Zuwanderung: Genug Platz im gemeinsamen Boot

ÖHV begrüßt Spindelegger-Vorstoß

Wien (TP/OTS) - ÖAAB-Obmann Spindeleggers Konzept würde das Sozialsystem stabilisieren und könnte in eine Weiterentwicklung des Saisonier-Modells münden, so ÖHV-Präsident Schellhorn.

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) begrüßt Außenminister Dr. Michael Spindeleggers Offensive für mehr Zuwanderung: "Wir heißen Gäste und Mitarbeiter herzlich willkommen", erklärt Sepp Schellhorn, CoPräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Spindelegger zeige als Obmann des ÖAAB, dass die Vertretung von Arbeitnehmerinteressen und verantwortungsvolles, zukunftgerichtetes Denken sich nicht ausschließen: "Bei der Gewerkschaft ist die internationale Ausrichtung Geschichte." 100.000 Zuwanderer mehr bis 2030 seien alles andere als eine "Massenzuwanderung: "So viele Zuwanderer verzeichnet Österreich schon jetzt pro Jahr - trotzdem sinkt die Zahl der Erwerbstätigen. Wir bräuchten mehr junge Zuwanderer, um unser Sozialsystem zu stabilisieren", so Schellhorn.

Saisoniermodell weiterentwickeln

Österreichs Arbeitsmarktpolitik schade dem Wirtschaftsstandort:
"Niemand schließt den Arbeitsmarkt länger als wir", so Schellhorn. Dass die Kammer EU-Kommissarin Cecilia Malmströms Richtlinienvorschlag für gemeinsame Einreise- und Aufenthaltsbedingungen für Saisonarbeitnehmer (Saisonierrichtlinie) im Gleichklang mit der Gewerkschaft ablehnt, sei unverständlich. In Spindeleggers Konzept stecke viel Potential: "Immer mehr Betriebe dehnen ihre Öffnungszeiten über die klassischen Saisonen aus. Das Saisoniermodell stößt da an Grenzen." Das Problem, dass die Verordnung immer zu spät veröffentlicht wird, wäre damit gelöst.

Beschäftigung im Tourismus steigt überdurchschnittlich

Die aktuelle Entwicklung gebe Spindelegger recht: "Der Arbeitsmarkt zieht wieder an, im Tourismus steigt die Beschäftigung überdurchschnittlich", so Schellhorn. Die Beschäftigung im Beherbergungs- und Gaststättenwesen sei im Juni um 1,5 % gestiegen, in der Gesamtwirtschaft um 1,3 %. Die Branchenarbeitslosigkeit sei um 1,8 % gesunken. Dass noch nicht alle Arbeitslosen in Beschäftigung stehen, sei bedauerlich: "Wir hatten im Juni um 27,6 % mehr offene Stellen als im Vorjahr. Wer arbeiten kann und will, soll kommen." Für offene Stellen, die aus diesem Potential heraus nicht besetzt werden könnten, müssten andere Lösungen gefunden werden: Einer WIFO-Studie zufolge seien nur 10 % aller Arbeitslosen vermittelbar. Hier müsse die Politik in die Pflicht genommen werden: "Als Gäste und Investoren werden Ausländer willkommen geheißen. Wenn sie das Geld aber nicht gleich mitbringen, sondern es erarbeiten und damit unsere Betriebe stärken wollen, werden sie abgelehnt. Damit muss Schluss sein", so Schellhorn.

Die ÖHV vertritt die Interessen von 1.200 Betrieben der führenden Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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