Lawinengefahr und Risiko

Innsbruck (TP/OTS) - In Anbetracht der Tatsache, dass es in den letzten Tagen und Wochen zu zahlreichen Lawinenunfällen gekommen ist und die Schnee- und Lawinensituation weiter angespannt bleibt, weist der Oesterreichische Alpenverein nochmals auf die zentralen Punkte zur Minimierung des persönlichen Risikos im freien Skiraum hin:

1. Lawinenauslösung vermeiden!

Durch umfassende Tourenplanung, richtiges Verhalten und die Bereitschaft auch umzukehren, können Lawinen weitgehend vermieden werden. Die Einholung des Lawinenlageberichts und strategisches Verhalten (z.B. nach "Stop or Go") sind dazu wesentliche Hilfsmittel. Lawinen sind zwar seltene, jedoch oft tödliche Ereignisse: 60% aller Ganzverschütteten in Lawinen sterben! Prävention steht deshalb an oberster Stelle.

2. Notfallausrüstung mitnehmen!

Bei allen Unternehmungen abseits der gesicherten Pisten muss stets die vollständige und funktionstüchtige Notfallausrüstung mitgeführt werden. Nur wer Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS), Schaufel und Sonde dabei hat, kann im Falle einer Verschüttung auch geborgen werden. Voraussetzung dafür ist das Training des richtigen Notfallmanagements. Ausbildungsangebote dazu bietet der Alpenverein. Zusätzliche Notfallausrüstung (Airbag oder AvaLung) wird empfohlen und erhöht nachweislich die Überlebenschancen.
Achtung! Selbst die beste Ausrüstung kann risikobewusstes Verhalten nicht kompensieren!

3. Lawinenwarnstufe ernstnehmen!

Die Warnungen von Lawinenwarndiensten und Experten sollten von allen Wintersportlern ernst genommen werden. Entscheidend ist immer, seine Skiourenziele/Varaintenabfahrten auf die vorherrschenden Verhältnisse abzustimmen! Das beutet, dass man bei hoher Lawinengefahr auf sehr steile Hänge und exponierte Touren verzichten soll.

4. Eigenverantwortung wahrnehmen!

Skitourengehen und Variantenfahren erfordern immer ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Kompetenz! Nur wer bereit ist, diese Eigenverantwortung zu übernehmen und sich das notwendige Know How anzueignen, sollte in den winterlichen Bergen selbständig unterwegs sein.

5. Verbote beachten!

Im Pisten- und Variantenbereich sind Befahrungsverbote strikt einzuhalten. Diese werden von den Sicherungsverantwortlichen ausgesprochen, um Pisten, Straßen oder Siedlungen zu schützen. Unbedachtes Handeln kann zur Gefährdung anderer führen.

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