Vergleich der branchenüblichen Löhne und Gehälter

Aktuelle Ergebnisse aus dem Lohnbenchmark

Wien (TP/OTS) - Die aktuellsten Lohn- und Gehaltsdaten des Winterhalbjahrs 08/09 der österreichischen Ferienhotellerie liegen vor:

  • Sinkende Wochenarbeitszeiten und steigende Löhne
  • Stark steigende Löhne für Service- und Wellness-AbteilungsleiterInnen
  • IST-Löhne deutlich über den KV-Löhnen
  • In West-Österreich wird mehr gezahlt und länger gearbeitet

Das Jahr 2008 war für Österreichs Tourismus ein großer Erfolg. Österreich verzeichnete im Jahr 2008 rund 126,6 Millionen Nächtigungen - um 4,2 % mehr als im Jahr 2007. Die Ankünfte sind um 4,7 % auf ein Allzeithoch von 32,6 Mio. Ankünften gestiegen. Für das Jahr 2009 sind die Prognosen unsicher, die ersten Nächtigungsrückgänge wurden jedoch bereits registriert.
Die Tourismus-Branche ist eine essentielle Stütze der österreichischen Beschäftigung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Wohlstandssicherung in Österreich. Die Zahl der MitarbeiterInnen im Tourismus bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau. Im Jahr 2008 waren durchschnittlich 181.000 MitarbeiterInnen im Tourismus beschäftigt.

Auf Initiative der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) wurde im Jahr 2007 in einem Kooperationsprojekt mit dp personal software und Kohl & Partner eine große österreichweite Plattform zur Ermittlung der Lohnbenchmarks in der Österreichischen Hotellerie geschaffen. Dieser bietet den UnternehmerInnen und ManagerInnen in der Tourismusbranche, als professionell aufbereitetes Internet-Tool, permanent aktuelle, individuelle und detaillierte Abfrage-Möglichkeiten.
Die Lohn-Plattform der Österreichischen Hotellerie finden Sie unter http://www.lohnbenchmark.at.

Wie sehen die aktuellsten Lohnbenchmarks des Winterhalbjahrs 08/09 aus?

Die Ergebnisse stützen sich derzeit auf Lohn- und Gehaltsdaten von mehr als 7.430 MitarbeiterInnen in der österreichischen Ferienhotellerie. Die aktuellsten Lohnbenchmarks des Winterhalbjahrs 08/09 (WHJ 08/09) basieren auf der Auswertung vom Februar 2009. Bei den dargestellten IST-Löhnen handelt es sich um Brutto Löhne exkl. Arbeitgeberabgaben.

Sinkende Wochenarbeitszeiten und steigende Löhne

Im WHJ 08/09 wurde um durchschnittlich 0,4 % weniger in der Woche gearbeitet als im WHJ 07/08. Durchschnittlich wird im WHJ 08/09 rund 48 Stunden pro Woche gearbeitet. Parallel dazu erhöhten sich die IST-Bruttolöhne um über 3,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Stark steigende Löhne für Service- und Wellness-AbteilungsleiterInnen

Die AbteilungsleiterInnen im Bereich Service und Wellness konnten ihre Bruttolöhne gegenüber dem WHJ 07/08 signifikant steigern. So liegen die IST-Bruttolöhne der AbteilungsleiterInnen im Service um über 4,6 % höher als im Vorjahr.

Die Wellness-AbteilungsleiterInnen verzeichneten eine Lohn-Steigerung von über 7,2 % im Vergleich zum WHJ 07/08. Auffallend ist auch, dass sowohl Service- als auch Wellness-AbteilungsleiterInnen ihre Wochenarbeitszeit gegenüber dem WHJ 07/08 reduzierten (Service- um 0,8 % und Wellness-AbteilungsleiterInnen um 5,7 % ggü. dem WHJ 07/08).

IST-Löhne deutlich über den KV-Löhnen

Im WHJ 08/09 liegen die IST-Bruttolöhne für die Leitungspostionen in den klassischen Abteilungen Küche, Service, Etage und Rezeption weiterhin deutlich um ca. 40 % bis 98 % über den KV-Löhnen. Bereits im WHJ 07/08 wurden die IST-Bruttolöhne, im Rahmen der Sonderauswertung für das tourismusintensive Bundesland Salzburg, mit den KV-Löhnen für die oben genannten vier Abteilungen verglichen. Nun wurde dieser Vergleich mit den aktuellen IST-Bruttolöhnen des WHJ 08/09 und den neuen KV-Löhnen vom 1. Mai 2008 aktualisiert.

