vida-Kaske: "Rosinen-Picken der Arbeitgeber spielt es nicht"

Bessere Einkommens- und Rahmenbedingungen würden die Branche attraktiver machen

Wien (TP/OTS) - (vida/ÖGB). "Was es braucht, sind nicht Änderungen beim Berufs- und Gehaltsschutz oder bei den Zumutbarkeitsbestimmungen, wie die ÖHV meint, sondern bessere Rahmenbedingungen für die Beschäftigten. Damit wäre ein Job im Tourismus wieder erstrebenswert", so vida-Vorsitzender Rudolf Kaske. Eine deutliche Absage erteilt Kaske auch der Forderung nach längeren Durchrechnungszeiträumen für die Stadthotellerie. +++

"Die Arbeitgeber picken für sich die Rosinen heraus und wollen unter dem Stichwort Mitarbeitermangel die ohnehin schon prekäre Situation für die Beschäftigten der Branche noch verschlechtern", kritisiert Kaske. Jede/r zweite ArbeitnehmerIn im Tourismus verdiente im Jahr 2008 pro Monat weniger als 1.463 Euro brutto. All-In-Klauseln in den Arbeitsverträgen sind inzwischen weit verbreitet - diese zwingen die Beschäftigten, zehn Stunden und mehr pro Tag zu arbeiten, ohne dafür einen zustehenden Ausgleich zu bekommen.

Dazu kommen noch unattraktive Rahmenbedingungen wie familienfeindliche Arbeitszeiten, fehlende Perspektiven und Aufstiegschancen. "Da ist es wirklich kein Wunder, dass die ArbeitnehmerInnen dem Tourismus den Rücken kehren und in andere Branchen wechseln", so Kaske. Hier gelte es für die Tourismuswirtschaft anzusetzen, um ihre Situation wie auch die der Beschäftigten zu verbessern.

"Das trotz Fachausbildung niedrige Einkommen im Tourismus, Lohn- und Sozialdumping auf Kosten der Beschäftigten - darüber sollte man reden, genauso wie über Qualifizierung und Zukunftsperspektiven. Oft ist auch schlicht nur die Einhaltung der bestehenden arbeitsrechtlichen Vorschriften nötig, damit die Branche attraktiver wird", meint Kaske. Für Gespräche in diese Richtung stehe die Gewerkschaft vida jederzeit zur Verfügung.

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131317 Nov 09

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