Wegeerhaltung wird für den Alpenverein zur finanziellen Bürde

Professionisten sollen ehrenamtliche Wegebetreuung übernehmen

Innsbruck (TP/OTS) - Vor kurzem wurden zwei Bürgermeister aus Oberösterreich zu unbedingten Geldstrafen verurteilt, weil sie es unterlassen hatten, für eine fachgerechte Wartung eines Brückengeländers zu sorgen. Wenn diese Tendenz in der Rechtssprechung anhält, wird der Oesterreichische Alpenverein mit seinen Sektionen aus finanziellen Gründen mittelfristig gezwungen sein, die Wegebetreuung zurückzulegen.

Das Wegenetz des Alpenvereins wird ehrenamtlich betreut

Der Oesterreichische Alpenverein betreut in Österreich rund 26.000 km Wanderwege, Klettersteige und eine Vielzahl von natürlichen Klettergärten. Die Wege und Klettersteige werden von ehrenamtlichen Funktionären in deren Freizeit kostenlos betreut.

Kostenlawine könnte die Wegeinfrastruktur im Bestand gefährden

Wenn die Rechtsprechung nun dahin tendiert, dass für die Betreuung von Wegeanlagen nur noch Professionisten und bezahlte Fachleute anzustellen sind, die jährlich mindestens einmal die Wege abzugehen und Einrichtungen zu kontrollieren haben, so wäre der Oesterreichische Alpenverein mit seinen Sektionen wohl mittelfristig aus finanziellen Gründen gezwungen, die Betreuung der der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellten Einrichtungen zurück zu legen. Dies würde aber auch bedeuten, dass das alpine Wegenetz zusammenbricht und damit dem Tourismusland Österreich ein wesentlicher Baustein seiner Attraktivität entzogen wird. Der Oesterreichische Alpenverein spricht sich klar gegen Tendenzen aus, die dazu führen, dass die jahrzehntelange ehrenamtliche Betreuung der allgemeinen Einrichtungen im alpinen Raum in Frage gestellt wird.

Die Praxis sieht anders aus

Es wird vom Oesterreichischen Alpenverein durchaus anerkannt, dass solche Forderungen nach hohen technischen Standards grundsätzlich aus Sicherheitsgründen nachvollziehbar sind. In der Praxis ist dies aber nicht umzusetzen. Das Prinzip der Eigenverantwortung muss im alpinen Raum verstärkt berücksichtigt werden.

Gebirgslandschaften sind immer auch Gefahrenräume und keine normierten Sportstätten, für die ein anderer Sorgfaltsmaßstab anzusetzen ist.

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181046 Sep 09

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