vida: Bus- und Bahnfahren ist Klimaschutz

Kaske: Verkehr und Tourismus zukunftsfit und umweltfreundlich gestalten

Wien (TP/OTS) - (vida/ÖGB). Die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida unterstützt den morgigen globalen Aktionstag für den Klimaschutz. vida-Vorsitzender Rudolf Kaske: "Der Klimawandel ist eine globale Bedrohung für Menschen und Umwelt und vergrößert die sozialen Ungleichheiten. Es ist nötig, dass wir handeln: auf globaler, aber auch auf nationaler Ebene. Österreich muss seine Hausaufgaben machen und kann sich nicht durch den Kauf von Verschmutzungsrechten aus der Verantwortung stehlen." Konsequenter Klimschutz schaffe zahlreiche "green Jobs". Die Politik müsse den Rahmen vorgeben, damit die Wirtschaft nicht nur an heute denke, sondern auch bereit sei, sich auf zukunftsfähige und umweltfreundliche Arbeitsweisen für morgen einzulassen, so Kaske.

Nicht nur im globalen Maßstab, auch innerhalb von Österreich emittieren die Reichen mehr Treibhausgase, während die Armen verstärkt darunter leiden. Klimaschutz zahlt sich aber nicht nur aus moralischen und sozialen Gründen aus, er ist auch wirtschaftlich sinnvoll: Der Ökonom Sir Nicholas Stern hat im Auftrag der britischen Regierung die Kosten für den Klimaschutz abgeschätzt. Sein Ergebnis:
Konsequenter Klimaschutz kostet ein Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr, nichts zu tun und die Klimakatastrophe zuzulassen, kostet 20 Prozent des globalen BIP.

Die große Achillesferse in der österreichischen Klimabilanz ist der Verkehrssektor. Die Treibhausgas-Emissionen durch den Verkehr sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. "Sowohl beim Personen- als auch beim Güterverkehr ist die Verlagerung auf umweltfreundliche Mobilitätsarten das Gebot der Stunde. Bahn- und Busfahren ist Klimaschutz", sagt Kaske. Er fordert den Erhalt, die Verbesserung und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Dafür brauche es kreative Ansätze in der Verkehrspolitik, so der Gewerkschafter.

Auch im Tourismus sind Zukunftsstrategien nötig. Langfristig zukunftsfähiger Tourismus bedeutet, dass die Gäste über kürzere Distanzen und mit sauberen Verkehrsmitteln anreisen und länger am Urlaubsort verweilen. "Wer keine teure Anreise hat, kann das Geld vor Ort im Urlaub ausgeben", erklärt Kaske. Hotels und Unterkünfte sollten energieeffizient sein und die Nahrungsmittel aus biologischer und saisonaler Produktion stammen. "Damit der Tourismus zur Zukunftsbranche wird, ist es zudem wichtig, dass die Beschäftigten gute und sozial abgesicherte Arbeitsbedingungen vorfinden", so der Gewerkschafter abschließend.

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111409 Dez 09

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