  • Küchenchefs verdienen durchschnittlich 98 % über dem Kollektivvertragslohn (KVL), im WHJ 07/08 verdienten die Küchenchefs 90 % über dem KVL
  • Der durchschnittliche IST-Bruttolohn des Oberkellners liegt 61 % höher als der KVL, vor einem Jahr waren es rund 46 % über KVL
  • Gouvernanten verdienen rund 62 % über KVL, im WHJ 07/08 waren es rund 42 % über KVL
  • Das IST-Bruttogehalt der Empfangschefs liegt durchschnittlich 41 % über dem KVL, voriges Jahr wurde für die Position Empfangschef im Bundesland Salzburg 50 % über KVL gezahlt

Auch ein Bericht des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) stützt die Aussagen des Lohnbenchmarks und kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Laut der WIFO-Befragung verdienten z.B. 60 Prozent der Kellner über dem Kollektivvertragslohn. Auch die Mehrheit der Köche und des Empfangspersonals wird über Kollektivvertrag bezahlt (Quelle:
Ausbildungserfordernisse und Arbeitskräftebedarf im österr. Beherbergungs- und Gaststättenwesen, WIFO, 2009).

In West-Österreich wird mehr gezahlt und länger gearbeitet

Im WHJ 08/09 ist der IST-Bruttolohn pro MitarbeiterIn in West-Österreich (Salzburg, Tirol und Vorarlberg) deutlich höher als der IST-Bruttolohn pro MitarbeiterIn in Ost-Österreich (Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Wien).

Durchschnittlich höhere monatliche IST-Bruttolöhne pro MitarbeiterIn in West-Österreich als in Ost-Österreich nach Abteilungen:

  • Wellness + 320,- Euro
  • Rezeption + 205,- Euro
  • Etage + 230,- Euro
  • Service + 340,- Euro
  • Küche + 290,- Euro

Zu beachten ist, dass in West-Österreich im WHJ 08/09 die MitarbeiterInnen auch länger arbeiten. Die MitarbeiterInnen in West-Österreich verdienen zwar mehr, sie sind aber auch bereit deutlich länger zu arbeiten. Die MitarbeiterInnen in West-Österreich arbeiten durchschnittlich über 6 Stunden pro Woche länger als ihre KollegenInnen in Ost-Österreich.

Werden die monatlichen Überstunden in diesem Vergleich mit berücksichtigt und auf Monatsbasis der ostösterreichischen MitarbeiterInnnen hoch gerechnet, so liegen die IST-Bruttolöhne in West-Österreich trotzdem noch über den IST-Bruttolöhnen in Ost-Österreich.

Die Wellness-MitarbeiterInnen in West-Österreich arbeiten geringfügig länger als ihre Wellness-KollegenInnen in Ost-Österreich und verdienen somit um 225,- Euro brutto mehr im Monat.

Für die Rezeptionsabteilung wurden ebenfalls die monatlichen Überstunden auf Basis Ost-Österreich bereinigt. Das Ergebnis zeigt, dass die Rezeptions-MitarbeiterInnen im Westen 15,- Euro brutto mehr im Monat verdienen.

In der Etage sind es 6,- Euro, im Service 59,- Euro und in der Küche 22,- Euro pro Monat über den monatlichen IST-Bruttolöhnen der MitarbeiterInnen in Ost-Österreich.

Die Teilnahme am www.lohnbenchmark.at zahlt sich aus
Die Teilnahme an der neuen österreichweiten Plattform bietet den Hoteliers folgende Vorteile:

1. Dateneingabe und Abfrage zu jeder Zeit und immer top-aktuell. 2. Professionelle und übersichtliche Aufbereitung der Benchmarks für jeden einzelnen bekannten Beruf in der Tourismusbranche. 3. Unmittelbare Abrufbarkeit sämtlicher Benchmarks und Sonderauswertungen. 4. Die Löhne und Arbeitszeiten der Mitarbeiter werden auf den individuellen Betriebstyp und Standort bezogen und punktgenau mit denen aus ähnlich strukturierten Betrieben verglichen. 5. Die Unternehmer erfahren, wo sie stehen, wie weit ihre Löhne von denen ihrer Kollegen abweichen. 6. Sie erhalten damit eine professionelle Unterstützung bei den jährlichen Lohnverhandlungen, Einstellungsgesprächen und für die Mitarbeiterbudgets.

Die Teilnahme kostet für Mitglieder bzw. Kunden eines der Projektpartner 159,- Euro (+ USt.) pro Jahr und für alle anderen Unternehmen 198,- Euro(+ USt.). Details dazu sind unter http://www.lohnbenchmark.at zu finden.

Eine Grafik, die einen Vergleich zwischen IST-Löhnen und KV-Löhnen darstellt können Sie hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect.php?oehv12

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63 % der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

Weitere Pressemeldungen und Infos finden Sie unter http://www.oehv.at

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt:
Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer
Tel.: +43 (0)1 533 09 52
Fax: +43 (0)1 533 70 71
office@oehv.at
http://www.oehv.at

*** TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT ***

TPT0003 2009-03-24/09:46

240946 Mär 09

ÖHV Touristik Service GmbH
Piaristengasse 16/7
A-1080 Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TMP0003