Vermögenszuwachssteuer wäre "Schrottprämie" für den Tourismus

Großer Andrang zu ÖHV-Podiumsdiskussion

Wien (TP/OTS) - Einigkeit herrschte unter den Tourismussprechern
bei einer ÖHV-Podiumsdiskussion: Der Tourismus darf nicht durch neue Steuern belastet werden.

Im Mittelpunkt einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion standen die Nächtigungsrückgänge in Österreichs Hotellerie. "Diese Krise zeigt vor allem eines: Dass es keine geeigneten Werkzeuge für langfristige Prognosen gibt", erklärte Peter Peer, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), bei der Landesveranstaltung Niederösterreich im Asia Resort Linsberg. Bezeichnend sei aber ein kurzfristiger Forecast der ÖHV, der auf einer repräsentativen Umfrage basiert: "90 % der Wiener Hoteliers erwarten in den kommenden drei Monaten Rückgänge. Mehr als 40 % gehen von Rückgängen über 10 % aus. "Hier besteht Handlungsbedarf", erklärte Peer und zog einen Vergleich mit der Auto- und Autozulieferindustrie: Diese bekam ein 100 Mio. Euro-Konjunkturpaket. Für den Jobmotor Beherbergungs- und Gaststättenwesen mit mehr als fünfmal so vielen Beschäftigten wurde mit knapp 15 Mio. Euro ein Bruchteil zu Verfügung gestellt.

ÖW-Sonderbudget: Höhere Dotierung möglich?

ÖVP-Tourismussprecher Franz Hörl bestätigte Peers Sicht der Dinge:
"Vielleicht wäre es gescheiter gewesen, mit dem Tourismuspaket noch etwas länger zu warten und es dafür besser auszustatten", wie ihm TAI-Chefredakteur Mag. Christopher Norden als unparteiischer Diskussionsleiter und Kenner der Materie vor zahlreichen Vertretern der Spitzenhotellerie entlockte. Eine Erhöhung des ÖW-Budgets ist freilich sinnvoll, zu spät ist es dafür noch nicht. Roman Haider (FPÖ) kritisierte die 22,5 Mio. Euro für die Verschrottungsprämie:
"Damit fördern wir die ausländische Autoindustrie. Das Geld wäre im Tourismus besser aufgehoben."

Einigkeit über Vermögenszuwachssteuer: Tourismus soll nicht belastet werden

So unterschiedlich die Positionen zur Vermögenszuwachssteuer sind, so einig waren sich die Politiker darüber, dass eine höhere Steuer auf Grund und Immobilien oder der Betriebsübergabe den Bestand zahlreicher Unternehmen und Arbeitsplätze gefährden würden - und das müsse verhindert werden. Heidrun Silhavy (SPÖ) betonte, dass die von der SPÖ geforderte "Gerechtigkeit im Steuersystem" kein Selbstzweck sei: "Der Faktor Arbeit muss entlastet werden, das ist für den Tourismus wichtig." Dr. Gabriela Moser (Grüne) betonte, dass eine Vermögenszuwachssteuer keinesfalls die Betriebe belasten darf:
"Betriebe, die Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen, und dazu notwendige Grundstücke und Immobilien dürfen steuerlich nicht belastet werden!" ÖHV-Landesvorsitzender Alexander Ipp begrüßt diesen Konsens: "Der Tourismus darf nicht mit einer Vermögenszuwachssteuer belastet werden. Sonst brauchen wir eine Verschrottungsprämie für Tourismusbetriebe!"

Tourismussauschuss mit guter Performance

Tourismusausschuss-Obmann Maximilian Linder (BZÖ) verwies auf die erfolgreiche Arbeit im Tourismusausschuss in der vergangenen Legislaturperiode: "Wir haben sechs Entschließungsanträge beschlossen, während andere nicht einmal einen zustande gebracht haben." Das Geheimnis des Erfolges sei eine konsensorientierte Zusammenarbeit im Sinne der Tourismuswirtschaft: "Würden nicht alle Beteiligten hinter einem Antrag stehen, wären die Erfolgschancen von vornherein sehr gering."

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Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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