Generelle Vermögenszuwachssteuer ist kein Allheilmittel für neue Geldbeschaffung

Nachhaltige Schädigung für den Tourismus erwartet

Wien (TP/OTS) - Die neu entbrannte Diskussion über die Einführung einer generellen Vermögenszuwachssteuer würde die Hotellerie besonders hart treffen.

Seit Abschaffung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer gibt es die Diskussion um die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer. Die österreichische Steuer- und Abgabenquote liegt schon jetzt über dem EU-Durchschnitt. Bevor eine Querfinanzierung via Vermögenszuwachssteuer angedacht werde, müssten sämtliche Einsparungspotenziale ausgeschöpft werden, so der Co-Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn: "Bei einer Abgabenquote von rund 42% sollte lieber sämtliche Energie in eine durchdachte und schon seit langem fällige Verwaltungsreform investiert werden und keine neue Steuer erfunden werden", so Sepp Schellhorn.

Nachhaltige Schädigungen für Tourismuswirtschaft

Eine Vermögenszuwachssteuer würde die stark von Familienbetrieben geprägte Tourismuswirtschaft über Generationen hinaus schädigen. Die Besteuerung von Vermögen, wie z.B.: Grund und Boden, ist nicht gerecht, weil in der Regel diese aus hochversteuerten Einkommen geschaffen wurden und eine solche überwiegend anlagenintensive Branche wie die Hotellerie stark treffen würde. "Eine weitere zusätzliche Besteuerung von bereits mehrfach versteuerten Kapital ist wirtschaftsschädlich, verantwortungslos gegenüber den nächsten Generationen und daher strikt abzulehnen", so Schellhorn.
Auch zu massiven Bewertungsdifferenzen von Familienhotels kann es kommen, wenn sich z.B.: die Hotelimmobilie schon länger in Familienbesitz befindet. Für die Vermögensbesteuerung reicht die Grund- bzw. Grunderwerbssteuer und die Spekulationssteuer für Immobilien aus. Eine Wiedereinführung einer Vermögenssteuer nach deren Abschaffung vor 15 Jahren lehnt Schellhorn ab.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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