WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Österreichs Tourismus hat Chancen wie nie - von Günter Fritz

Hierzulande haben sogar die Badeseen Trinkwasserqualität

Wien (TP/OTS/OTS) - Jetzt kristallisiert es sich immer mehr
heraus, dass Griechenland der große Tourismus-Verlierer des heurigen Sommers sein wird: Die mit der griechischen Budgetkrise verbundenen Sparmaßnahmen und Streiks zeigen Wirkung. Auch wenn sich die Hoteliers und Wirte vor Ort noch so sehr um die spürbar wenigeren ausländischen Gäste bemühen, die Urlauber fahren woanders hin. Klar:
Wozu auch ein Risiko eingehen und womöglich wegen Spritknappheit am Peleponnes oder auf einer Ägäis-Insel festgenagelt bleiben, wenn in einem anderen Land diesbezüglich keine Probleme zu erwarten sind. Und wenn dort die Preise vielleicht auch noch günstiger sind, umso besser. Deshalb profitieren heuer die Türkei und Ägypten besonders von verunsicherten Urlaubern, die auf der Suche nach Alternativen sind. Kebab statt Gyros, das macht wahrlich keinen großen Unterschied - und warm ist es überall.

Weil heutzutage nicht nur Familien auf jeden Euro im Reisebudget schauen, gehören auch Nahdestinationen, die einfach mit dem Auto zu erreichen sind, zu den Gewinnern - wenngleich nicht in dem Ausmaß wie die beiden genannten Ländern. Bella Italia ist bei den Österreichern seit Jahrzehnten der Klassiker schlechthin. Und Kroatien hat sich zuletzt immer stärker als beliebte Badedestination etabliert.

Trotz der zum Teil beachtlichen Zuwächse in ferneren Urlaubsregionen hat Österreichs Tourismuswirtschaft derzeit so gute Chancen wie noch nie: Älplerischer und Wiener Charme mögen zwar gewöhnungsbedürftig sein, sie ziehen aber nach wie vor - und das nicht nur bei unseren deutschen Lieblingsnachbarn. Dazu kommen ein konkurrenzfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis, gediegene Qualität in Angebot und Service sowie als großer Trumpf eine intakte Natur und Umwelt. Wer schon einmal in Rom oder Athen Leitungswasser getrunken hat, wird das Wiener Hochquellwasser nicht genug schätzen können. Damit nicht genug: Hierzulande haben sogar die Badeseen Trinkwasserqualität. Die Kulinarik hat in den vergangenen Jahren mächtig aufgeholt und kulturell hat der Sommer in Österreich ohnehin viel zu bieten: Neben Salzburg, Bregenz oder Mörbisch warten zahlreiche SommerFestivals mit attraktiven Programmen auf. Und selbst die Wörthersee-Bühne ist noch nicht im gleichnamigen See versunken.

Stichwort Kärnten: Das südlichste Bundesland ist zwar "die mit Abstand stärkste Sommermarke Österreich" (wie Sie auf Seite 6 lesen können), es zeigen sich dort aber die gleichen strukturellen Probleme wie in Restösterreich. Die touristischen Angebote sind zum Teil veraltet, zu wenig innovativ und die Dienstleistungsorientierung häufig noch steigerbar. Auch müssten die werblichen Maßnahmen gebündelt und noch stärker auf einen Markenkern fokussieren, um die sich bietenden Chancen zu nutzen.

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