Neue Herausforderungen für die österreichischen Seilbahnen

Bei gemeinsamer PK mit der Österreich Werbung präsentiert der Fachverband der Österreichischen Seilbahnen Innovationen und Projekte der Seilbahnbranche für den Winter 2010/11

Sölden (TP/OTS) - Bei der Pressekonferenz der Seilbahnen Österreichs und der Österreich Werbung am 23. Oktober 2010 in Sölden, stellen Abg. z. NR Franz Hörl und Dr. Erik Wolf, Obmann und Geschäftsführer des Fachverband der österreichischen Seilbahnen die Innovationen und Projekte der Seilbahnbranche für den Winter 2010/11 vor.

"Angefangen von der strategischen Arbeit bis hin zu den Investitionen fungieren wir als Zugpferd für den österreichischen Wintertourismus. Die aktuellen Zahlen belegen eindrucksvoll, wie erfolgreich die österreichischen Seilbahnen arbeiten und dadurch auch in Krisenzeiten Ergebnisse auf sehr hohem Niveau erzielen", unterstrich Nationalratsabgeordneter Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs, die Bedeutung der Branche. Österreichs Seilbahnen zeichnen sich als innovative und zukunftsorientierte Branche aus und leisten mit 53,5 Mio. Skier Days mehr als ein Sechstel des Weltmarktes. Hörl weist auf die enormen Investitionen der Branche hin, die in den letzten zehn Jahren rund 5 Mrd. Euro betrugen und erklärt, dass durch diesen starken Investitionsdruck auch die Margen bei den Unternehmen durchaus gering seien.

"Auch für die kommende Wintersaison setzt die Branche massive Akzente in Richtung Sicherheit, Qualität, Komfort und Schneegarantie. Mit insgesamt 562 Mio. Euro wurde auch 2010 wieder ein nachhaltiges, positives Zeichen für die heimische Tourismuswirtschaft gesetzt", so Hörl. Von den Gesamtinvestitionen fließen 287 Mio. Euro in Bahnen und Aufstiegshilfen. Weitere 153 Mio. Euro werden zum Ausbau und zur Modernisierung von Beschneiungsanlagen aufgewendet. Für den Pistenausbau, die Instandhaltung, Zutrittssysteme, Parkplätze und Nebeneinrichtungen wie Gastronomie wurden 122 Mio. Euro aufgebracht.

Hörl stellt die Bergbahnbranche als innovative Branche und vor allem bedeutenden Wertschöpfungsfaktor vor. Im Winter 2009/10 konnte durch die Bergbahnen-nutzenden Wintersportler in Österreich ein Bruttoumsatz von rund 5,56 Mrd. Euro generiert werden
"Eine enorme Bedeutung für den regionalen Arbeitsmarkt - insbesondere im ländlichen Raum", betont Hörl und erklärt weiter: "Innerhalb einer Wintersaison arbeiten ca. 14.500 Mitarbeiter direkt bei den Bergbahnen. Als indirekter Arbeitgeber werden durch die Bergbahnnutzer und deren Zusatzausgaben aber noch zusätzliche 63.560 Arbeitsplätze außerhalb der Seilbahnen geschaffen. D.h. insgesamt können durch die Seilbahnen innerhalb einer Wintersaison 78.060 Vollzeit-Arbeitsplätze gesichert werden."

Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer der Seilbahnen Österreichs weist auf die Herausforderungen für die Branche hin. Gilt es auf der einen Seite das enorme Potenzial an Anfängern und interessierten Nicht-Skifahrer anzusprechen, um den alpinen Wintersport in Österreich langfristig zu sichern, so sind andererseits kontinuierliche Investitionen in die Infrastruktur wie Komfort und Sicherheit der Seilbahnen nötig, um bestehende Kunden weiterhin für Österreichs Skiregionen zu begeistern. "Kontinuierliche Investitionen in Qualität sind nicht nur wichtig um Anfänger zu begeistern, sondern auch um die Lust am Skifahren bei bestehenden Kunden langfristig zu erhalten", weiß Wolf.

