Lasst den Dachsteingipfel in Ruh'!

Alpenverein ist gegen Inszenierung am Naturdenkmal

Innsbruck (TP/OTS) - Der Oesterreichische Alpenverein fordert die für den Schutz des Dachsteingipfels zuständigen Politiker und Behörden auf, keine Genehmigung für die Installierung des vier Tonnen schweren Steinbrockens auf dem Gipfel zu erteilen.

Beim OeAV sind eine Fülle von Schreiben, Beschwerden und Kritiken zu diesem Projekt eingelangt. Übereinstimmend wird nicht "Kunst" und "Kultur" an sich kritisiert, sondern der Standort des zum Naturdenkmal erklärten Dachsteingipfels. Diese Inszenierung reiht sich nahtlos ein in die vor Jahren versuchte Vergoldung des Großglockners, Projektideen wie in den Fels gehauene Steintreppen in Gipfelnähe und technische Erhöhungen von Gipfeln, damit sie eine gewisse Höhenangabe überschreiten, usw.. In diesem Zusammenhang warnt der Alpenverein vor der rasanten Zunahme derartiger hochalpiner Gipfelinszenierungen und dem Einsatz des Helikopters zum Steinbrockentransport. So können die Helikopterbewegungen Auswirkungen auf das in Oberösterreich angrenzende Natura 2000-Gebiet haben. Die aus dem Transport resultierende negative CO2-Bilanz des Gipfels können die Gipfelgeher in den nächsten 1000 Jahren nicht mehr wettmachen. Ansonsten wird bei jeder Genehmigung eines Kleinkraftwerks auf die Klimarelevanz verwiesen. Im Zuge dieser Projektrealisierung scheint das keine Rolle zu spielen?

Rückfragen & Kontakt:

Peter Haßlacher
Fachabteilung Raumplanung/Naturschutz
Oesterreichischer Alpenverein
Tel.: +43 (0)664 8556427

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