Kreditvertragsgebühr - Hotellerie erfreut über Abschaffung: "Wachstumsfeindliches Austriacum"

Fachverbandsobmann Ennemoser begrüßt Initiative von Finanzminister Pröll: "Damit wird eine langjährige Forderung des Tourismus aufgegriffen"

Wien (TP/OTS) - Der Fachverband Hotellerie hatte bereits im Juli 2008 ein umfassendes Positionspapier zur Abschaffung der Kreditvertragsgebühr vorgelegt. Umso mehr freut sich der Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, Klaus Ennemoser, dass dieser Vorschlag nun beim Vizekanzler und Finanzminister auf offene Ohren stößt.

Für Ennemoser war die Kreditvertragsgebühr stets ein wachstumsfeindliches Austriacum, welches die mittelständische Wirtschaft - insbesondere die heimische Hotellerie - in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gehemmt hat. Nach den im Forderungspapier vorgelegten Berechnungen konnte diese Bagatellsteuer Kredite je nach Laufzeit insgesamt um bis zu 1,5 Prozent verteuern.

Mit der Ansage des Finanzministers sieht der Hotellerie-Sprecher auch seine Forderung nach Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf Logis von derzeit 10 auf 5 Prozent bestätigt. Das Beispiel Deutschland - Senkung der Mehrwertsteuer auf Logis von 19 auf 7 Prozent - und die aktuelle Unterstützung des Finanzministers bei der Kreditvertragsgebühr zeigen, dass in der gegenwärtigen Finanzkrise auch Chancen liegen. "Endlich setzt sich wirtschaftlicher Hausverstand durch. Wer mehr Geld haben will, muss auch Wertschöpfung und Wachstum zulassen. Ein vernünftiger Abgabenmix ist unerlässlich. Wird Wertschöpfung ermöglicht, kann auch sozial Schwächeren verstärkt geholfen werden. Ohne Jobs - der heimische Tourismus beschäftigt 230.000 Vollzeitbeschäftigte - geht auch das Steueraufkommen zurück", begrüßt Ennemoser das sich abzeichnende Umdenken.

Der Fachverband Hotellerie Österreich in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 18.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,100.000 Millionen Betten. 9.527 Beherbergungsbetriebe sind mit 29.000 geprüften Sternen klassifiziert. Mit 127 Millionen Nächtigungen jährlich legt Österreichs Hotellerie einen wichtigen Grundstein für eine direkte Wertschöpfung im Tourismus von 15,3 Milliarden Euro. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz wird im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft generiert. Das Positionspapier "Mehrwertsteuersenkung für Österreichs Hotellerie" des Fachverbandes Hotellerie steht Interessierten über diesen Link zur Verfügung:
http://bit.ly/9EcjL2 (.pdf) (JR)

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