Förderungen zur energietechnischen Verbesserung von Beschneiungsanlagen, Aufstiegshilfen und Pistengeräten.

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