Wien im 1. Halbjahr 2009: um 7,1 % weniger Gästenächtigungen

Wien (TP/OTS) - 4,3 Millionen Nächtigungen verzeichnete Wien von Jänner bis Juni 2009, um 7,1 % weniger als im 1. Halbjahr 2008. Der von Jänner bis Mai vorliegende Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie von 149 Millionen Euro liegt um 14,6 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die heurigen Juni-Zahlen lassen wegen der im Vergleichsmonat 2008 abgehaltenen Fußball-EM keine Schlüsse auf allfällige Trends zu. Für einige der Online-Kampagnen des WienTourismus und seinen TV-Spot auf CNN im ersten Halbjahr 2009 ist ein beachtlicher Impact nachweisbar.

"Jetzt wissen wir, warum man vom 'verflixten siebenten Jahr' spricht: Wien hat nach sechs aufeinander folgenden Rekordjahren heuer im ersten Halbjahr um 7,1 % weniger Nächtigungen gehabt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres; insgesamt waren es rund 4,3 Millionen.", so leitete Tourismusdirektor Norbert Kettner die Pressekonferenz zur Halbjahres-Bilanz des WienTourismus ein und berichtete weiter: "Beim Nettonächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie, der uns erst für die Periode Jänner bis Mai 2009 vorliegt, hat das einen Rückgang um 15 % auf 149 Millionen Euro bewirkt. Es ist beileibe kein Trost, dass Wien sich damit in freudloser Schicksalsgemeinschaft mit den anderen großen Destinationen im europäischen Städtetourismus befindet, und darin noch besser wegkommt als viele andere. - Das bringt unserer Hotellerie und allen sonstigen Betrieben unserer Stadt, für die der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle ist, auch nicht mehr Geld in die Kassa. Ich erwähne es aber, weil es etwas Wichtiges deutlich macht: An der Destination kann es nicht liegen, denn sie hat nach sechs Rekordjahren nicht plötzlich an Attraktivität verloren. An einem Qualitäts-Absturz der Leistungen der Wiener Tourismuswirtschaft kann es ebensowenig liegen. Und auch wir im WienTourismus haben unser Handwerk nicht von einem Jahr aufs andere verlernt. - Die Negativentwicklung 2009 ist somit eindeutig auf Außenfaktoren zurückzuführen. Darum bin ich auch überzeugt davon, dass Wien, solange die Krise andauert, zumindest eine passable Performance haben wird, und vom Ende der Krise, das derzeit leider nicht prognostizierbar ist, als eine der ersten Städtedestinationen profitieren wird."

Der Nächtigungsrückgang im ersten - von einem durch die EM im Vorjahr sehr atypischen Juni-Ergebnis mitgeprägten - Halbjahr 2009 zieht sich in mehr oder minder starkem Ausmaß durch alle Hauptmärkte Wiens mit Ausnahme von Frankreich, das ein geringes Plus ausweist. Es gibt jedoch Herkunftsländer, die sich völlig gegensätzlich zum Halbjahrestrend entwickelten, allen voran die Arabischen Länder in Asien, die mit einer Steigerung um 28 % auf 40.000 Nächtigungen kamen, und Griechenland, das mit einem 11%-igen Zuwachs 51.000 Nächtigungen verzeichnete. Beide Märkte werden vom WienTourismus seit einigen

Jahren als Hoffnungsmärkte verstärkt bearbeitet und haben diesen Status damit nachdrücklich gerechtfertigt; im Plus sind auch einige CEE Länder (Tschechien: + 6 %, Bulgarien: + 6 %, Serbien: + 14 %). Außerdem entwickelte sich auch eine ganze Reihe asiatischer Märkte positiv, die einzeln zwar noch ein geringes Nächtigungsaufkommen haben, doch in ihrer Gesamtheit mit mehr als 90.000 Nächtigungen dazu beitrugen, den Rückgang im Gesamtergebnis zu entschärfen. (Südkorea:
+ 31 %, Indien: + 2 %, Südostasien: + 9 %, Taiwan: + 25 %, unter "übriges Asien" erfasste Länder: + 7 %).

Luxus- und 3-Sterne Häuser nicht so stark betroffen wie 4-Sterne Hotellerie

Unter dem rückgängigen Nächtigungsergebnis hatten die 4-Sterne-Hotels am stärksten zu leiden, während die Nächtigungen in den Luxushäusern und jenen der mittleren Kategorie nur sehr geringfügig unter den Vorjahreszahlen lagen und die einfacheren Betriebe sogar einen leichten Zuwachs verzeichnen konnten. Allerdings sank die erhobene Bettenauslastung der Wiener Hotellerie von Jänner bis Juni 2009 auf durchschnittlich 45,4 % (1-6/2008: 52,3 %), was einer Zimmerauslastung (sie wird in Österreich nicht erhoben) von ca. 57 % entspricht (1-6/2008: rund 65 %). Dies lag nicht allein am Nächtigungsrückgang, sondern auch daran, dass sich Wiens Behrbergungskapazität von Juni 2008 auf Juni 2009 um rund 2.600 Betten (+ 6 %) erhöht hat.

