Trotz Nächtigungsrückgangs im Februar bleibt die Gesamtbilanz positiv

Schenner: "Tourismus auch in unrunden Zeiten eine verlässliche Stütze!" - Sonderbudget verleiht der Österreich Werbung zusätzlichen Schwung

Wien (TP/OTS) - Nach einer Reihe ausgezeichneter Ergebnisse in der laufenden Wintersaison ist der Februar der erste Monat, der nicht mit einem Nächtigungszuwachs endet. Mit 16 Millionen Übernachtungen gab es einen Rückgang von 5,2 Prozent gegenüber dem absoluten Rekordmonat Februar 2008. Dennoch wurde heuer das zweitbeste jemals erhobene Februar-Ergebnis erzielt. Berücksichtigt man die Tatsache, dass der Erhebungszeitraum im Februar 2008 infolge des Schaltjahres um einen Tag länger war, so reduziert sich der Rückgang auf 1,8 Prozent.

Auch im März ist ein leichter Rückgang zu erwarten. Im April, dem letzten Monat des statistischen Winterhalbjahrs, dürfte wegen des späten Ostertermins hingegen neuerlich ein Nächtigungs- und Umsatzplus ins Haus stehen. Die Bilanz der bisherigen Wintersaison (November 2008 bis Februar 2009) liegt bei den Nächtigungen mit 1,1 Prozent im Plus.

"Trotz Wirtschaftskrise können sich die heimischen Tourismusunternehmer und ihre mehr als 180.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über den zweitbesten Winter aller Zeiten freuen. Speziell in der Ferienhotellerie läuft es überwiegend gut, während Stadt- und Kongresstourismus unter der wirtschaftlich bedingten Zurückhaltung der Veranstalter und Tagungsteilnehmer leiden", zieht der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Hans Schenner, eine überwiegend positive, jedoch nicht ungetrübte erste Bilanz des Tourismus-Winters 2008/09.

Rückläufig waren im Februar 2009 sowohl der Inländer- als auch der Ausländertourismus. Über Einbußen klagen vor allem die Städte. Metropolen wie Wien (minus 10,1 Prozent) und Salzburg (minus 9,7 Prozent) bekamen im Februar den Rückgang bei den Geschäftsreisen bereits deutlich zu spüren. Als Folge dieses Abschwungs gingen in den 5- und 4-Sterne-Betrieben die Nächtigungen um 5,3 Prozent zurück. In den 3-Sterne-Betrieben betrug das Minus 6,2 und in den 2- und 1-Sterne-Betrieben 11,2 Prozent

"Mit dem Rekordwinter 07/08, der bekanntlich ein Plus von 6,6 Prozent gegenüber dem Winter 06/07 gebracht hatte, werden wir diesmal nicht ganz mithalten können, aber trotzdem wieder kräftig zur Aufbesserung unserer Handelsbilanz beitragen. Es zeigt sich also einmal mehr, dass der Tourismus gerade in wirtschaftlich unrunden Zeiten eine verlässliche Stütze für die Wirtschaft ist. Das sieht übrigens auch die Österreichische Bevölkerung so, wie eine jüngst veröffentlichte Umfrage über das Tourismusbewusstsein der Österreicher belegt", kommentiert Schenner die Entwicklung.

Über der Sommersaison 2009 stehe infolge der weltweiten Finanzmarktkrise ein Fragezeichen. Die gut anlaufenden Buchungen und der Trend zum Urlaub im Nahbereich bzw. im eigenen Land lassen aber dennoch Optimismus zu.

Tourismus-Obmann Schenner wies in diesem Zusammenhang auf eine erstmals durchgeführte Umfrage der EU-Kommission in den 27 EU-Mitgliedsstaaten hin, die den Trend zum Urlaub im eigenen Land bestätigt. Demnach wollen heuer 48 Prozent der EU-Bürger im Inland Urlaub machen. 2008 waren es erst 43 Prozent. Die Umfrage habe andererseits auch gezeigt. dass sich erfreulicherweise die meisten EU-Bürger einen Urlaub leisten können. Nur 19 Prozent der Befragten (27.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen über 15 Jahre) sind sicher, dass sie 2009 nicht verreisen werden, sehr viel weniger als 2008 (32 Prozent).

Das von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer finanzierte Sonderbudget der Österreich Werbung von vier Millionen Euro zur Ankurbelung des Inlandstourismus und Bewerbung der Nahmärkte werde sicherlich dazu beitragen, diesen Trend zu unterstützen. "Die mit Anfang April anlaufende Offensive kommt gerade zur rechten Zeit und wird Erfolge bringen. Ich habe das Gefühl, dass wir auch im Sommer 2009 letztlich besser abschneiden werden als viele unserer Mitbewerber, und damit unsere Stellung im internationalen Tourismus halten wenn nicht sogar ausbauen können", meint abschließend der Sprecher der österreichischen Tourismuswirtschaft. (hp)

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