BÖTM Top-Seminar 2010 diskutiert Zukunftsszenarien für den Tourismus

Kitzbühel (TP/OTS) - Rund 70 Tourismusmanager und Tourismusfachleute aus ganz Österreich setzen sich beim diesjährigen BÖTM Top Seminar im Schloss Lebenberg in Kitzbühel/Tirol intensiv mit unterschiedlichsten Zukunftsszenarien auseinander.

"Der etwas andere Weg zum Erfolg" - die Ausführungen von Harti Weirather, Chef der weltweit tätigen Sportvermarktungsagentur WWP, zog die Tourismusmanager Österreichs in seinen Bann. "Normale Dinge bekommst Du überall, etwas Besonderes musst Du bieten können", so Weirather, der sich im Laufe seiner Karriere immer auf den "anderen Weg" konzentrierte. Mehrfach zog er dabei Parallelen zur Tourismusbranche. "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht umgekehrt", riet Weirather den Touristikern ihr Ohr immer wieder direkt bei den Kunden zu haben.

Ähnlich sah das auch Klaus Grabler, Gründer und Geschäftsführer der Manova GmbH. Vielfach, so Grabler, fehle es in den Regionen an Grundlagenforschung und damit am Wissen über den Gast und dessen wahre Urlaubsbedürfnisse. Lieber als in Marktforschung würden sich Tourismusdesinationen heute mit ihrer Markenbildung beschäftigen. Auf Basis von Befragungen könne man die Produktentwicklung forcieren, um damit mit neuen anziehenden Angeboten bei den Kunden zu punkten.

Auf einen radikalen Wertewandel in Richtung "grüne Gesellschaft" wies die Tourismusexpertin Andrea Dietl hin und belegte diesen Perspektivenwechsel mit vielen Fakten: "Mittlerweile sind rund 7,5 Mio. Haushalte in Deutschland stark an ökologischer Nachhaltigkeit interessiert." Auf diesen Trend zur Nachhaltigkeit muss auch der Tourismus unter dem Motto 'Grüne Geschäfte mit schwarzen Zahlen' stärker reagieren." Konsumenten hätten heute neue Sehnsüchte, die sich mit Schlagworten wie "Ursprung", "Einfluss nehmen", "Gemeinschaft", "Rituale", "Verantwortung" subsummieren ließen.

Zum Thema "Mobilität im Tourismus" stand stellte etwa Josef Fiala, GF der ASFINAG Maut Service, eine neue Verkehrsdatenplattform vor, die es künftig erlaube, noch viel mehr Verkehrsinformationen direkt in die Fahrzeuge zu holen. Auch dem großen Trend der e-Mobilität wurde mit Vorträgen sowie einer e-Bike-Teststation Rechnung getragen.

Bereits zum Auftakt des BÖTM-Topseminars hatte Dr. Ulrich Reinhardt, Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg, den Tourismus des 21. Jahrhunderts skizziert. "Die Älteren werden in Zukunft die Mehrheit sein und wer diese 'Best Ager' in seinen Angeboten nicht berücksichtigt, der arbeitet an der Zukunft vorbei." Reinhardt glaubt auch an einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, den er mit dem Hang zur "Luxese" beschreibt. Einerseits Luxus, dann wieder Askese - der Kunde von morgen wolle sich nicht mehr in der Mitte der Gesellschaft bewegen. "Deshalb", so Reinhardt, "werden sowohl untere Preissegmente als auch Luxusangebote boomen."
Ein positives Resümee zog BÖTM-Präsident Josef Schirgi: "Die breite Palette an Zukunftsthemen fand unter den Kollegen breiten Zuspruch, viele Anregungen aus unterschiedlichen Segmenten wurden in Folge der Referate intensiv diskutiert." Damit habe das BÖTM-Top-Seminar seinen Anspruch eingelöst. "Wir wollten in Zeiten dynamischer Marktentwicklungen Zukunftsthemen fundiert erörtern, um Handlungsempfehlungen und Praxistipps ableiten zu können!"

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