Der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie liegt erst für den Zeitraum Jänner bis Mai 2009 vor und verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode 2008 um 14,6, % auf 148.965.000 Euro. Im heurigen Juni ist ein besonders starkes Umsatz-Minus unvermeidbar, da die Wiener Hotellerie im Juni 2008 durch die Fußball-EM den stärksten Umsatz erwirtschaftete, den je ein einzelner Monat erbracht hat, nämlich mehr als 60,6 Millionen Euro, was eine Steigerung um 41,3 % gegenüber den Juni 2007 bedeutete.

Die Ergebnisse im Detail:

Herkunftsland Nächtigungen Nächtigungen Nächtigungsumsatz Jänner-Juni Juni 2009 netto *)
Jänner-Mai 2009

Deutschland 925.000 -5% 191.000 -5% 30.682.000 Euro -9% Österreich 895.000 -6% 170.000 +7% 28.222.000 Euro -14% Italien 217.000 -13% 31.000 +5% 7.430.000 Euro -19% USA 204.000 -12% 55.000 +9% 7.946.000 Euro -27% Großbritannien,
Nordirland 152.000 -19% 32.000 -24% 6.014.000 Euro -28% Russland 144.000 -13% 19.000 -35% 6.012.000 Euro -19% Schweiz,
Liechtenstein 133.000 -10% 25.000 -20% 4.854.000 Euro -17% Frankreich,
Monaco 129.000 +1% 25.000 +34% 4.458.000 Euro -11% Rumänien 119.000 -4% 16.000 +18% 3.818.000 Euro -14% Spanien 108.000 -24% 26.000 -23% 3.550.000 Euro -31%

Übrige 1.248.000 246.000 45.978.000 Euro
alle Länder 4.272.000 -7,1% 836.000 -3,8 % 148.965.000 Euro -4,6%

*) ohne Frühstück, Heizungszuschlag, Umsatzsteuer

EM 2008 sorgte für atypische Länderergebnisse im Juni 2009

Ein ausgesprochener Sonderfall ist der heurige Juni: Wegen der Fußball-EM im Juni 2008 sind seine prozentuellen Veränderungen bei sehr vielen Länderergebnissen keinesfalls ein Hinweis auf einen Trend für den Rest des Jahres. Zusätzlich sind sie teilweise auch nur scheinbare Zuwächse oder Rückgänge, denn die EM hat im Juni 2008 Gäste aus einigen Ländern besonders stark nach Wien gezogen, während sich BewohnerInnen anderer aus demselben Grund von Wien ferngehalten haben. So sind etwa die heurigen Juni-Steigerungen aus Österreich und den Niederlanden zwar erfreulich, aber aufgrund zwei-stelliger Rückgänge im Juni 2008 keine realen Zuwächse. Beruhigenderweise kommt dieser Effekt aber noch viel stärker zum Tragen bei den Rückgängen aus Deutschland, der Schweiz, Russland, Polen, der Türkei, Kroatien und den gesammelt ausgewiesenen GUS-Mitgliedern (d.h. ohne Russland und Ukraine), die im Juni 2008 teilweise gigantische Steigerungen hatten, z.B. Russland: + 93 %, Kroatien: + 356 % (Anm. d. A.: kein Tippfehler!). Der Vergleich der absoluten Nächtigungszahlen enthüllt, aus welchen Märkten Wien heuer reale Juni-Zuwächse hatte, und das sind nicht wenige, unter ihnen die Hauptmärkte Italien, Frankreich und Rumänien, außerdem noch Griechenland, Tschechien, Bulgarien, Slowenien, Serbien, Finnland, Kanada, die Arabischen Länder in Asien, Israel, Indien und China.

Das hat's gebracht: Wirkungsstarke Kampagnen im 1. Halbjahr 2009

Mit dem Internet ist es möglich geworden, die Effizienz einzelner touristischer Werbekampagnen "auf Heller und Pfennig" nachzuweisen. So gab es unter den vom WienTourismus im ersten Halbjahr 2009 geführten Online-Kampagnen 13 Reiseportale in sechs Ländern (Deutschland, Schweiz, Italien, Großbritannien, Frankreich, Spanien), die exakte Daten zum ROI (Return on Investment) liefern konnten: Über diese Portale wurden im jeweiligen Kampagnenzeitraum (jeweils 4 Wochen) insgesamt genau 13.803 Nächtigungen in Wien gebucht. Stellt man diesen die Schaltungskosten gegenüber, ergibt sich eine Investition von 18,10 Euro pro Nächtigung. Von den Schaltungen auf den anderen Portalen sind zwar keine solchen Daten erhältlich, doch man darf von einer ähnlich imposanten Wirkung ausgehen.

Wieviele Nächtigungen mit dem TV-Spot "Swing into Spring" erzielt wurden, lässt sich zwar nicht nachweisen, doch auch über seine Wirkung liegen ausdrucksstarke Daten vor: Er wurde im Zeitraum Mai/Juni 342mal in Europa (vorwiegend), dem Mittleren Osten sowie Afrika ausgestrahlt, und laut einer Erhebung des European Marketing Survey (EMS) haben ihn bis zu 11,6 Millionen ZuschauerInnen im Alter von 20 bis 60 Jahren und einem persönlichen Jahreseinkommen von mindestens 70.000 Euro gesehen, und zwar durchschnittlich 2mal pro Person. Rund 5 Millionen davon waren vielreisende Europäer (mit über 3 Flugreisen jährlich).

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