Tourismus 2009: Außen gute Stimmung erzeugen, intern umso härter arbeiten

ÖHV-Positionspapier zeigt viel Handlungsspielraum auf

Wien (TP/OTS) - Die Konjunkturkrise erfordert ein Umdenken. Auch
der Tourismus ist davon nicht ausgenommen. Die ÖHV hat die Situation analysiert und viel Handlungsspielraum aufgedeckt.

"Das Urlaubsland Österreich präsentiert sich auf der ITB in der Auslage des größten Tourismusmarktes der Welt - dort wird entschieden, wo der Urlaub hingeht. Die Österreich Werbung und die Landestourismusorganisationen vermitteln einen tollen Eindruck und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erfolg in schwierigen Zeiten", erklären die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Peter Peer und Sepp Schellhorn. Gute Stimmung wird transportiert, Vorfreude auf den Urlaub in Österreich erzeugt: "Wir brauchen diese schönen Bilder, wir brauchen die positive Stimmung bei unseren Gästen", halten die Präsidenten fest. Das Engagement für die Tourismusbetriebe dürfe darunter allerdings nicht leiden: "Wo Handlungsbedarf besteht - und den gibt es - muss er auch aufgezeigt werden. Wir haben deshalb die Handlungsfelder im Tourismus analysiert und viel Handlungsspielraum aufgezeigt", verweisen die Präsidenten auf das ÖHV-Positionspapier 2009, das auf bessere Rahmenbedingungen für den Tourismus abzielt, von flexibleren Arbeitszeiten, mehr Mitteln für die Bewerbung, der Bereitstellung von Investitionsmitteln, administrativen und steuerlichen Maßnahmen bis hin zu langfristigen Qualifikationsmaßnahmen.

Kein Schönwetterprogramm bei Unwetterwarnung

"Unsere Betriebe sind gut aufgestellt. Aber deshalb geht die Wirtschaftskrise nicht spurlos an ihnen vorüber: Investitionen werden zurückgestellt, die Betriebe sind in ihrer Einstellungspolitik zurückhaltender", verweist Schellhorn auf Auftragsrückgänge in Tourismusgemeinden und den Beschäftigungsausblick von Manpower: Lag der Tourismus dort mit Stellenzuwächsen von über zehn Prozent im Branchenvergleich bisher immer weit vorne, wird jetzt ein Stellenrückgang von fünf Prozent konstatiert. Das ergibt den vorletzten Platz im Branchenranking. Geradezu im Stich gelassen muss sich Österreichs Stadthotellerie fühlen: "Gerade die, die sonst über Nächtigungsrekorde jubeln, nehmen jetzt die Rückgänge zur Kenntnis, ohne etwas zu unternehmen. Das ist ein möglicher Zugang - aber sicher nicht unserer", fordert Peer mehr Engagement ein.

Beruf mit Zukunftsaussichten weit über die Branchengrenzen hinaus

Nicht nachvollziehbar sei das Festhalten der Gewerkschaft an ihrer Blockadepolitik: "Die Zahl der Arbeitslosen steigt, die der offenen Stellen sinkt - und trotzdem werden Jobs mit Zukunft verhindert. Die Gewerkschaft wird heuer vielen Jugendlichen erklären müssen, warum sie keine Lehrstelle finden", verweist Peer auf das fertig ausgearbeitete Berufsbild des Rezeptionisten. Mit dem Schwerpunkt im IT-Bereich würde dieser innovative Beruf viele Jugendliche ansprechen: "Der Rezeptionist ist die zentrale Schaltstelle in einem Hotel. Die erforderlichen kommunikativen Fähigkeiten und IT-Kenntnisse sind in vielen Berufen gefragt und ein echter Schrittmacher auf der Karriereleiter - das geht weit über den Fachbereich hinaus. Damit könnten wir vielen Jugendlichen Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit Zukunft anbieten", so Peer. Wie dringend die benötigt würden, zeigt die alljährliche Lehrstellenlücke. Nun böte sich die Chance, Gegenmaßnahmen zu setzen:
"Wir würden zumindest 300 Jugendlichen einen Job mit Zukunft anbieten", so Peer.

Das ÖHV-Positionspapier können Sie hier downloaden.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63 % der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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Hofburg,1010 Wien
Peter Peer, ÖHV-Präsident (Stadthotellerie)
Novotel, Mercure und Suitehotel Österreich, Wien
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Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident (Ferienhotellerie)
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