Aus einer aktuellen Studie zum Entscheidungsverhalten von Wintersporturlaubern ist bekannt, dass Schneeverhältnisse (27%), das Skigebiet allgemein (25%), das Angebot im Hotel (20%) und Skipisten (20%) die vier wichtigsten Entscheidungskriterien sind, wenn es um die Entscheidung für oder gegen eine spezielle Destination geht. Dabei wurden mehr als 5.000 österreichische und deutsche Wintersportler mehrmals während ihres Entscheidungsprozesses befragt.

Das allgemeine Preis/Leistungsverhältnis belegt als Entscheidungskriterium mit 13% Platz 5 und spielt demnach eine wesentlich geringere Rolle als die Attraktivität des Angebotes. Die Qualität des Basisangebotes ist nicht nur für die Endentscheidung ausschlaggebend, sondern auch generell dafür verantwortlich, ob ein Skigebiet überhaupt in Erwägung gezogen wird. "Es ist daher für einzelne Destinationen bzw. Seilbahnunternehmen wichtig, die Attraktivität Ihres Skigebietes ausreichend zu kommunizieren und auf der Website gut zu positionieren und darzustellen", betont Wolf. "Damit sollen auch verstärkt Nicht-Skifahrer angesprochen und die Sehnsucht nach alpinem Winter verstärkt werden."

Eine umfangreiche Befragung in neun europäischen Ländern -durchgeführt im Auftrag des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs gemeinsam mit touristischen Partnern - belegt das große Interesse am Thema alpiner Wintersport. Die Zahl der Skifahrer wurde bis dato in den meisten Darstellungen unterschätzt. Die Zukunft des Wintersports in Österreich ist somit aus aktueller Sicht nicht in Gefahr. Es gibt insgesamt rund 53 Mio. Skifahrer zwischen 14 und 70 Jahren in den untersuchten Märkten Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Tschechien, Rumänien, Polen und russischen Ballungszentren - das entspricht einem Anteil von 23%. Davon sind 32 Mio. Wintersportler oder rund 13% jedes Jahr auf den Pisten zu finden. Die 'Skifahrer-Quote' reicht in den untersuchten Märkten von 55% in Österreich bis zu 12% in Italien. Als Skifahrer werden dabei diejenigen bezeichnet, die aktiv alpinen Wintersport betreiben (d.h. zumindest alle paar Jahre Ski oder Snowboard fahren) oder derzeit eine Pause einlegen, aber danach vor haben, sicher wieder damit anzufangen. Damit ist das Volumen der Wintersportler erstmals einheitlich über diese Länder erfasst.

"Das Interesse für den alpinen Wintersport reicht aber weit über diese Kundengruppe hinaus: So können 38 Mio. Personen als Interessierte bezeichnet werden, rund 10 Mio. davon sind enges Potential", weiß Wolf. "Jetzt gilt es auch das Potenzial in anderen Ländern auszuschöpfen, indem wir durch Investitionen in Infrastruktur, Komfort und Sicherheit und die richtige Produktgestaltung auch auf die Wünsche von interessierten Nicht-Skifahrern eingehen."

"Aus den Ergebnissen unserer Studien lernen wir, dass kontinuierliche Investitionen in unseren Skigebieten unbedingt notwendig sind, da die Wintersportler genau darauf Wert legen: Sie suchen eine gute Infrastruktur und ein hoch qualitatives Basisangebot wie moderne Bahnen und Pistenvielfalt", erklärt Wolf. "Investitionen führen so zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit und weiter zu einer Steigerung der Nachfrage und Verbesserung der Kundenbindung. Damit steigern wir schlussendlich auch die regionale Wertschöpfung der Seilbahnunternehmen und sichern eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in den Wintersportorten", so Wolf abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Seilbahnen Österreichs - Marketing Forum
Mag. Elke Basler
Tel: 01/503 78 02 bzw. Mobil: 0664/211 65 73
marketingforum.seilbahnen@wko.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | TPK0003